Anleihen

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Bill Gross empfiehlt: Liebe Anleger, kauft Spanien-Anleihen!

Das Wort Bill Gross' hat Gewicht. Der Bond-König aus Kalifornien hat sich zuletzt häufiger mit Anlageempfehlungen vorgewagt. Seine neueste gilt Anleihen aus den hochverschuldeten Staaten in Südeuropa. Aber nicht nur.

Bond-König Gross: Inflations-Anleihen aus den USA. Quelle: Bloomberg
Bond-König Gross: Inflations-Anleihen aus den USA. Quelle: Bloomberg

New YorkBill Gross, der Verwalter des weltgrößten Anleihefonds bei Pacific Investment Management (Pimco), hat am Wochenende Investoren zum Kauf von spanischen und italienischen Staatsanleihen in Europa geraten. In einer Twitter-Mitteilung schrieb er: “Kauft Spanien und Italien in der EU”. Zudem empfahl er inflationsgeschützte Staatsanleihen aus den USA. Mit Blick auf Reflation seien diese Papiere zu bevorzugen.
Mario Draghi, der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), hatte im vergangenen Monat einen Plan zum Aufkauf von Bonds aus angeschlagenen Euro-Länder vorgestellt. Der Schritt soll helfe, den Euro vor dem Zusammenbruch zu bewahren.

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Im Vorfeld des europäischen Finanzministertreffens in Luxemburg gaben italienische und spanische Anleihen allerdings nach. Die Rendite zehnjähriger italienischer Bonds legte zwei Basispunkte zu auf 5,05 Prozent zu, vergleichbare spanische Bonds rentierten mit 5,68 Prozent drei Basispunkte höher.

Staatspleiten sind die Regel

  • Argentinien

    Jahr der Unabhängigkeit: 1816

    Anteil der Jahre in Umschuldung oder Staatsbankrott seit Unabhängigkeit* 1800: 32,5 Prozent

    Zahl der Umschuldungen oder Staatsbankrotte: 7

    *Die Berechnungen der Länder, die vor 1800 unabhängig wurden, sind von 1800-2006.

    Quellen: Berechnungen von Flossbach und Vorndran (2012), sowie Standard & Poor's, Purcell und Kaufmann (1991), Reinhart, Rogoff und Savastano (2003) und darin zitierte Quellen.

  • Australien

    Jahr der Unabhängigkeit: 1901

    Anteil der Jahre in Umschuldung oder Staatsbankrott seit Unabhängigkeit 1800: 0,0 Prozent

    Zahl der Umschuldungen oder Staatsbankrotte: keine

  • Brasilien

    Jahr der Unabhängigkeit: 1822

    Anteil der Jahre in Umschuldung oder Staatsbankrott seit Unabhängigkeit 1800: 25,2 Prozent

    Zahl der Umschuldungen oder Staatsbankrotte: 9

  • Deutschland

    Jahr der Unabhängigkeit: 1618

    Anteil der Jahre in Umschuldung oder Staatsbankrott seit Unabhängigkeit 1800: 13 Prozent

    Zahl der Umschuldungen oder Staatsbankrotte: 8

  • Finnland

    Jahr der Unabhängigkeit: 1917

    Anteil der Jahre in Umschuldung oder Staatsbankrott seit Unabhängigkeit 1800: 0,0 Prozent

    Zahl der Umschuldungen oder Staatsbankrotte: keine

  • Frankreich

    Jahr der Unabhängigkeit: 943

    Anteil der Jahre in Umschuldung oder Staatsbankrott seit 1800: 0,0 Prozent

    Zahl der Umschuldungen oder Staatsbankrotte: 8

  • Griechenland

    Jahr der Unabhängigkeit: 1829

    Anteil der Jahre in Umschuldung oder Staatsbankrott seit 1800: 50,6 Prozent

    Zahl der Umschuldungen oder Staatsbankrotte: 5

  • Großbritannien

    Jahr der Unabhängigkeit: 1066

    Anteil der Jahre in Umschuldung oder Staatsbankrott seit Unabhängigkeit 1800: 0,0 Prozent

    Zahl der Umschuldungen oder Staatsbankrotte: keine

  • Italien

    Jahr der Unabhängigkeit: 1569

    Anteil der Jahre in Umschuldung oder Staatsbankrott seit Unabhängigkeit 1800: 3,4 Prozent

    Zahl der Umschuldungen oder Staatsbankrotte: 1

  • Kolumbien

    Jahr der Unabhängigkeit: 1819

    Anteil der Jahre in Umschuldung oder Staatsbankrott seit Unabhängigkeit 1800: 36,2 Prozent

