Anlagestrategie

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Profi-Tipp: Was noch attraktiver ist als Gold

Der Goldpreis hat seinen Abwärtstrend überwunden und damit ein Kaufsignal gegeben. Anlageberater rechnen mit einem Anstieg bis zu 1900 Dollar. Doch für risikofreudige Anleger gibt es eine weitere Option.

Gerade unter Asiaten gilt Gold als Zeichen für Wohlstand. Kein unwichtiger Investitionsgrund. Quelle: dpa
Gerade unter Asiaten gilt Gold als Zeichen für Wohlstand. Kein unwichtiger Investitionsgrund. Quelle: dpa

Der Goldpreis hat seit Ende September 2007 eine Kursrally absolviert, die ihresgleichen sucht: Rund 128 Prozent hat die Notierung des Edelmetalls in US-Dollar zugelegt. Die Goldminenaktien dagegen sind im gleichen Zeitraum nur um etwa 16 Prozent gestiegen. Zwar hat der Goldpreis zuletzt etwas nachgegeben, aber zwischenzeitlich seinen seit Juni 2011 bestehenden Abwärtstrend überwunden.

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Charttechnisch ist damit ein Kaufsignal gegeben. Das nächste Kursziel ist jetzt das im Februar markierte Jahreshoch bei 1790 US-Dollar je Feinunze. Wir rechnen mit einem Anstieg bis auf 1900 US-Dollar in den kommenden Monaten.

Was Sie über Gold wissen sollten

  • Was ist Gold?

    Gold ist ein seltenes Metall mit einem Schmelzpunkt von 1064 Grad Celsius. Der Siedepunkt liegt bei 2856 Grad. Die chemische Abkürzung für Gold ist „Au“ und stammt vom lateinischen Wort „Aurum“ ab. Es hat mehrere Eigenschaften, die es für die Menschheit über die Jahre nützlich gemacht hat. Gold leitet extrem gut. Außerdem reagiert es nicht mit Wasser oder Sauerstoff.

  • Wie viel Gold wurde in der Geschichte gefördert?

    Nach Schätzungen wurden in der gesamten Menschheitsgeschichte bis heute um die 166.600 Tonnen Gold aus Minen geholt. Ein Großteil davon – etwa zwei Drittel – seit 1950.

  • Wie viel Gold gibt es noch auf der Erde?

    Die letzten Zahlen der US Geological Society gingen im Januar 2011 von weltweit 51.000 Tonnen aus.

  • Wie viel Gold wird pro Jahr abgebaut?

    In den vergangenen Jahren waren es etwa 2.500 Tonnen pro Jahr.

  • Wo wird weltweit am meisten Gold abgebaut?

    Überall auf der Welt wird Gold gewonnen. Aber beinahe ein Drittel des Goldes wird in nur drei Ländern abgebaut. An der Spitze liegt China mit 13,1 Prozent, darauf folgen die USA und Australien mit jeweils 9,1 Prozent.

  • Was passiert mit dem Gold?

    29 Prozent des abgebauten Goldes kommt im Investmentbereich zum Einsatz, also in Form von Münzen und Barren. Aus 59 Prozent wird Schmuck gemacht. 12 Prozent wird von der Industrie verarbeitet.

  • Wo sind die größten Absatzmärkte für Gold?

    Mit 1059 Tonnen ist Indien der mit Abstand größte Absatzmarkt für physisches Gold (Münzen, Barren, Schmuck). Dahinter liegt China mit 770 Tonnen. Im Vergleich dazu abgeschlagen sind die USA mit 213 Tonnen und Deutschland mit 154 Tonnen.

    Quelle: World Gold Council

  • Wer sind die größten Goldbesitzer?

    Größte Goldbesitzer sind die Notenbanken. Die Vereinigten Staaten sitzen auf rund 8.100 Tonnen, gefolgt von Deutschland mit 3.400 Tonnen und dem Internationalen Währungsfonds mit 2.800 Tonnen. Die Notenbanken waren über Jahre Netto-Verkäufer. Seit dem vergangenen Jahr sind sie jedoch wieder Netto-Käufer. Das Interesse kommt vor allem aus den Schwellenländern.

Wesentliche Nachfrager für das Edelmetall sind einerseits die privaten Investoren, Schmuckhersteller sowie Industrie und Notenbanken. Während europäische Investoren Gold eher als harte Währung ohne Verschuldung attraktiv finden und aus Angst vor Inflation kaufen, ist für Asiaten Gold mehr ein Zeichen von Wohlstand. Mittlerweile hat sich die weltweite Goldnachfrage von Europa und Nordamerika nach Ostasien und Indien verschoben.

