Anlagestrategie

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Zum Verlieren verdammt: Fußballaktien taugen nicht als Geldanlage

Vor dem anstehenden Börsengang von Manchester United an der New Yorker Wall Street sind Experten skeptisch ob des Erfolgs der Aktie. Aus gutem Grund: Papiere von Fußballklubs sind eher Liebhaberobjekte als Geldanlage.

Erfolgreicher auf dem Platz als an der Börse: Fußballclub Manchester United (Bild: Wayne Rooney). Quelle: Reuters
Erfolgreicher auf dem Platz als an der Börse: Fußballclub Manchester United (Bild: Wayne Rooney). Quelle: Reuters

BerlinAngesichts der angekündigten Rückkehr des englischen Traditionsfußballklubs Manchester United an die Börse warnen Anlageberater und Verbraucherschützer vor überzogenen Erwartungen an die Aktien von Fußballclubs. „Für Anleger sind solche Titel generell eher Liebhaberobjekte“, sagte Thomas Fuggenthaler, Unternehmensberater und Experte für Sportökonomie bei Ernst & Young, der Nachrichtenagentur dapd.

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Im Prinzip seien „solche Aktien aus Verbrauchersicht eher kritisch zu sehen“, warnt auch Thomas Mai, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Bremen. Die Papiere von Fußballklubs betrachtet er eher als „Liebhaberei“ als eine nennenswerte Wertanlage. Sein Tipp: Wenn überhaupt, so sollten Privatanleger sie seiner Ansicht nach höchstens „sehr sparsam einstreuen“ ins Depot. „Spielgeld“ lautet das Urteil des Experten in einem Wort. Rein renditeorientierten Anlegern, da sind sich fast alle Anlageberater und Analysten einig, sei daher dringend abzuraten, solche Aktien zu zeichnen.

Börsengang Manchester United will an die Wall Street

Der englische Fußballclub hat einen neuen Handelsplatz für den Börsengang ausgesucht.

Börsengang: Manchester United stürmt an die Wall Street

Für die Vereine seien Börsengänge hingegen „ein probates Mittel, um kurzfristig an zusätzliche Finanzmittel zu kommen“, betont Ernst&Young-Experte Fuggenthaler. Das scheint auch der US-amerikanische Milliardär und Großinvestor Malcolm Glazer so zu sehen, der 2005 mit einigen Familienangehörigen die Mehrheit bei Manchester United übernahm und den Verein von der Börse nahm. Mit dem erneuten Börsengang will der britische Rekordmeister laut dem am Dienstagabend (Ortszeit) in New York vorgelegten Börsenprospekt etwa 100 Millionen Dollar (rund 80 Millionen Euro) einsammeln.

Geld, das der chronisch klamme Klub dringend gebrauchen kann: Vor Beginn der neuen Saison steht der sportlich zuletzt nicht sonderlich erfolgsverwöhnte 19-malige britische Meister laut Medienberichten mit über 500 Millionen Euro in der Kreide. Allerdings ist der Gesamtwert des Klubs vom US-amerikanischen Magazin „Forbes“ unlängst auf 2,24 Milliarden Dollar taxiert worden. Sofort verfügbare Barmittel dürften angesichts entgangener Fernsehmillionen nach dem frühen Champions-League-Aus bei ManU dennoch sehr willkommen sein.

Forbes-Ranking Die wertvollsten Fußballvereine Europas

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Was für den Lieblingsklub gut ist, muss für den fußballbegeisterten Kleinanleger aber nicht billig sein, sondern kann richtig ins Geld gehen. Das haben in Deutschland die Aktionäre von Borussia Dortmund zu spüren bekommen, der als bisher einziger deutscher Profiklub den Gang an die Börse gewagt hat. Nach dem von viel Euphorie und Marketing-Tamtam begleiteten Börsengang des amtierenden Deutschen Meisters im Oktober 2000, ging die Begeisterung für das BVB-Papier fast so schnell in den Keller wie der Kurs des Papiers. Heute ist die Borussia-Aktie trotz der jüngsten sportlichen Erfolge der Schwarz-Gelben mit einem Wert von aktuell 2,42 Euro immer noch meilenweit vom ursprünglichen Ausgabepreis von elf Euro entfernt.

  • 07.07.2012, 20:26 UhrMountain_Ted

    Ich finde das Klasse! Es gibt kaum ein anderes IPO das mit so grosser Wahrscheinlichkeit nachher baden geht.

    Eine wunderbare Gelegenheit, da short zu gehen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit kann man sich da ein paar tausend Dollar schnell nebenher verdienen.

  • 07.07.2012, 17:55 Uhrnonprofit

    ...und sie werden auch nie taugen. Welcher dieser Pseudo-Mangager ist denn an Dividendenmaximierung interessiert, geschweige hat dieses in seinen Zielen verankert? Lieber hauen die die Kohle für überteuerte Verzweiflungskäufe raus, bevor sie Geld zurückgeben.
    Wer da investiert ist selbst schuld.

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