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Erfolgreiche Anleiheauktion: Investoren geben Portugal Luft zum Atmen

Portugals Werben um das Vertrauen der Investoren hat sich gelohnt. Die erste Anleihauktion des Landes im Jahr 2011 verlief sehr erfolgreich. Portugal wurde die neuen Staatspapiere leicht los und musste deutlich weniger Zinsen zahlen als befürchtet. Der Debatte über eine Flucht des Landes unter den europäischen Rettungsschirm nimmt das etwas Schärfe - vorerst.

Portugals Premierminister Jose Socrates kann zunächst aufatmen. Quelle: dpa
Portugals Premierminister Jose Socrates kann zunächst aufatmen. Quelle: dpa

HB DÜSSELDORF. Portugal hat den Stresstest am Anleihemarkt bestanden und sich damit vorläufig etwas Luft verschafft. Das hoch verschuldete Land traf mit zwei Anleihen mit Laufzeiten von drei und knapp zehn Jahren auf eine hohe Nachfrage. Wichtiger noch: Die Investoren forderten weniger Zinsen, als zuvor befürchtet worden war.

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Bei der Versteigerung von zehn- und vierjährigen Staatstiteln konnte das Land damit das angestrebte Volumen von 1,25 Mrd. Euro erreichen. Die Nachfrage übertraf die Ergebnisse der jüngsten Auktionen klar, was am Markt als positives Zeichen gewertet wurde. "Vom Volumen her waren die 1,25 Milliarden Euro ein Kleckerbetrag, so dass es niemanden ernsthaft erstaunt haben dürfte, dass die Emission gut gelaufen ist, zumal auch China, Japan und Brasilien sich beteiligt haben", kommentierte der Fondsberater Thilo Müller von MB Fund Advisory in Frankfurt.

Das 599 Millionen Euro schwere Papier mit Laufzeit bis 2020 war 3,2-fach überzeichnet, für den 2014 auslaufenden Bond im Volumen von 650 Millionen Euro war die Nachfrage 2,6 mal so hoch wie das Angebot.

Bei den Zinsen war das Ergebnis zweischneidig. Für die dreijährige Anleihe wurden Zinsen in Höhe von 5,396 Prozent fällig nach 4,041 Prozent im Oktober, für die bis 2020 laufende Anleihe mussten 6,716 Prozent gezahlt werden. Im November hatte Portugal für zehnjährige Papiere 6,806 Prozent Zinsen zahlen müssen.

Entscheidend war aber, dass die Rendite der zehnjährigen Anleihe unter unter der kritischen Sieben-Prozent-Marke blieb. Diese Marke hatte Finanzminister Fernando Teixeira dos Santos bereits vor Monaten als Schmerzgrenze für die Refinanzierung des Landes bezeichnet. Ein Zins von sieben Prozent für zehnjährige Staatsanleihen gilt auch unter Experten als Niveau, an dem sich eine Refinanzierung über den Kapitalmarkt für ein Land nicht mehr lohnt. Aus der Euro-Zone rentieren bisher griechische und irische Bonds oberhalb dieser Marke. Beide Länder mussten in den vergangenen Monaten externe Hilfe in Anspruch nehmen: Für Griechenland haben der Internationale Währungsfonds und die Euro-Staaten ein Hilfspaket geschnürt, aus dem das Land in drei Jahren 110 Milliarden Euro erhält. Irland erhält von IWF und EU insgesamt 85 Milliarden Euro.

Portugals Präsident Aníbal Cavaco Silva hat nach der erfolgreichen Emission von Staatsanleihen vor übertriebenen Hoffnungen gewarnt. "Dies ist nur ein Anfang", sagte der Staatschef am Mittwoch in der Kleinstadt Seia im Norden des Landes. Die Aufnahme von frischem Geld auf dem Kapitalmarkt sei "nicht schlecht" verlaufen. "Aber die Regierung hat noch sehr viel Arbeit vor sich." Portugal dürfe sich keinen Illusionen hingeben.

Ministerpräsident José Sócrates bekräftigte, das hochverschuldete Portugal lehnt weiterhin internationale Hilfe ab. "Wir brauchen diese Hilfe nicht", sagte er am Mittwoch in Frankfurt am Rande der Messe Heimtextil. "Alles was wir brauchen ist Vertrauen." Der Ministerpräsident besuchte auf der Textilmesse 58 portugiesische Aussteller.

Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht Portugal auf gutem Weg. Die Platzierung mehrerer Anleihen am Finanzmarkt am Mittwoch sei "recht ordentlich gelaufen", sagte Merkel nach einem Treffen mit dem italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi in Berlin. "Ich glaube, das ist eine vernünftige Nachricht", erklärte sie und fügte hinzu, die Maßnahmen der portugiesischen Regierung zur Überwindung der Schuldenkrise seien beeindruckend.

Auch EU-Währungskommissar Olli Rehn hat sich optimistisch gezeigt, dass Portugal seine Finanzen in den Griff bekommt. "Portugal hat in letzter Zeit sehr mutige haushaltspolitische Maßnahmen ergriffen", sagte Rehn am Mittwoch in Brüssel. Das hoch verschuldete Land habe außerdem strukturelle Reformen angekündigt. "Portugal ist jetzt auf dem richtigen Weg." Bisher ist Irland als einziges Land unter den EU-Rettungsschirm geschlüpft. Rehn lobte auch Spanien für seine "sehr substanziellen haushaltspolitischen Maßnahmen".

