Anlagestrategie

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Profi-Anlageempfehlung: So profitieren Sie vom hohen Ölpreis

Wer ausschließlich mit Ölaktien setzt oder auf anziehende Spritpreise spekuliert, geht ein hohes Risiko ein. Setzt man die Möglichkeiten aber gezielt ein, lässt sich kalkuliert profitieren.

von Tindaro Siragusano
Händler an der Rohstoffbörse in New York. Quelle: dapd
Händler an der Rohstoffbörse in New York. Quelle: dapd

Die schwelende Iran-Krise treibt den Ölpreis und damit die Preise an den Tankstellen seit Jahresanfang in bisher nicht erlebte Höhen. Während der Autofahrer der Kostenspirale voll ausgesetzt ist, kann sich der vorausschauende Investor diese Situation zunutze machen. Das aktuelle geopolitische Risiko dürfte in den nächsten Wochen und Monaten für eine höhere Volatilität der Ölpreise sorgen.

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Derzeit erscheint das Szenario stark steigender Ölpreise wahrscheinlicher als das deutlich fallender Notierungen. Seit Jahresbeginn bis Anfang April hat der Futures-Preis für Rohöl der Sorten Brent und West Texas Intermediate (WTI) um rund 18 beziehungsweise um etwa sechs Prozent angezogen.

Tindaro Siragusano, Leiter Private Banking und Asset Management der Berenberg Bank. Quelle: Pressebild
Tindaro Siragusano, Leiter Private Banking und Asset Management der Berenberg Bank. Quelle: Pressebild

Grund hierfür ist ein von den EU-Staaten Ende Januar beschlossenes Öl-Embargo gegen den Iran. Nach einem Jahrzehnt ständiger Verhandlungen sollen zwar Mitte April die Gespräche über den Stopp des iranischen Atomprogramms fortgesetzt werden. Es ist aber kaum mit nennenswerten Ergebnissen zu rechnen. Vielmehr dürften der Verlauf der Verhandlungen und der politische Druck seitens Israels immer wieder für anziehende Preise sorgen.

Doch nicht nur eine Eskalation der Krise im Nahen Osten könnte den Ölpreis weiter nach oben treiben. Auch die Schließungen von größeren Raffinerien sollten den Ölpreis stützen. Indes dürften das jüngst erwogene Anzapfen der strategischen Reserven in den USA, Japan, Großbritannien und Frankreich sowie saisonale Effekte den Preisanstieg bremsen. Auch die Sorge um ein schwächeres Wirtschaftswachstum in China hält eine Öl-Euphorie gegenwärtig in Zaum.

Platin, Silber, Weizen Diese Rohstoffe sind so günstig wie selten

  • Platin, Silber, Weizen: Diese Rohstoffe sind so günstig wie selten
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Investoren sollten vor diesem Hintergrund insbesondere Aktien von Luftfahrtgesellschaften oder Logistikunternehmen, deren Treibstoffkosten die Ertragssituation stark negativ beeinträchtigen würden, meiden. Vielmehr dürften im Umfeld steigender Ölpreise insbesondere Aktien von Unternehmen aus dem Energiesektor profitieren wie beispielsweise Royal Dutch Shell, Conoco-Philips oder BG Group sowie Ausrüster der Ölbranche wie Schlumberger.

Unter Diversifikationsaspekten erscheinen auch sogenannte „Öl-ETC“ (Exchange Traded Commodities) aussichtsreich. Das sind spezielle Zertifikate, mit denen Anleger direkt von anziehenden Rohölpreisen profitieren können. Zum Beispiel der währungsgesicherte „DB Brent Crude Oil Booster Euro Hedged ETC“.

Gleichwohl sollten Anleger berücksichtigen, dass sämtliche Investments mit einem Bezug zum Ölpreis mit hohen Anlagerisiken verbunden sind und nur einen Aspekt einer strategischen Portfolioausrichtung darstellen.

Die Anlageempfehlung spiegelt die Einschätzung des Autors wider. Sie ist keine Empfehlung der Redaktion.

  • 16.04.2012, 09:54 UhrConof

    Der Artikel selber ist auf Grund seiner Kürze und mangelnden Erklärungen nicht sinnvoll und nicht auf dem Niveau vom HB.
    Aber generell ist die Quintessenz schon richtig, dass man sich gegen die steigenden Rohölpreise absichern kann und sollte.
    Ein Zertifikat, dass bei steigenden Ölpreisen steigt, kann hilfreich sein. Das hat auch nichts mit Spekulation zu tun. Ich als Vielfahrer habe zum Beispiel bei nur 10 Cent höheren Preisen erhöhte Jahreskosten von ca. 200€. Mit einem passenden Zertifikat kann ich mich dagegen absichern, weil das Zertifikat dann durch die Gewinne diesen Kosten ausgleicht. Fällt der Ölpreis spare ich an der Tankstelle, aber das Zertifikat ist wertlos.
    Ich finde das hat nichts mit Spekulation zu tun und die Welt wird dadurch auch nicht zugrunde gehen @sgk_10.

  • 14.04.2012, 13:42 Uhrwarum

    Es stellt sich die Frage, warum das HB überhaupt solche Artikel schreiben lässt? Weiss es denn nicht, dass hohe Ölpreise zu noch höheren Benzin- und Dieselpreisen führen? Meint es denn, dass die Gewinne weniger Spekulanten die wirtschaftlichen Folgen hoher Preise verhindern?

    Liest man nicht allerorts, dass die Auflagen der Zeitungen rückgängig sind, da die Leser nicht mehr so viel Geld für Zeitungen ausgeben?

    Aber bitte, warum nicht auch einmal am eigenen Ast sägen.

  • 14.04.2012, 13:33 Uhrebrav

    versteh ich alles nicht so recht!! bin seit nem halben jahr in statoil investiert und die aktie macht so gut wie nix! im gegenteil - die schifft demnächst wohl ab??!!

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