    Zahl der Umschuldungen oder Staatsbankrotte: 7

  • Mexiko

    Jahr der Unabhängigkeit: 1821

    Anteil der Jahre in Umschuldung oder Staatsbankrott seit Unabhängigkeit 1800: 44,6 Prozent

    Zahl der Umschuldungen oder Staatsbankrotte: 8

  • Niederlande

    Jahr der Unabhängigkeit: 1581

    Anteil der Jahre in Umschuldung oder Staatsbankrott seit Unabhängigkeit 1800: 6,3 Prozent

    Zahl der Umschuldungen oder Staatsbankrotte: 1

  • Norwegen

    Jahr der Unabhängigkeit: 1581

    Anteil der Jahre in Umschuldung oder Staatsbankrott seit Unabhängigkeit 1800: 0,0 Prozent

    Zahl der Umschuldungen oder Staatsbankrotte: keine

  • Österreich

    Jahr der Unabhängigkeit: 1282

    Anteil der Jahre in Umschuldung oder Staatsbankrott seit Unabhängigkeit 1800: 17,4 Prozent

    Zahl der Umschuldungen oder Staatsbankrotte: 7

  • Portugal

    Jahr der Unabhängigkeit: 1139

    Anteil der Jahre in Umschuldung oder Staatsbankrott seit 1800: 10,6 Prozent

    Zahl der Umschuldungen oder Staatsbankrotte: 3

  • Russland

    Jahr der Unabhängigkeit: 1457

    Anteil der Jahre in Umschuldung oder Staatsbankrott seit Unabhängigkeit 1800: 39,1 Prozent

    Zahl der Umschuldungen oder Staatsbankrotte: 5

  • Schweden

    Jahr der Unabhängigkeit: 1523

    Anteil der Jahre in Umschuldung oder Staatsbankrott seit Unabhängigkeit 1800: 0,0 Prozent

    Zahl der Umschuldungen oder Staatsbankrotte: keine

  • Spanien

    Jahr der Unabhängigkeit: 1476

    Anteil der Jahre in Umschuldung oder Staatsbankrott seit Unabhängigkeit 1800: 23,7 Prozent

    Zahl der Umschuldungen oder Staatsbankrotte: 13

  • Türkei

    Jahr der Unabhängigkeit: 1453

    Anteil der Jahre in Umschuldung oder Staatsbankrott seit Unabhängigkeit 1800: 15,5 Prozent

    Zahl der Umschuldungen oder Staatsbankrotte: 6

  • USA

    Jahr der Unabhängigkeit: 1783

    Anteil der Jahre in Umschuldung oder Staatsbankrott seit Unabhängigkeit 1800: 0,0 Prozent

    Zahl der Umschuldungen oder Staatsbankrotte: keine

  • Venezuela

    Jahr der Unabhängigkeit: 1830

    Anteil der Jahre in Umschuldung oder Staatsbankrott seit Unabhängigkeit 1800: 38,4 Prozent

    Zahl der Umschuldungen oder Staatsbankrotte: 10

Die Kurse deutscher Staatsanleihen haben am Montag dagegen zunächst zugelegt. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen sank um vier Basispunkte auf 1,48 Prozent. Für den Terminkontrakt Bund-Future ging es 37 Basispunkte aufwärts auf 141,24 Prozent. Seit Jahresbeginn haben Bundesanleihen den Anlegern einen Ertrag von 2,8 Prozent eingebracht, wie Indizes von Bloomberg und der European Federation of Financial Analysts Societies zeigen. US-Treasuries wurden wegen des Feiertages Columbus Day in den USA nicht gehandelt.

Der Euro hat am Montag gegenüber den meisten bedeutenden Währungen nachgegeben. In Luxemburg tagen die Finanzminister der Eurozone, gleichzeitig spekulieren Marktteilnehmer, dass Spanien Schwierigkeiten haben wird, einen offiziellen Antrag auf ein Hilfspaket zu vermeiden. Der Euro notierte gegen Mittag 0,6 Prozent leichter bei 1,2962 Dollar.

Anleiherenditen Wie Draghi die Schuldenstaaten „saniert“

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“Wir haben heute ein Eurogruppen-Treffen, und es gibt definitiv noch kein Zeichen für eine Lösung” für die Schuldenkrise, erläuterte Neil Mellor, Devisenstratege bei Bank of New York Mellon Corp. in London. “Die Verhandlungen mit Griechenland werden weitergehen. Und das gilt natürlich auch für die Lage in Spanien. Es ist eher wahrscheinlich, dass der Kurs die nächsten Wochen, oder bis irgendeine Lösung gefunden wird, unter 1,30 Dollar bleibt.”

