HB FRANKFURT. Der von Investoren geforderte Risikoaufschlag für spanische Anleihen ist am Mittwoch auf den höchsten Stand seit Einführung des Euros gestiegen. Der Spread zehnjähriger spanischer Bonds zu Bundeanleihen gleicher Laufzeit stieg bei einer Rendite von 4,85 Proent um elf auf 218 Basispunkte.
An den Märkten wird seit über einer Woche darüber spekuliert, ob Spanien womöglich Hilfen aus dem vereinbarten Rettungspaket anfragen wird. Das südeuropäische Land selber hat entsprechende Absichten dementiert. Auch die EU-Kommission wies einen Medienbericht zurück, wonach sie zusammen mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und den USA einen Notfallplan für Spanien vorbereite.
"Auch wenn die Politiker die Presseberichte dementieren, fragen sich Investoren dennoch, wie man mit dem spanischen Schuldenproblem umgehen wird und wie es um die Bonität des Landes bestellt ist", sagte ein Rentenhändler in London.
Auch die Risikoaufschläge für Anleihen anderer europäischer Peripherie-Staaten zogen weiter an. Zehnjährige portugiesische portugiesische rentierten 17 Basispunkte höher bei 5,58 Prozent, die Rendite italienischer Anleihen zog um zwei Basispunkte auf 4,04 Prozent an und die griechischer Papiere um zehn Basispunkte auf 9,17 Prozent. Zehnjährige Bundesanleihen rentierten am Vormittag unverändert mit 2,66 Prozent.
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