Anlegerakademie

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Lehre oder Studium: So ist die Ausbildung des Nachwuchses gut finanziert

Das Elterndasein bedeutet, auch die Lehr- oder Studienjahre der Kinder zu finanzieren. Das kann schnell einen fünfstelligen Betrag kosten. Neben der Finanzierung gehört auch ein Versicherungs-Check zum Ausbildungsbeginn.

Eine Studentin beim Lernen: Eltern zahlen für die Ausbildung eines Kindes nicht selten einen fünfstelligen Euro-Betrag Quelle: dpa
Eine Studentin beim Lernen: Eltern zahlen für die Ausbildung eines Kindes nicht selten einen fünfstelligen Euro-Betrag Quelle: dpa

FrankfurtElterliche Fürsorge währt Jahrzehnte, vermutlich oft ein Leben lang. Zur finanziellen Obhut verpflichtet sind die Eltern bis zum Ende der ersten Ausbildung des Kindes. Das kann sich bei hoher Schuldbildung hinziehen, bis der Nachwuchs weit über 20 Jahre alt ist. Bei einem Abiturienten gehört außer einer Lehre auch ein darauf aufbauendes Studium zur ersten Ausbildung. Allein das kostet in der Regel einen fünfstelligen Betrag. Experten raten, dafür Kapital einzuplanen, besser noch, es vorher anzusparen. Wichtig ist außerdem, den Versicherungsschutz von Auszubildenden und Studenten zu überprüfen.

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Jedes Kind hat einen Anspruch auf eine angemessene Ausbildung. So steht es im Bürgerlichen Gesetzbuch, das die privaten Beziehungen der Menschen untereinander im Land regelt. Dazu gehören die Ansprüche der Kinder gegenüber ihren Eltern auf Unterhalt während einer Ausbildung. Wenn aber eine Ausbildung abgeschlossen ist, die der Begabung und Fähigkeit des Kindes entspricht, endet die Pflicht der Eltern – auch wenn das Kind noch keinen Job gefunden hat.

Fallstricke: Nicht jeder Schutz ist empfehlenswert

  • Altersvorsorge

    Zwar heißt es stets, je früher man anfängt, desto größer sind die Chancen ,möglichst viel Kapital anzusparen. Doch bevor der junge Mensch seinen ersten festen Job angetreten hat, sollte er von Verträgen mit jahrzehntelanger Bindung die Finger lassen.

  • Hausratversicherung

    Nur wer echte Werte in seiner Studentenbude stehen hat, sollte seinen Hausrat absichern. Das möblierte Zimmer oder die Bleibe im Studentenwohnheim ist in der Regel über die Police der Eltern abgedeckt, eine eigene Wohnung aber nicht.

  • Krankenversicherung

    Wer sich als Student privat krankenversichert, muss wissen, dass er – wenn er nach dem Studium selbstständig arbeitet – nicht mehr in die gesetzliche Krankenversicherung zurückkehren kann. Die Wahl zwischen gesetzlicher und privater Krankenkasse kann sich ein zuvor privat versicherter Student mit einer Anwartschaft erhalten. Gegen eine Gebühr ermöglicht diese die Rückkehr in die private Versicherung zu alten Konditionen ohne Gesundheitsprüfung.

  • Handyversicherung

    Als überflüssig gelten unter Experten solche Extra-Versicherungen. Sie schmälern das knappe Budget, ohne Nutzen zu stiften: Sinnvolle Versicherungen schützen vor finanziellen Belastungen, die existentgefährdend oder zumindest nicht ohne weiteres zu stemmen sind. Die Kosten eines Ersatzhandys gehören nicht dazu.

Die Höhe des Unterhalts während der Ausbildung gehört sicherlich zu den vieldiskutierten Themen in der Familie. Als Richtschnur dafür könnte die sogenannte Düsseldorfer Tabelle gelten, für die unter anderem Oberlandesgerichte einen Mindestunterhalt für Kinder verschiedenen Alters berechnen. Demnach braucht ein volljähriges Kind in Ausbildung, das nicht mehr bei seinen Eltern wohnt, mindestens 670 Euro im Monat. Verdient der Auszubildende regelmäßig Geld oder besitzt größeres Vermögen, sollte dies berücksichtigt werden. Die Richter setzen beispielsweise 280 Euro im Monat für eine Unterkunft an, nicht eingerechnet werden Beiträge für Versicherungen oder Studiengebühren. Unterm Strich kann die Belastung aber, auch abhängig vom Ort der Ausbildung, deutlich teurer werden. „1000 Euro im Monat sind schnell erreicht“, sagt Ralf Nomrowski, unabhängiger Finanzberater.

Der Staat unterstützt die Ausbildung der Kinder über das Kindergeld, Freibeträge sowie über Zuschuss und zinsloses Darlehen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (Bafög). Das Kindergeld von 184 Euro im Monat bekommen Eltern für ein Kind in Ausbildung bis zum 25. Lebensjahr. Für geleistete soziale Dienste oder Wehrdienst verlängert sich die Zahlung. Voraussetzung ist, dass das Einkommen des Kindes niedriger als 8004 Euro im Jahr ist. Seit diesem Jahr müssen Eltern dies nicht mehr nachweisen. Die Finanzämter gleichen über die Einkommensteuererklärung das Kindergeld mit dem Kinderfreibetrag von 7008 Euro pro Kind ab und erlassen gegebenenfalls die Einkommensteuer.

  • 09.01.2012, 17:02 Uhrtrottellumme

    also 1000 EUR im
    monat ist fuer studienstaedte wie HD zu wenig. Da muessten mindestens 1500 angesetzt werden

  • 09.01.2012, 17:26 Uhrihr

    Da wittern die Hyänen aus der Versicherungs- und Bankenbranche schon wieder fette Geschäfte. Deshalb unterstützen sie und ihre Politiker auch so vehement die Studiengebühren. Damit begeben sich die Studenten gleich in Abhängigkeit von der Bank. Und mit deutschen Gehältern kommen sie da nicht so schnell wieder raus.

    In anderen Ländern ist Ausbildung kostenlos, die haben dann auch keinen Fachkräftemangel!!

    Falls mal wieder über die vielen Studienabbrecher gejammert wird, von denen die nebenbei jobben müssen, sind viele dabei.

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