Diskussion: Kommentare zu: Zinsen für Spanien deutlich gefallen

Oliver Stock, Chefredakteur Online

Liebe Leserinnen und Leser,

Wir freuen uns auf Ihren Kommentar. Gerne kritisch. Gerne auf den Punkt - von mir aus kurz und schmerzhaft. Auch Lob würden wir annehmen. Am meisten freuen wir uns, wenn Sie zu Ihrer Meinung mit Ihrem wirklichen Namen stehen. Wir möchten wissen, mit wem wir diskutieren, und Sie möchten wahrscheinlich auch wissen, mit wem Sie sich auseinandersetzen. Wir glauben, dass es zu einem fairen Umgang miteinander im Netz gehört, sich offen gegenüberzutreten. Dafür steht die Handelsblatt-Online-Redaktion. Dafür stehe ich.

Ihr
Oliver Stock
Chefredakteur Handelsblatt Online

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  • 27.01.2012, 12:37 UhrAnonymer Benutzer: AES

    Dass das HB nicht immer auf den Hintergrund hinweist. Wenn die Geldschleusen geöffnet wurden von der EZB, dann ist das kein Wunder. Aber welche Auswirkungen das auf die deutschen Ersparnisse haben wird, wird unterschlagen. Alles Kosten dieses vermaledeiten "politischen Projekts" EURO.
    Aber die Sonne wird es an den Tag bringen. Wenn die Deutschen kapieren, was Kohl und Waigel ihnen da eingebrockt hat, mit dem Vordenker Schmidt, dem Gaskanzler Schröder mit seinem unfähigen Finanzminister Eichel... dann wird's sicherlich ungemütlich. Ich freu mich sehr drauf!

    • 28.01.2012, 06:57 UhrAnonymer Benutzer: Machiavelli

      Die enorme Gewinne die vor allem deutsche Konzerne im Euroraum realisiert haben, sind, wegen des starken Euro, zum größten Teil ins Nichteuroausland reinvestiert worden. Es wurden und werden Fabriken in der ganzen Welt gebaut oder gekauft mit Gewinne die im Euroraum realisiert wurden.
      Wir erleben, über den permanenten deutscher Leistungsbilanzüberschuss, eine legale Kapitalflucht vom Euroraum ins Nichteuroausland. Dies überwiegend zum Nachteil der kleineren und schwächeren Euro-Wirtschaften.
      Fast 50% Jugendarbeitslosigkeit in Spanien und Portugal, 30% in Italien, von Griechenland ganz zu schweigen. Diese Länder werden ausgesaugt und leben nur noch von der Substanz.
      Die Verträge müssen schnell so geändert werden dass dies verhindert wird. Die heutige Verträge sind nur für Großkonzerne von Vorteil, für die EU und die Währungsunion sicherlich nicht.
      Das müssen wir, Europäer aller Couleurs und aller Ländern, unbedingt durchsetzen, nur so kann das gerettet werden was noch zu retten ist. Das Sagen in der EU hat z.Z. das Kapital.

    • 28.01.2012, 10:54 UhrAnonymer Benutzer: DEUFRA2011

      Hören Sie doch mal diesen Unsinn mit "Deutschland saugt die armen Länder des Südens aus". Es ist doch nicht unsere Schuld wenn da die Löhne ins Nirwana angehoben wurden, wenn die ihre Steuern nicht eintreiben, wenn das ganze Geld was sie über Europa bekommen über Korruption wieder außer Landes geht. Die Länder, insbesondere Italien, Frankreich und auch Spanien sind reich, nur die Staaten sind pleite weil sie von ihrer eigenen Oberschicht ausgesaugt werden. Die lachen doch über die komischen Deutschen welche ihre eigene Infrastruktur vernachlässigen und dafür in Spanien und Portugal tausende Kilometer gratis Autobahnen bauen deren Mauterlöse dann wieder in private Taschen fliessen. Die Länder werden von ihrer eigenen Oberschicht ausgesaugt, nicht von uns.

    • 28.01.2012, 11:47 UhrAnonymer Benutzer: Politinteresse

      Also 'tschuldigung, ich höre mir ja gerne gut durchdachte Gegenargumente an, aber das ist unlogisch bis lächerlich und soll wohl eher dumme linksgutmenschliche Resentiments bedienen. Sie konstruieren ein ganz eigenartiges Wirtschaftsbild, dass es eine bestimmte nationale Geldsumme X gibt (gleich einem Währungsschatz), den deutsche Konzerne sich aus den unschuldigen und dummnaiven Piigs-Staaten erschwindelt oder ergaunert haben und dann noch böser in die aufstrebenden Wirtschaften investiert haben. Ist so Ihr Weltbild bzw. Bild von der Funktionsweise der Wirtschaft? Hört sich eher nach einer Mischung aus Verständnis für ein beschränktes Wirtschaftscomputerspiel und merkantilistischer Ideologie an (letzteres hat wenigstens noch historiographischen Wert). Die Tatsache ist: man hat in den Piigs-Ländern auf Teufel komm raus konsumiert und das auf Kredit (ich war öfters länger da, es war eine lange Party). Den Politikern war nur ihr kurzfristiges Einkommen wichtig, nicht das langfristige Wohl der Menschen. Und nun ist der Teufel raus. Ganz klarer Fall von unverantwortlicher Haushaltsführung. Da muss man keine Kapital-Entführungsstory malen.

      Schade, dass ausgerechnet in linken Kreisen dieses intellektuelle Niveau der Auseinandersetzung mit Wirtschaft dominiert und sich über die implizierte Moralkeule natürlich auch wider besseren Wissens bei Gutemenschen verbreitet. Gutmenschen wollen ja auch auf Teufel komm raus auf der moralisch vom Zeitgeist angesagten Seite sein - Moralopportunisten halt... koste es was wolle - und wenn es unsere Wirtschaft von morgen ist - heute als moralischerer Mensch dagestanden ist mehr wert.

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