Anlagestrategie

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Rezension: Über Geld spricht man!

Emanzipierte Kunden, die sich in Finanz-Communities über Anlagestrategien austauschen – noch bilden sie eine Minderheit. Zwei Bankprofis wollen das ändern, ihr Motto: „Kümmere dich um dein Geld, sonst tun es andere“.

Buch-Cover: „Kümmer Dich um Dein Geld, sonst tun es andere“, erschienen im Finanzbuchverlag.
Buch-Cover: „Kümmer Dich um Dein Geld, sonst tun es andere“, erschienen im Finanzbuchverlag.

DüsseldorfEingeschüchterte Kunden, die ehrergeben an den Lippen eines Beraters hängen und nur darauf warten, dass sie ihren neuesten Anlage- oder Versicherungsvertrag unterschreiben dürfen. Das muss ein Ende haben. Doch diese Veränderung wird kaum von den großen Geldinstituten ausgehen. Es ist der Kunde, der seine Einstellung zum Geld ändern muss.

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Wie das funktionieren kann, beschreiben Matthias Kröner und Stephan Czajkowski in ihrem neuen Buch „Kümmer dich um dein Geld, sonst tun es andere“. Das Buch richtet sich an solche Leser, die sich bei Geldfragen bisher lieber auf einen Bankmitarbeiter verlassen, statt selbst aktiv zu werden, die meinen, Geldanlage sei eine Sache für Spezialisten und sie hätten selbst zu wenig Zeit oder ohnehin zu wenig Geld, um finanziell etwas zu erreichen.

Eines ist den Autoren damit schon mal gelungen: Ihre Zielgruppe ist riesig groß, denn die Deutschen sind dafür bekannt, dass sie ihr Geld lieber auf dem Sparbuch versauern lassen, statt sich an Aktien und Anleihen heranzutrauen.

So legen die Deutschen ihr Geld an

  • Top 7

    Sicherheitsdenken dominiert sehr stark auch die Anlagestrategien männlicher Finanzanleger. 86 Prozent der befragten Männer können sich nicht vorstellen, bei Anlagen für eine höhere Rendite ein höheres Risiko in Kauf zu nehmen. Frauen sind aber offenbar noch sicherheitsorientierter: 96 Prozent von ihnen wollen bei der Geldanlage möglichst kein Risiko eingehen.

  • Top 6

    Trotz des derzeit allgemein niedrigen Zinsniveaus können sich nur neun Prozent der Anleger vorstellen, bei künftigen Finanzanlagen mit einer höheren Risikobereitschaft gegebenenfalls eine höhere Rendite zu erzielen. Mit 91 Prozent legt die Mehrheit der deutschen Sparer einen großen Wert auf Sicherheit.

  • Top 5

    Neben Festgeld und Tagesgeld würden die Verbraucher 2013 auch stärker in Immobilien, Gold und andere Edelmetalle investieren, wenn sie einen größeren Geldbetrag dafür zur Verfügung hätten. Den größten Zuwachs im Vergleich zu 2012 erleben Immobilien. 46 Prozent aller deutschen Anleger würden sich ein Haus oder eine Wohnung anschaffen. Auch die Krisenwährung Gold ist 2013 deutlich beliebter. Knapp 30 Prozent der deutschen Anleger würden sich größere Goldbestände zulegen.

  • Top 4

    Während Frauen tendenziell stärker in Festgeld sowie Tagesgeld investiert sind, meiden sie Aktienanlagen noch in stärkerem Maße als Männer. Bei Fonds sind hingegen nur geringfügige, bei Immobilien, Gold und anderen Edelmetallen sogar überhaupt keine Unterschiede im Anlageverhalten von Männern und Frauen feststellbar.