Andere Staatsanleihen waren nach der Bond-Auktion Portugals weniger gefragt. Die Kurse fielen, die sich gegenläufig entwickelnden Renditen stiegen. Bei Bundesanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren stieg die Rendite um vier Basispunkte auf 2,96 Prozent. Der Bund-Future fiel um 42 Basispunkte auf 125,37 Prozent.

Vor der Portugal-Auktion hatte an den Märkten große Anspannung geherrscht. Dabei ging es nur um einen vergleichsweise kleinen Betrag von 1,25 Milliarden Dollar - am Anleihemarkt eigentlich ein Routinegeschäft. Doch die Spekulationen, dass dass Portugal als dritter Euro-Staat auf Hilfe der anderen Mitgliedsstaaten angewiesen sein wird, machte die Emission zu einem Großereignis. In Kreisen der Euro-Länder hieß es im Vorfeld, ein Hilfspaket von 50 bis 100 Milliarden Euro Kreditgarantien werde schon vorbereitet.

  • 12.01.2011, 20:39 UhrAnonymer Benutzer: dosto

    und nochwas,

    dieser ganze Artikel liebes Handelsblatt ist eigentlich Schrott. Schon komisch, daß ihr solch eine berichterstattung nötig habt.

    bezugnehmend auf die Äußerungen der Commerzbank kann
    man ja nur lachen. Es ist die bank die voll ist mit Staatsanleihen und diue ganz gerne keine Refinanzierung
    mehr machen will.
    Wie bekannt braucht die Commerzbank doch jeden Groschen für ihr vollgeschißenes immobilien-Depot und die Eurohyp. Daß sie ihre Staatstitel größtenteils losschlagen will, damit ist zu rechnen.
    Die Commerzbank ist ein großes Weichei unter den banken,
    sie kann nichtmal ihre Zinsen und Schulden, die sie im
    Moment dem Steuerzahler schuldet auch nur im geringsten
    Maße zurückzahlen. Sie fällt als Stütze für die nächste
    Zeit eh aus.
    Man sollte sich daher an die Kommentare potenter banken
    und Staaten hgakten.
    Mit der Commerzbank ist im Moment weder bank noch Staat zu machen, das weiß doch jeder.
    Die sollen nicht Quatschen sondern arbeiten.

  • 12.01.2011, 19:47 UhrAnonymer Benutzer: dosto

    [13] Euro + Glaube

    nun halt mal die Luft an.
    Die meisten Einlagen sind bei den banken abgesichert.
    Mir ist nicht bekannt, daß einer die letzten Jahre ohne
    sein Geld nach Hause gehen mußte.
    Außerdem kann ja jeder mal seine bank überprüfen.
    Es gibt ja bilanzen. Es wäre endlich mal ganz nett,
    wenn das jeder tun würde.
    bisher sieht es überhaupt nicht so aus, daß nenneswert
    Geld aus den banken (Einlagen) gezogen wurden, weder in
    Europa noch in den USA. Also laßt mal Zahlen sprechen
    und nicht Geschwätz.
    Daß es Anleger gibt, die nicht wissen wohin, hervorgerufen durch Unkenntnis des Finanzmarktes ist etwas ganz anderes.
    Da geht einer der keine Ahnung hat mit seinen 30.000 Euros auf Finanzjagd ohne den blaßesten Hintergrund des
    Finanzwesen zu haben.
    Derweil kann er das ganz einfach haben, er kauft ne
    butter + brot -Aktie, sowas wie Nestle etc. und da kann er
    entgegen der Meinung man sollte nicht Alles in 1 Nest legen, was bei diesenm betrag m.E eh nur Quarsch ist
    (ich teile doch diese Summe nicht in 6Positionen mit
    dem Glauben damit aus dem Risiko zu sein, das ist ja Kindergarten).

    Die meisten Anleger können es eigentlich ganz einfach halten und nicht jedem Hype hinterherlaufen.
    Denn Hypes müssen wieder zum richtigen Zeitpunkt verkauft werden.
    Sowas kann dann mal bei Google-Apple und Amazon anstehen.
    Da sind alle instis drin und wenn die Firmen nicht mehr mitziehen, dann wirds lustig wie 1.300 Funds dort
    geordnet rausgehen wollen.

    Da ist ne langweilige Ölaktie wohl für Schmittchen mehr angesagt, außer Autos verschwinden morgen!

    Außerdem ist Frau Merkel nicht der Euro, den gabs vor ihr,
    und wirds auch nach ihr geben.
    Der Euro kann nicht personiviziert, der Euro ist mehr als nur Personen.
    im übrigen sind meine Spareinlagen nicht verbraten,
    denn mein internetkonto funktioniert bestens, auch habe ich diese Woche schon Geld zum Leben abgehoben.
    Von verbraten kann also keine Rede sein, der Markt fun ktioniert und ist nicht defunkt.
    bargeld ist Top und hat das Wert, was man dafür erhält.
    Hast du Geld kannst du in Deutschland kaufen noch und nöcher, also wo ist das Problem mit dem Geld.
    Könnt ihrs nicht anständig ausgeben oder braucht ihr alle
    Unssummen als Sicherheit.
    Es ist doch eher so, daß es zuviel Geld gibt, an das gewisse Kreise rankommen wollen oder zumindest mitverdienen wollen.
    Also warum jammert ihr alle und sucht überall die verlorengegangene Gelassenheit.
    Selbst die Goldfinger sind so saftig nervös, daß man
    annehmen könnte, ihr Gold ist doch nichts wert.

  • 12.01.2011, 19:11 UhrAnonymer Benutzer: Glückwunsch

    Hurra, die Euro-Junkies sind an neuen Stoff gekommen. Na, wenn das kein Grund zur Freude ist...

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