
FrankfurtViele Investoren, die in der aktuellen Niedrigzinsphase mit überschaubarem Risiko Erträge erwirtschaften wollen, denken derzeit über Immobilienanlagen nach. Immobilien bieten nicht nur interessante Renditechancen, sondern können dank niedriger Korrelation zu den Wertpapiermärkten auch die Schwankungsstärke des Gesamtportfolios dämpfen. Nicht zuletzt gelten sie als Schutz vor möglichen Inflationsrisiken. Kein Wunder also, dass Immobilien in den Blickpunkt der Anleger gerückt sind.
An erster Stelle steht dabei meist das selbst genutzte Eigenheim oder die Zweitwohnung - und das ergibt in Deutschland auch unter dem Gesichtspunkt der künftigen Wertentwicklung durchaus Sinn. Denn trotz sehr lebhafter Nachfrage in einigen Metropolen und deutlicher Preissteigerungen im Jahr 2011 liegen die durchschnittlichen Preise deutscher Wohnimmobilien immer noch auf dem Niveau von 1999.
Vom heutigen Preisniveau aus ist bundesweit ein weiterer stetiger Wertzuwachs zu erwarten, bei Einfamilienhäusern zum Beispiel bis 2015 um rund drei Prozent im Jahr. Doch auch in anderen Weltgegenden bieten Immobilien interessante Chancen. Wer sie nutzen will, muss wegen der uneinheitlichen Entwicklung der Märkte aber die richtigen Schwerpunkte setzen. So droht etwa dem spanischen Markt angesichts hoher Arbeitslosenzahlen eine lange Durststrecke.
"Die Neigung, Risiken einzugehen, ist mit zwei demographischen Faktoren verbunden: Geschlecht und Alter. Frauen sind normalerweise vorsichtiger als Männer und ältere Menschen sind weniger bereit, Risiken einzugehen, als jüngere Leute. Die Konsequenzen der Verhaltensökonomik für Anleger sind klar: Wie wir uns bei der Geldanlage entscheiden und wie wir uns bei der Verwaltung unserer Anlage entscheiden, hängt sehr davon ab, wie wir über Geld denken. [...] Sie demonstriert, dass Marktwerte nicht ausschließlich von den gesammelten Informationen bestimmt werden, sondern auch davon, wie menschliche Wesen diese Informationen verarbeiten."
"An sich ist Zuversicht ja keine schlechte Sache. Aber übertriebene Zuversicht ist etwas ganz anderes, und sie kann besonders im Umgang mit unseren Finanzangelegenheiten Schaden anrichten. Übertrieben zuversichtliche Anleger treffen nicht nur für sich selbst dumme Entscheidungen, sondern diese wirken sich auch sehr stark auf den Mark als Ganzes aus."
"Menschen [legen] zu viel Wert auf wenige mehr oder wenige zufällige Ereignisse [...] und meinen, sie würden darin einen Trend erkennen. Insbesondere sind Anleger tendenziell auf die neuesten Informationen fixiert, die sie bekommen haben, und ziehen daraus Schlüsse. So wird der letzte Ergebnisbericht in ihrem Denken zum Signal für künftige Gewinne. Und da sie meinen, sie würden etwas sehen, das andere nicht sehen , treffen sie dann aufgrund oberflächlicher Überlegungen schnelle Entscheidungen."
"Der Schmerz durch einen Verlust [ist] viel größer als die Freude über einen Gewinn. Bei einer 50:50-Wette, bei der die Chancen exakt gleich sind, riskieren die meisten Menschen nur dann etwas, wenn der potenzielle Gewinn doppelt so groß ist wie der potenzielle Verlust. Das nennt man asymmetrische Verlustaversion. [...] Auf den Aktienmarkt bezogen bedeutet dies, dass sich die Menschen beim Verlust von Geld doppelt so schlecht fühlen, wie sie sich gut fühlen, wenn sie einen gewinn erzielen. Diese Abneigung gegen Verluste macht Anleger übertrieben vorsichtig, und das hat einen hohen Preis. [...] Wir wollen alle glauben, wir hätten gute Entscheidungen getroffen, und deshalb hängen wir zu lange an schlechten Entscheidungen, in der vagen Hoffnung, die Dinge werden sich noch wenden."
"Wir neigen dazu, das Geld geistig auf verschiedene 'Konten' zu buchen, und dies bestimmt, wie wir es verwenden. [...] Zudem wurde die geistige Buchhaltung als Grund angeführt, weshalb Menschen schlecht laufende Aktien nicht verkaufen: In ihren Augen wird der Verlust erst real, wenn sie ihn realisieren."
Quelle: Robert G. Hagstrom, "Warren Buffett. Sein Weg. Seine Methode. Seine Strategie.", Börsenbuchverlag 2011.
In den USA deutet sich dagegen eine allmähliche Erholung an: Der viel beachtete Case-Shiller-Hauspreisindex tendiert im Monatsvergleich erstmals seit neun Monaten wieder aufwärts, Neubautätigkeit und Baugenehmigungen am Wohnungsmarkt zeichnen ein eher positives Stimmungsbild. Sichere Wohnobjekte bester Qualität in Ballungszentren werden hier zunächst bevorzugt; in der nächsten Phase dürften dann ausgewählte US-Büroimmobilien interessante Renditen abwerfen.

Die Rendite eines Fonds ist zu großen Teilen vom Ausgabeaufschlag abhängig. Der von mir vorgeschlagene Infrastrukturfonds darf max. 1 % Ausgabeaufschlag haben und die Ausschüttungen müssen, wie bei Immo-Fonds, teilweise steuerfrei bleiben. Ein weiteres Betätigungsfeld wäre die Privatisierung der Autobahnen.
Allerdings müßte dann zur Finanzierung der Ausschüttung die längst fällige Autobahngebühr eingeführt werden.

Die Aussage ist hart.
Grundsätzlich aber ist bei gemanagten Produkten Vorsicht geboten, da die Kosten des Managements und des Vertriebs oftmals den Nutzen deutlich übersteigen.
Bitte auf dem Teppich bleiben: 98 % der Anlagen sind mit den „klassischen“ Produkten (Eigenheim, Sparbrief, etc) gut versorgt.
Wer Kinder erzogen hat, ein abbezahltes Eigenheim in einer deutschen Großstadt besitzt, für die Rente durch gesetzliche und private Vorsorge bestens abgesichert ist und mehr als 100.000 Euro - angelegt in Sparbriefen, ETFs etc – sein eigen nennt, der kann sich auch auf die internationalen Immo-Märkte trauen. Der kann an geschlossene Immobilienfonds, Beteiligungen etc. denken.
Nur, wer hat das schon?

Jein. ETFs und gerade ETCs sind schon was feines. "Aktiv" gemanagte Fonds nicht, das ist korrekt.






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