
FRANKFURT. Die Europäische Kommission hat damit begonnen, Geld für die Rettung ihrer Krisenstaaten einzusammeln. Über den europäischen Finanzstabilisierungsmechanismus EFSM hat sie eine Anleihe im Volumen von 5 Milliarden Euro am Markt verkauft. Mit dem Erlös soll das Hilfspaket für Irland mitfinanziert werden.
Die Nachfrage nach der erstklassigen gerateten Anleihe mit einer Laufzeit von fünf Jahren war groß. In weniger als einer Stunde war der Bond, der von den Investmentbanken Barclays Capital, BNP Paribas, Deutsche Bank und HSBC an institutionelle Investoren verkauft wurde, dreifach überzeichnet. Jedoch verlangten diese eine deutlich höhere Rendite als für Staatsanleihen aus Deutschland oder Frankreich, die ebenfalls das beste Rating besitzen.
Nach ersten inoffiziellen Angaben lag die angebotene Rendite für das Euro-Papier bei der Preisfestsetzung zwölf Basispunkte über dem mittleren Swapsatz, das entspricht rund 2,5 Prozent. Die mittlere Swapsatz ist der Zins, zu dem sich Banken bester Bonität über mittlere Laufzeiten gegenseitig Geld leihen. Er dient als Referenzsatz bei der Preisfindung von Anleihen. Die 2,5 Prozent der Euro-Anleihe liegt deutlich über der Rendite für vergleichbare Anleihen aus Deutschland oder Frankreich. Fünfjährige deutsche Papiere rentieren derzeit mit 1,77 Prozent, französische bei 2,08.
Der EFSM, zusammen mit dem Europäischen Finanzstabilitätsfonds, wird insgesamt 40,2 Milliarden Euro und damit fast die Hälfte der 85-Milliarden-Euro-Rettung für Irland finanzieren. Beide Fonds wollen in diesem Jahr bis zu 34,1 Milliarden Euro über Anleihen einsammeln. 2012 sollen noch einmal 14,9 Milliarden Euro dazu kommen. Der restliche Teil der Hilfe kommt vom IWF.
Erst wurden die banken gerettet – jetzt sind die Retter pleite. Rettungsmaßnahmen in Dimensionen, die sich jeglicher Vorstellungskraft entzieht:
--- EU-Staaten greifen für krisengeschüttelte banken tief in die Taschen ---
Die Finanzkrise hat die EU-Staaten dazu veranlasst, den banken gewaltige Summen zur Verfügung zu stellen, um die Finanzstabilität zu erhalten. Zwischen Oktober 2008 und Oktober 2010 genehmigte die Europäische Kommission nach eigenen Angaben Hilfen der 27 Mitgliedstaaten für den Finanzsektor im Umfang von insgesamt 4589 Milliarden Euro. Das meiste Geld kam aus England.
http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/EUStaaten-greifen-fuer-krisengeschuettelte-banken-tief-in-die-Taschen/story/26492176
in nur 2 Jahren 4,5 billionen Euro aufgewendet, ohne irgend einen Erfolg. Die bankster sind immer noch genau so pleite wie anno 2007. bedienen sich aber ganz schamlos zur belohnung für ihre betrügereien mit Millionen an Steuergeldern. Die Wall-Street-Gangster sogar mit 144 Milliarden Dollar!! Und wo bleibt da der Staatsanwalt?
--- 18,2 billionen Euro faule Werte vergiften europäische banken ---
http://diepresse.com/home/wirtschaft/boerse/453406/182-billionen-Euro-faule-Werte-vergiften-europaeische-banken?from=gl.home_Wirtschaft
Ohne ein Reset im Finanzsystem und der Trennung von Geschäfts- und Zockerbanken wird es in den westlichen industriestaaten keinen Aufschwung mehr geben, weil sie an ihren Schulden ersticken. Außer vielleicht in DE, falls wir wieder die D-Mark einführen.
Nicht nur ein Problem Europas. Die größte Krise in der Geschichte der Neuzeit, entstanden durch Leben auf Pump, wurde mit noch mehr Schulden zu lösen versucht. Wie töricht.
Die Lobbyisten der bankster haben sich durchgesetzt und Millionen bürger in den finanziellen Abgrund gestürzt.
Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht (bertold brecht).
Währungen gegenüber Swiss Franc in 2010. Die Käswährung ist das Schlusslicht. Zufälligerweise ist der Dax in 2010 um %15 gestiegen. 1) Mongolei, Tigrit (+3,7%)
2) Japan, Yen (+3,6%)
3) Australien, Dollar (+3%)
4) Malaysien, Ringgit (+1,1%)
5) Südafrika, Rand (+0,8%)
6) Thailand, baht (+0,3%)
Ferner:
Singapur, Dollar (-1,1%)
israel, Shekel (-2,8%)
Schweden, Krone (-3,6%)
Mexiko, Peso (-4,2%)
Kanada, Dollar (-4,7%)
brasilien, Real (-5,2%)
indien, Rupie (-6%)
China, Renminbi (-6,7%)
USA, Dollar (-9,7%)
Norwegen, Krone (-10,1%)
Russland, Rubel (-11,2%)
Grossbritannien, Pfund (-12,8%)
Türkei, Neue Lira (-12,3%)
Ägypten, Pfund (-14,7%)
Euro (-15,6%)
Wer wird noch Staatsanleihen aus Deutschland oder Frankreich, die auch das beste Rating besitzen, aber eine niedrigere Verzinsung bringen, noch kaufen?
Vielleicht ein paar deutsche National-Egoisten, Franzosen bestimmt nicht, sie können rational denken.





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