
FrankfurtÄlter ist er geworden, zweifellos, der Larry Hagman alias J. R. Ewing aus der Kultserie „Dallas“. Aber der Cowboyhut sitzt, und das fiese Lachen klingt wie früher. Die allgegenwärtige Fernsehwerbung des deutschen Solarunternehmens Solarworld, in der er jetzt wieder zu sehen ist, zeigt vor allem eines: Das Geschäft mit der Sonne und dem Strom, der daraus erzeugt wird, ist längst kein Nischenprodukt mehr. Den Anlegern verspricht Hagman ein zukunftsträchtiges Investment, Rendite und ein gutes Gewissen.
„Nach Fukushima wird hier wegen der hohen Nachfrage im Moment vieles an Produkten aufgelegt. Das heißt aber nicht, dass das alles funktioniert“, sagt Johannes Hirsch, Vorstand des Hamburger Vermögensverwalters Antea. Die Auswahl reicht über offene und geschlossene Fonds, Aktien, Anleihen und Genussrechte, einer Solaranlage auf dem Dach bis hin zur Altersvorsorge.
In die Energie der Sonne zu investieren, ist nur etwas für Anleger, die auch Risiken aushalten können. Aktien aus keiner anderen Branche haben im Verlauf des vergangenen Jahrzehnts so stark geschwankt wie Solarwerte. Das dürfte sich auch in den nächsten zehn Jahren nicht ändern.
Noch immer hängt die Branche am Tropf der staatlichen Förderung. Zwar sinken die Preise für Solarmodule und den Bau der Anlagen von Jahr zu Jahr. Das nutzen jedoch vor allem die Länder aus, um die Förderung allmählich zurückzufahren. Spanien ist hier ein Paradebeispiel. Auch in Deutschland sollte die Förderung zum 1. Juli weiter sinken. Davon nimmt die Bundesregierung aber Abstand, weil in den vergangenen Monaten nicht so viele Solaranlagen installiert worden sind wie erwartet. Die nächste Absenkung des garantierten Strompreises steht aber zum Jahreswechsel an.
Wer in einen Solarpark investieren will, trifft häufig auch Neulinge in der Branche, die gerade erst in diesen stark wachsenden Markt eingestiegen sind. Erfahrung und eine neutrale Beratung sind bei diesem Thema jedoch unerlässlich. Vor allem sollte nur in Solarparks investiert werden, die schon ein bis zwei Jahre fehlerfrei laufen und so bewiesen haben, dass sie überhaupt in der Lage sind, Erträge zu erwirtschaften.
Häufig werden als Solarinvestitionen Genussscheine angeboten, eine Mischung von Unternehmensbeteiligung und -anleihe. Diese Wertpapiere sind für Anleger im Nachhinein oftmals alles andere als ein Genuss. Kommt es zu Zahlungsschwierigkeiten des Anbieters, werden sie erst nachrangig, das heißt nach vielen anderen bedient. Sogar der Totalverlust ist möglich.
Besonders häufig werden derzeit geschlossene Fonds angeboten, die sich an Solarparks beteiligen – vergleichbar mit ähnlichen Anlagekonzepten für Anteile an Immobilien und Schiffen. Doch das Thema Solarenergie gewinnt in diesem Segment an Bedeutung. Die Komplexität ist zudem geringer: „Von Windkraft und Biomasse muss man etwas verstehen, wenn man einen geschlossenen Fonds auflegt. Das ist bei der Photovoltaik deutlich einfacher“, sagt Jörg-Henning Franz, Vorstand des Berliner Vermögensverwalters Umweltfinanz.
Zugute kommt der Branche, dass die Preise für den Bau dieser Parks in den vergangenen Jahren um rund ein Drittel gefallen sind. Geht dieser Trend so weiter, dann könnte die Branche in drei bis vier Jahren auch ohne Förderung zu marktgerechten Preisen produzieren. Genau hier liegt momentan noch das Problem: Nach wie vor hängt die Branche am Tropf des Staates. Zwar sind die Förderungen über die Jahre deutlich gekappt worden – zum 1. Januar steht die nächste Kürzung in Deutschland an –, doch noch immer sind staatliche Förderungen Voraussetzung dafür, dass mit der Energie aus der Sonne Gewinne erzielt werden können.
Anleger, die sich für die Beteiligung an einem geschlossenen Fonds interessieren, sollten folgende Punkte beachten: Weniger entscheidend als der Name des Solarparkbetreibers sind die Erfahrungen des Emissionshauses und des Projektierers, der den Park plant und baut.
Wer auch nur einen Euro in einen Solarfond steckt, sollte sich darüber klar werden, daß er in ein parasitäres Geschäftsmodell investiert. "Strom" aus Solaranlagen ist energiewirtschaftlich unbrauchbar, er steht nur gelegentlich zur Verfügung, belastet dann die Netze und ist in in allen Aspekten skandalös teuer. Der einzige Grund ist der, daß die Politik aus rein ideologischen Gründen Subventionen bezahlt. Diese Subventionen könnten gestrichen werden, von heute auf morgen, und dann wäre es mit dem Einspeiseparadies auf Kosten der Allgemeinheit vorbei.
Die Aktien haben nicht nur geschwankt - sie kannten auch nur EINE Richtung: Sueden!!!
Schauen Sie sich doch mal die Aktienkurse der Solarbuden ueber die letzten 5 Jahre an. So sieht keine Altersvorsorge aus. Da koennten sie besser in griechische Olivenhaine investieren.





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