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Wachsende Risiken: Aktienexperten stellen die Rally in Frage

Verkehrte Welt: Während die Konjunktur sich aus dem Schlimmsten befreit, geht den Börsen die Puste aus. Seit März haben die Anleger viel vorweggenommen, jetzt braucht es neue Impulse. Aktienstrategen zweifeln aber daran, dass es die in den nächsten Monaten geben wird. Sie sehen im Gegenteil einige Risikofaktoren für Aktien.

Skeptischer Blick auf die Kurstafel: Die Aufwärtsbewegung seit März ist ins Stocken geraten. Quelle: Reuters
Skeptischer Blick auf die Kurstafel: Die Aufwärtsbewegung seit März ist ins Stocken geraten. Quelle: Reuters

DÜSSELDORF. Die schwerste Rezession seit dem Weltkrieg könnte schon bald hinter uns liegen. Unter Experten wächst der Optimismus, dass sich die globale Konjunktur 2010 aus dem Tief zumindest befreien wird. Eine konjunkturelle "W"-Formation, also ein erneutes Abtauchen in die Rezession nach einer zwischenzeitlichen Erholung, halten immer weniger Volkswirte für wahrscheinlich. Bundesbankpräsident Axel Weber hat ein solches Szenario jüngst sogar öffentlich ausgeschlossen.

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Genau umgekehrt ist die Situation aktuell an den Börsen. Hier haben die Anleger die Erholung bereits seit März gespielt. Den Deutschen Aktienindex (Dax) hat das um rund 50 Prozent nach oben getrieben. Inzwischen droht die Stimmung aber zu kippen. Seit seinem Jahreshoch Mitte Oktober hat der Dax mehr als 500 Punkte eingebüßt. Und die Zahl der Skeptiker, die an einer schnelle Wiederaufnahme des Aufwärtstrends zweifeln, wächst.

"Das Beste an den Aktienmärkten haben wir wahrscheinlich hinter uns", sagt Matthias Jörss, Aktienstratege beim Bankhaus Sal. Oppenheim. "Wir prognostizieren keinen brutalen Kurssturz, dafür fehlen die Anlagealternativen. Aber auf Sicht bis zum Jahresende sehen wir eher Kursrückgänge als einen nachhaltigen Anstieg." Nur etwas optimistischer gibt sich Thorsten Weinelt, Leiter des Researchs und Chefstratege von Unicredit: "Wir gehen im Dax noch über die Marke von 6 000 Punkten, dieser Anstieg wird dann aber im laufenden Zyklus der letzte sein", sagt er. Mit dem Überschreiten der Marke rechnet er im Frühjahr 2010. "Im Anschluss daran wird es zu einer mehrmonatigen Korrekturphase kommen, in der zweistellige Kursabschläge zu erwarten sind."

Dass sich die Situation an der Börse zugespitzt hat, zeigt das Börsenecho auf die Unternehmensergebnisse in der aktuellen Berichtsaison. Gute Zahlen werden von den Anlegern nur selten gewürdigt, auf der anderen Seite werden Konzerne schon bei kleinen Enttäuschungen mit scharfen Kursabschlägen abgestraft.

Nach Meinung von Jörss wird sich dieser Trend fortsetzen: "Für die Unternehmen wird es deutlich schwerer, positiv zu überraschen." Zumal die Erwartungen an die Firmengewinne hoch sind: "40 Prozent Gewinnwachstum im nächsten Jahr sind mit meinem Weltbild nicht vereinbar", sagt Jörss. Er sieht für die Märkte zahlreiche Risikofaktoren, allen voran am Arbeitsmarkt: "Je länger die Zeit mit extrem hoher Arbeitslosigkeit in den USA anhält, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit rückläufiger Stundenlöhne. Und wenn sich das bewahrheitet, werden wir die Jahresendrally dieses Jahr bei Renten und nicht bei Aktien sehen."

  • 08.11.2009, 15:50 UhrAnonymer Benutzer: 18-formatic


    (Anal)-ysten.

    Diese berufsbezeichnung sollte man näher betrachtet und die bedeutung dessen in den bereich gelten was in der Richtung im Klammer steht.
    Es ist meisten so dass dieser berufszweig die dessen Wirtschaft nicht braucht. Sie tun nämlich immer das was in dem realen Markt passiert nämlich künstlich Aktienbewegungen provozieren. Das ist der springende Punkt was eigentlich Aktien in den schwierigen Zeiten wie jetzt aber auch auf normalen Level des börsengeschehens passiert.
    Wie oft wird behauptet das irgendeine Aktie beflügelt weil ein ANAL-lyst das behauptet was mit der normalen Wirtschaft gar nicht im Einklang steht und wiedersteht. Man muss nämlich solche Miesmacher oder auch Künstler (Kunstdünger für börse) entsorgen lassen.

    (Achtung Sondermüll)

    Mfg

  • 06.11.2009, 12:25 UhrAnonymer Benutzer: Reiner Tiroch

    Da wird kräftig nach oben gelobt und gepuscht, damit die Großen rausgehen können, und dann macht es bum. Alle erwarten es, aber alle sind dann furchtbar überrascht.

  • 06.11.2009, 11:48 UhrAnonymer Benutzer: BackermeisterBullerjahn

    Gäbe es nicht unterschiedliche Einschätzungen der Aktien, gäbe es auch keine börsengewinne und Verluste. Was soll dieser Hinweis, daß "Experten" eine börsenentwicklung in Frage stellen?

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