Doch die größte Nachfrage kam in diesem Jahr von den Notenbanken. Diese haben im ersten Halbjahr 2012 erneut über 200 Tonnen Gold gekauft. 2011 lagen die Nettokäufe der Notenbanken mit über 455 Tonnen auf dem höchsten Niveau seit 1964. Vor allem die Zentralbanken aus den Schwellenländern stocken ihre Bestände auf.

Was aus 1.000 Euro in zehn Jahren wurde

  • Deutscher Aktienindex (Dax)

    Veränderung auf Sicht von zehn Jahren: +88,8 Prozent (ohne Dividenden)

    Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.888 Euro

  • Dow Jones

    Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +52,7 Prozent

    Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.527 Euro

  • EuroStoxx 50

    Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +31,3 Prozent

    Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.313 Euro

  • Nikkei

    Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +10,1 Prozent

    Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1101 Euro

  • Chinesische Aktien (Shanghai B-Index)

    Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +10,3 Prozent

    Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.103 Euro

  • MSCI Emerging Markets

    Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +228 Prozent

    Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 3.285 Euro

  • Gold

    Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +314 Prozent

    Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 4.142 Euro

  • Silber

    Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +428 Prozent

    Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 5.275 Euro

  • Öl

    Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +221 Prozent

    Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 3.205 Euro

  • Weizen

    Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +92 Prozent

    Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.916 Euro

  • Kaffee

    Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +151 Prozent

    Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 2.509 Euro

  • Staatsanleihen (Rexp)

    Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +67 Prozent

    Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.666 Euro

  • Unternehmensanleihen (Citigroup World BIG Corporate Index)

    Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +56 Prozent

    Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.559 Euro

  • Sparbuch

    Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.095,90 Euro*

    *bei einem durchschnittlichen jährlichen Zinssatz von 0,92 Prozent (Spareckzins)

  • Tagesgeld

    Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.209 Euro*

    *bei einem durchschnittlichen jährlichen Zinssatz von 1,92 Prozent

  • Festgeld

    Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.266 Euro*

    *bei einem durchschnittlichen jährlichen Zinssatz von 2,39 Prozent

Nachdem die Notenbanken bis vor etwa zwei Jahren eher Gold verkauft haben, zeichnete sich danach ein Richtungswechsel ab. Unterstützt wird der Trend auch durch den niedrigen Zins für sichere Anlagen, der nach Berücksichtigung der Inflation negativ ist. Damit ist realer Kapitalerhalt mit Spareinlagen, Termingeld oder Deutschen Staatsanleihen nicht möglich. Aufgrund des niedrigen Zinsumfeldes sind die Opportunitätskosten, Gold zu halten, deutlich gefallen.

  • 24.09.2012, 20:55 Uhrui1947

    wGUcgg
    at opsat:
    Gold ist kein Glauben- Ein Brot wird nicht für Glauben verkauft, sondern für Werthaltiges auf der Hand (und nichts aus dem Aktiendepot !)- wie mini Gold oder besser noch für eine kleine Silbermünze.
    Denk mal nach ui1947

  • 24.09.2012, 17:59 Uhropsat

    Man kann auch mit jeder Schrottaktie 100% machen wenn man Glück hat (so gesehen gibt es schlechte Aktien garnicht). Dax 2004 gegen 2010 oder jetzt ist auch ganz ordentlich.
    Zum ENTSCHEIDENDEN: Das mit dem Auto und dem Wein halte ich trotzdem für vernünftig. Wer will schon einen Sarg aus Gold, wo`s doch so schon kühl ist unter der Erde.

  • 24.09.2012, 17:48 Uhropsat

    Ach immer wieder die Tunika (hat die Story überhaupt mal jemand geprüft?).
    Immer wieder der Wertverlust (wow 98%!)der Papierwährungen ohne die Zinsen überhaupt mal in Erwägung zu ziehen.

    Könnt Ihr nicht mal aufhören das von den Webseiten der Goldhändler und Ihrer Auftragsarbeiten abzuschreiben und hier zu posten?
    Mag ja sein das man, auch diesmal noch, nur mit Gold seine Kaufkraft wird retten können - aber irgendwann ist jede Antwort der Vergangenheit nicht mehr die der Zukunft. Es ist zwar nicht vermehrbar, aber einen Wert erhält es auch erst durch Glauben. Was ist daran nur so schwer zu begreifen.

    Sollte das mit dem Energieaufwand bei der Synthese von schweren Elementen wie Gold doch zu unseren Lebzeiten gelöst werden, können Sie sich aussuchen ob Sie sich die Wände mit bedruckten Papierchen von heute oder Goldriffelblechen beplanken.
    Das ist zwar noch ne Weile hin, so irgendwas zw. 10 und 2000 Jahre vielleicht?

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