
DÜSSELDORF. Gold-Investments erscheinen vielen Anlegern als das Perpetuum mobile unter den Anlageklassen. Wenn alle anderen Investments einbrechen, soll der rare Rohstoff als reale Anlage sogar noch attraktiver werden. Ebenso bei einer Börsen-Hausse, dann sorge die Nachfrage aus der Industrie für gute Renditen, argumentieren Gold-Befürworter. Eine gute Konjunktur befeuert die Nachfrage nach Gold ebenso wie die Sorge vor dem Abschwung. Egal was auch passieren mag: Gold ist scheinbar nicht nur ein sicherer Hafen, sondern taugt auch für ansprechende Renditen.
"Viele Anleger unterschätzen das Risiko eines Investments in Gold", sagt Marcus Griephan von der Privatbank Donner & Reuschel. So hat etwa die Dubai-Krise die sagenhafte Rally des begehrten Metalls zwischenzeitlich abrupt gestoppt. "Dubai sollte die Anleger zum Nachdenken anregen", sagt Commerzbank-Analyst Eugen Weinberg. "Die Nachfrage aus Dubai und dem Nahen Osten nach Rohstoffen könnte zukünftig nicht mehr so stark ausfallen wie bisher." Darüber hinaus weisen Börsianer darauf hin, dass die aktuelle Kaufnachfrage vor allem zum Aufbau der Lagerbestände diene und nicht hauptsächlich in die Verarbeitung fließe.
Abschlag nach dem Rekordhoch
Der Preis für die Feinunze (31,1 Gramm) des Edelmetalls, das als Krisenwährung eigentlich profitieren sollte, sackte im Zuge der Wirren um Dubai zwischenzeitlich um 50 Dollar ab. Der Markt sei verunsichert, sagte Analyst Walter de Wet von der Standard Bank. Die Frage sei, ob einige Anleger zum Verkauf gezwungen sein könnten, um anderweitige Verluste auszugleichen. Börsianer waren sich allerdings sicher, dass Orders von Schnäppchenjägern sowie die Aussicht auf weitere Käufe von Zentralbanken aus Schwellenländern größere Rückschläge verhinderten. Heute geht der Goldkurs wieder hoch und erzielt mit knapp 1 200 Euro ein neuen Rekorfwert. /p>
Die Dubai-Krise ist aber nur ein kleiner Knick im Gold-Chart der vergangenen Jahre. "Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, wie riskant Gold-Investments sein können", sagt Donner & Reuschel-Banker Griephan. Wer etwa im Jahr 1996 Gold kaufte und ein Jahr später verkaufte, musste einen Verlust von mehr als 21 Prozent hinnehmen. Anleger, die zwischen den Jahren 1991 bis 1999 Gold kauften und in den Jahren 1997 bis 2001 wieder verkauften, machten beim Ausstieg ebenfalls Verlust. Zum Vergleich: Im genannten Zeitraum legte der Dax deutlich zu und erzielte teilweise Renditen von mehr als 30 Prozent.
Langfristige Charts von Gold gleichen einer Berg und Talfahrt. Gold ist durchaus eine volatile Anlageklasse. "In den vergangen 15 Jahren schwankten die Renditen von Plus 31 Prozent bis Minus 21,4 Prozent pro Jahr", sagt Griephan. Das erinnert an Aktienkurse. Zum Vergleich: beim Dax schwankten die Renditen zwischen Plus 47,1 Prozent und Minus 43,9 Prozent. "Anleger sollten bei der Wahl der Anlageklassen beachten, das Gold ein volatiler Wert sein kann", sagt Griephan.
Anleger, die zwischenzeitlich keine hohen Verluste verkraften können, sollten Gold im Depot folglich nicht übergewichten. Da der Goldpreis eng mit dem Dollar korreliert, besteht ein Währungsrisiko für Anleger im Euro-Raum. Konservative Investoren brauchen zusätzlich eine Strategie, die Währungsverluste abfedert. Der Anteil an Dollar-abhängigen Anlageklassen sollte gering sein. Ein Depot sollte etwa nicht nur aus mit US-Aktien, US-Anleihen und Gold bestehen. Einige Gold-Zertifikate bieten eine Währungsabsicherung. Anleger sollten aber die Qualität der Papiere genau analysieren und das Emittentenrisiko beachten.
> Sie aber sollten ihren Lesern zu risikolosen Anlagen raten, etwa zu langlaufenden US-Staatsanleihen.
Aua, die werden doch von Tag uz Tag weniger wert, die USA haben doch den Weg des Gelddruckens eingeschlagen um ihre Schulden abzubauen.
Wer klug ist, trennt sich von allem, was in Dollar zurückgezahlt wird.
Welchem Auftrags-Journalismus ist denn dieser Artikel zu verdanken?
Gold ist riskant, weil es -in Dollar gerechnet- heftig schwankte? Rechnen Sie mal Gold in Euro, dann werden Sie sehen, dass es im wesentlichen der Dollar war, der schwankte.
Gold hat sich -in Euro- von 1991 bis 2001 weniger bewegt (= war weniger riskant) als jede börse.
Wenn interessierte Kreise vor Gold warnen, wird es höchste Zeit, welches zu kaufen - und zwar physisches Gold.
Sie aber sollten ihren Lesern zu risikolosen Anlagen raten, etwa zu langlaufenden US-Staatsanleihen.
in gold we trust
Und wenn der Ausgeber der Goldzertifikate pleite geht kann ich mir damit den Arsch abwischen und das selbe gilt für die tolle Anlage von Griechischen Staatsanleihen! ich halte es wie olle J.W.v.Goethe Gold und Silber hab ich gern und kanns auch gut gebrauchen !!!





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