
DüsseldorfDie deutschen Vermögensverwalter sorgen sich ums Geld. Mehr als die Hälfte richtet sich auf ein turbulentes Börsenjahr ein. Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter 100 unabhängigen Vermögensverwaltern des Datenanbieters FinComm für Handelsblatt-Online.
Danach sagen 55 der Befragten, das Jahr 2012 werde „außerordentlich schwierig“. Sieben sehen sogar „existenzielle Gefahren“. Das Lager der Optimisten ist dagegen überschaubar: Mit Zuversicht gehen lediglich 26 Verwalter ins neue Jahr.
Die Finanzprofis stehen voll und ganz unter dem Eindruck der Schuldenkrise in Europa. Wichtig sei es in diesen Zeit, flexibel zu bleiben, um auf „die sich rasend schnell veränderten politischen Bedingungen“ reagieren zu können, sagt Michael Reuss von Huber, Reuss & Kollegen aus München.
+ 0,17 Prozent
+ 1,33 Prozent
+ 4,81 Prozent
+ 7,32 Prozent
+ 13,18 Prozent
+ 20,19 Prozent
+ 26,53 Prozent
- 34,11 Prozent
- 37,88 Prozent
- 42,43 Prozent
- 44,61 Prozent
- 45,75 Prozent
- 47,39 Prozent
- 71,24 Prozent
Die meisten Vermögensverwalter erwarten zwar nicht, dass der Euro scheitern wird. Nur vier der Befragten sagen, dass die europäische Währung die nächsten fünf Jahre nicht überlebt. Dennoch schlägt sich die aktuelle Krise in der Anlagestrategie nieder. Auf die Frage, in welche Regionen sie investieren, fällt die Antwort klar aus: „Wenn europäische Aktien, dann mit Fokus auf Deutschland“, sagt Jörg Zeuner von der VP Bank. Am besten gefallen dem Experten derzeit aber US-Aktien.

Burton Malkiel, US-Ökonom und Autor
„Und einem Anleger zu sagen, dass er es nie schaffen wird, den Markt zu schlagen, ist ungefähr genauso wirkungsvoll, wie einem sechsjährigem Kind zu erklären, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt.“

Gordon Gekko, Spekulant aus dem Film „Wall Street“, gespielt von Michael Douglas
„Portfoliomanager sind Schafe und Schafe werden geschlachtet.“

Karl Farkas, österreichischer Kabarettist
„Beim Denken ans Vermögen leidet oft das Denkvermögen.“

Benjamin Franklin, Staatsmann und Gründervater der USA
„Wenn Du den Wert des Geldes kennenlernen willst, versuche, dir welches zu borgen.“

Mark Twain, US-amerikanischer Schriftsteller
„Ein Bankier ist ein Kerl, der Ihnen bei schönem Wetter einen Regenschirm leiht und ihn zurückverlangt, sobald es regnet.“

Peer Steinbrück, bis vor kurzem Bundesfinanzminister
„An der Börse sind zwei mal zwei nicht vier, sondern fünf minus eins - und man muss die Nerven haben, dieses minus eins auszuhalten.“

Altkanzler Helmut Schmidt
„Die Aktienbörsen werden im wesentlichen von Psychopathen bevölkert.“

Hermann Josef Abs, Ex-Vorstandssprecher der Deutschen Bank
„Geben Sie mir eine gute Regierung, und wir haben eine gesunde Börse.“

Henry Ford, Industrieller
„Reich wird man nicht durch das, was man verdient, sondern durch das, was man nicht ausgibt.“

John Kenneth Galbraith, US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler und Autor
„Die Börse ist wie ein Paternoster. Es ist ungefährlich, durch den Keller zu fahren. Man muss nur die Nerven behalten.“
Burton Malkiel, US-Ökonom und Autor
„Und einem Anleger zu sagen, dass er es nie schaffen wird, den Markt zu schlagen, ist ungefähr genauso wirkungsvoll, wie einem sechsjährigem Kind zu erklären, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt.“
Damit ist Zeuner nicht allein. Auffällig viele Vermögensverwalter setzen auf die USA. Schon im vergangenen Jahr lief es an den US-Börsen deutlich besser als in Europa. Während der Dax rund 15 Prozent verlor, lag der Dow Jones am Ende des Jahres sogar 4,5 Prozent im Plus. Für Euro-Anleger hätte es sich doppelt gelohnt, an den US-Börsen einzukaufen – einerseits um die Kursgewinnen mitzunehmen, andererseits um die Schwäche des Euros auszugleichen.




