
HB BERLIN. Der Berliner Wirtschaftsökonom Michael Burda hat die Herabstufung Spaniens durch die Ratingagentur Fitch kritisiert: "Das verschärft die Krise", sagte der Ökonom, der an der Berliner Humboldt-Universität Wirtschaftslehre unterrichtet, dem Berliner "Tagesspiegel am Sonntag". "Und es erschwert das, was Spanien tun muss." Mit einem scharfen Sparkurs versucht das Land derzeit, seine Staatsfinanzen zu sanieren. Nach der Senkung der Bonität wird die Kreditaufnahme für Spanien teurer.
"Das Timing könnte nicht schlechter sein", kritisierte Burda. Der Ökonom forderte zudem mehr Wettbewerb unter den Ratingagenturen und macht sich für die Gründung staatlicher und halbstaatlicher Einrichtungen stark. "Ratingagenturen nach dem Vorbild des Tüv oder der Dekra wären sinnvoll", sagte Burda der Zeitung. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) sprach sich im "Hamburger Abendblatt" für die Gründung einer unabhängigen europäischen Ratingagentur aus.
Die Ratingagentur Fitch hatte die Kreditwürdigkeit Spaniens am Freitagabend von der Bestnote "AAA" um eine Stufe auf "AA+" herabgestuft. Als Grund nannte Fitch Ratings am Freitagabend unter anderem die drastischen Sparbeschlüsse, mit denen die Regierung in Madrid die hohe Verschuldung drücken will. Dies werde das Wirtschaftswachstum in Spanien mittelfristig bremsen. Allerdings seien die Aussichten stabil und die Kreditwürdigkeit des Landes bleibe hoch. Fitch schloss sich damit der Agentur Standard & Poor's an, die Spanien vor Monatsfrist ebenfalls auf "AA" herabgestuft hatte.
Je schlechter die Ratingagenturen die Bonität beurteilen, umso schwieriger und teurer wird es für das Land, sich Geld am Finanzmarkt zu besorgen. Beim äußerst schwach eingestuften Schuldensünder Griechenland etwa wurden teilweise zweistellige Zinsen für Kredite verlangt. Die Euro-Staaten mussten dem Land mit milliardenschweren Hilfen bespringen, um einen Staatsbankrott zu vermeiden.
Der Euro fiel nach der Bekanntgabe der Abstufung Spaniens zunächst auf ein Tagestief bei 1,2283 Dollar, erholte sich später aber wieder und stieg wieder über die Marke von 1,23 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitagmittag noch auf 1,2384 Dollar festgesetzt. Die Aktienmärkte reagierten nervös, aber nicht panisch. Der Dow-Jones-Index schloss mit einem Minus von 1,19 Prozent auf 10 136,63 Punkte.
1- Die Schweiz hat ein einstimmiges AAA rating. besseres ist nicht möglich. Es ist angemessen, einen Unterschied zu sehen zwischen der Wirtschafts- und Finanzlage Spaniens und der Schweiz. Er könnte sogar noch einige Stufen größer sein.
2- Schlechte Nachrichten, ob von Regierungen, Firmen, Zentralbanken oder Ratingagenturen werden gewohnheitsmäßig nach börsenschluß, mit Vorzug an Freitagen, veröffentlicht, um den Märkten Zeit zur Verdauung zu lassen. Daraus eine Verschwörungstheorie zu konstruieren, ist etwas weit hergeholt. irgendwann muß es schließlich passieren.
3- Den Ratingagenturen kann man eher vorwerfen, daß sie zu zögerlich als vorschnell reagieren. Eines ist allerdings auch sicher, auf die Herabstufung der USA wird man vergebens warten.
ich kann mich einfach nicht des Verdachts erwähren, dass die Ratingagentur dem alten Lied folgt "dessen brot ich ess', dessen Lied ich sing'"
Wer erwartet im Ernst einen fairen Umgang miteinander?!
Die Finanzkrise hat doch bewiesen, wor die wahren Schuldigen sitzen und immer noch fröhlich agieren, wie es ihnen beliebt.Die Übeltäter und ihre treuen Vasalen sind immer noch ungestraft und werden immer dreister. Es ist doch so durchsichtig, was hier geschieht! Die Gegner des Euros haben sich verbündet und wollen diesen schwächen, um Profit zu machen und um von der eigenen Schwäche ab zu lenken. Was ist denn so tragisch an einer Kaufkraftparität von 1:1 für den Dollar und das bristische Pfund? Nichts! Wir würden als Euroland nur profitieren, mehr Euro beim Export macht uns konkurrenzfähiger und schwächt den Export aus den genannte Währungsländern.
ich unterstütze die europäischen bestrebungen, dass ein unabhängiges Rating notwendig ist. Dabei muss diese institution aber unabhängig von politischem und wirtschaftlichen Einflüssen bleiben.
Fitch und co. ihr könnt uns nicht mehr blenden...
Wie würden es unsere Nachbarn kurz und knapp auf den Punkt bringen, Shot up, bloks!
Es besteht der Verdacht, daß die Ratingagentur mit Spekulanten zusammengearbeitet hat. Die Ratingagentur hat spät am Freitag das neue Rating bekannt gegeben, genau zu einem Zeitpunkt als die meisten Spekulanten sich schon ins Wochenende begeben haben. Vermutlich waren nur noch die Spekulanten tätig die wußten, daß eine Herabstufung noch so spät stattfinden würde.
Es ist unwahrscheinlich, daß die Ratingagentur noch so spät in der Nacht am Freitag neue infos erhalten hat, die eine Herabstufung erfordert hätten.
Selbst wenn die Herabstufung berechtigt ist, hat die Ratingagentur anscheinend so lange gewartet bis es für sie besonders vorteilhaft war, die Herabstufung vorzunehmen. ich kann mir das nur mit Korruption erklären ?





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