In der Kasse vieler Staaten herrscht Ebbe, die Schulden türmen sich dafür umso höher. Wie schlecht es um die Finanzen bestellt ist, lässt sich auch an den Risikoprämien für Schuldner ablesen. Diese sogenannten Credit Default Swaps (CDS) zeigen an, welche "Versicherungsprämie" Investoren zahlen müssen, um sich vor Zahlungsausfällen zu schützen.
Beispiel: Liegt die Risikoprämie bei fünf Prozent, bedeutet dies, dass Käufer von Staatsanleihen pro Jahr fünf Prozent der Summe zahlen müssen, die sie versichern wollen. Die Risikoprämien werden üblicherweise in Basispunkten angegeben, fünf Prozent entsprechen 500 Basispunkten. Je mehr Investoren einen Versicherungsschutz haben wollen, umso teurer werden die CDS-Prämien.
Eine hohe Risikoprämie heißt zwar noch nicht, dass ein Staat unmittelbar vor der Insolvenz steht. Prinzipiell gilt aber: Je höher die Prämie, desto größer das Risiko, dass ein Staat seine Gläubiger nicht mehr auszahlen kann.
Auch das Urteil der Rating-Agenturen wie z.B. S&P, Moody's oder Fitch kann einen Hinweis darauf geben, wie es um die Bonität einzelner Staaten bestellt ist. Das Rating AAA (englisch: triple A) steht dabei für höchste Bonität, C für eine sehr schlechte.
Auf den folgenden Seiten zeigen wir Ihnen, welche Staaten besonders gefährdet sind und wie es um die großen Industrienationen bestellt ist. (Stand: 27.07.12 / 11:30 Uhr)