Daten zur Industrieproduktion in Deutschland fielen etwas besser aus als erwartet. Im August ist die Produktion um 0,5 Prozent gesunken, verglichen mit einer Prognose von minus 0,6 Prozent.
Der Schweizer Franken notierte zum Euro kaum verändert bei 1,2109 je Euro. Zum Dollar gab die eidgenössische Währung 0,4 Prozent auf 93,40 Rappen je Dollar nach. Der Yen notierte gegenüber dem Dollar 0,6 Prozent fester bei 78,17 Yen je Dollar, zum Euro legte er 1,2 Prozent auf 101,33 Yen zu.

Was aus 1.000 Euro in zehn Jahren wurde

  • Deutscher Aktienindex (Dax)

    Veränderung auf Sicht von zehn Jahren: +88,8 Prozent (ohne Dividenden)

    Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.888 Euro

  • Dow Jones

    Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +52,7 Prozent

    Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.527 Euro

  • EuroStoxx 50

    Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +31,3 Prozent

    Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.313 Euro

  • Nikkei

    Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +10,1 Prozent

    Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1101 Euro

  • Chinesische Aktien (Shanghai B-Index)

    Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +10,3 Prozent

    Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.103 Euro

  • MSCI Emerging Markets

    Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +228 Prozent

    Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 3.285 Euro

  • Gold

    Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +314 Prozent

    Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 4.142 Euro

  • Silber

    Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +428 Prozent

    Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 5.275 Euro

  • Öl

    Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +221 Prozent

    Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 3.205 Euro

  • Weizen

    Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +92 Prozent

    Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.916 Euro

  • Kaffee

    Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +151 Prozent

    Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 2.509 Euro

  • Staatsanleihen (Rexp)

    Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +67 Prozent

    Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.666 Euro

  • Unternehmensanleihen (Citigroup World BIG Corporate Index)

    Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +56 Prozent

    Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.559 Euro

  • Sparbuch

    Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.095,90 Euro*

    *bei einem durchschnittlichen jährlichen Zinssatz von 0,92 Prozent (Spareckzins)

  • Tagesgeld

    Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.209 Euro*

    *bei einem durchschnittlichen jährlichen Zinssatz von 1,92 Prozent

  • Festgeld

    Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.266 Euro*

    *bei einem durchschnittlichen jährlichen Zinssatz von 2,39 Prozent



  • 08.10.2012, 20:48 UhrInflate_Or_Die

    Liebe Anleger, kauft griechische Staatsanleihen!
    Denn Solidarität unter den Europäern ist ja jetzt soooo wichtig!
    Nicht wahr, Herr STEINGART, Herr Eichel, Herr Rürup usw.?
    http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/handelsblatt-aktion-wir-kaufen-griechische-staatsanleihen/3426508.html?slp=false&p=1&a=false
    Und ganz solidarisch wurden dann die privaten Kleinanleger im Gegensatz zu den institutionellen beim Griechen-Haircut über den Tisch gezogen:
    http://www.focus.de/finanzen/boerse/griechenland-haircut-der-hellenen_aid_723826.html
    Na, Herr STEINGART, wurden Sie auch über den Tisch gezogen oder haben Sie Ihre Anleihen rechtzeitig wieder abgestoßen? Würde mich mal wirklich sehr stark interessieren...
    Was Pimco´s Bill Gross hier macht, ist genauso unverantwortlich und vermutlich rein egoistisch: noch rasch zahlreiche Kleinanleger in die Anleihen reintreiben, dann selbst verkaufen un richtig schön abcashen.
    Kein Anleger mit gesundem Menschenverstand investiert in Anleihen, deren Zinssatz nicht vom Markt bestimmt wird, sondern der entweder vom ESM oder direkt von der EZB manipuliert wird.
    Leute, wacht endlich auf und lasst euch nicht länger verarschen!

  • 08.10.2012, 19:29 UhrRDA

    Na, hat Pimco auf steigende Kurse von Anleihen der beiden Länder spekuliert?

  • 08.10.2012, 19:09 UhrBlinse

    Liebes Handelsblatt,

    tut mir leid, aber nach der GR-Anleihen-Aktion von vor 2 Jahren braucht ihr (ich weiß, ihr seids hier in diesem Falle nicht und die GR-Aktion habt ihr zurückgenommen)) mit so einer Überschrift nicht mehr kommen. Das "riecht" zu sehr.

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