  • Top 3

    Im Jahr 2012 waren bei den deutschen Anlegern Festgeld und Tagesgeld die beliebtesten Anlageprodukte. Obwohl der Dax in diesem Jahr um rund 30 Prozent zulegte, rangieren börsennotierte Finanzprodukte erst deutlich danach. Gerade einmal jeder fünfte Deutsche investierte sein Geld in Aktien. Darauf folgten Immobilien mit knapp 17 Prozent. Das in der Krise besonders beliebte Anlageobjekt Gold lag mit gerade einmal neun Prozent ebenfalls auf den hinteren Plätzen.

  • Top 2

    Trotz eines weiteren Euro-Krisenjahrs stieg der Dax 2012 auf ein neues Allzeithoch. Knapp die Hälfte (48 Prozent) der deutschen Anleger zeigte sich trotz der guten Kursentwicklung mit der Werteentwicklung ihrer Finanzanlage unzufrieden.

  • Top 1

    Der Anteil der Deutschen, die 2012 einen nennenswerten Geldbetrag angelegt haben, steigt mit zunehmenden Alter erkennbar an. Mit knapp 65 Prozent stellen Deutsche ab 60 Jahren die größte Gruppe der Privatanleger.

Das soll nach der Lektüre des Buches ein Ende haben und vor allem sollen die Leser nicht mehr blind ihren Beratern vertrauen. Die Autoren wollen sie auf Augenhöhe mit den Experten bringen und sie dazu ermuntern, mehr Verantwortung zu übernehmen. Klingt nach viel Arbeit? Nein, 15 Minuten pro Woche sollen schon reichen, um nach und nach zum Geldprofi zu werden.

  • 24.07.2013, 16:50 Uhrmarktbeobachter

    Liebe Verbraucherschützer: "Verkaufs- und Psychotricks der Banker": Warum nimmt man als Überschrift nicht Verkaufs- und Psychotricks der Autoverkäufer-Versicherungsvertreter-Mäbelverkäufer-Zeitungsverkäufer-Kleidungsverkäufer-Floristen-Schuhverkäufer-...... usw. usw.??? Immer nur die "bösen" Banker. Ich kanns langsam nicht mehr lesen oder hören.

  • 24.07.2013, 17:24 Uhrspeculator

    @marktbeobachter Absolut korrekt ihre Kritik.

    Das der "gemeine" Deutsche keine Anlagekultur hat ist wohl Verschulden des Staates. Ein Staat der Kursgewinne mit einer Abgeltungssteuer hoch besteuert fördert die "Sparbuchanlage" und die Lebensversicherung. Glücklicherweise unterliege ich keiner Besteuerung d. Kursgewinne, da im Ausland ansässig. Wofür sollte ein Staat an der Risikobereitschaft seiner Bürger eine Steuer verlangen? Zumal der Staat in Deutschland die ökonomische Ausbildung der Jugend sträflich vernachlässigt. Mir kommt es so vor, als würde der Staat im wirtschaftlichen Know how der Steuerzahler eine Gefahr für den Status quo sehen: teure Fiskalpolitik, den hohen Staatsaufwand und unbezahlbare Beamtenprivilegien.

    Neben meinen Kontokorrentkonto habe ich ein Traderkonto, in dem in der Regel mit 50% der liquiden Mittel gearbeitet wird. In Zeiten niedrigster Verzinsung ein must have. Mit Risiko kann ich umgehen und nur ab und an hedge ich Assets mit einer Putoption. In den letzten Jahre lief es gut allerdings wäre mir etwas mehr Volatilität durchaus recht. Spätestens im September wird es wohl etwas heftiger an den Börsen.

  • 24.07.2013, 17:31 UhrRheingold

    Der Umgang mit Geld muss gelernt werden. Schon in der Kindheit fängt das an. Die Einrichtung eines Schulfaches "Ökonomie" wäre sinnvoll.

    Verkaufs- und Psychotricks, egal von wem, funktionieren deshalb so erfolgreich, weil die meisten Menschen ökonomisch ungebildet sind und es wahrscheinlich auch bleiben sollen.

    Dumme Bürger/innen lassen sich leichter regieren und abzocken.

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