
Dublin/London/FrankfurtIrland kommt einer Rückkehr an den Kapitalmarkt näher. Nach monatelangem Streit einigte sich die Regierung in Dublin am Donnerstag mit der heimischen Notenbank auf einen Weg zur Verringerung der erdrückenden Zinsen für einen Notkredit zur Bankenrettung. Damit gewinnt das Land nach harten Reformen weiteren Spielraum für die Ende 2013 geplante Rückkehr an den Kapitalmarkt. Eine gelungene Sanierung wäre für den gesamten Euro-Währungsraum ein wichtiges Signal. Für die Folgen der Krise muss in Irland allerdings noch die nächste Generation zahlen.
Das Land war Ende 2010 unter den Euro-Rettungsschirm EFSF geflüchtet, vorangegangen waren eine schwere Bankenkrise und ein Einbruch des Wirtschaftswachstums. Seitdem wird Irland mit internationalen Finanzhilfen von 67,5 Milliarden Euro vor der Staatspleite bewahrt. Der Staatsetat ächzt noch immer unter den hohen Kosten der Bankenrettung.
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Die irische Regierung hatte sich deshalb seit eineinhalb Jahren um Zinserleichterungen bemüht. Dabei ging es um eine Notoperation vor vier Jahren zur Stützung der Anglo Irish Bank, die wegen der US-Finanzkrise ins Schwanken gekommen und 2009 verstaatlicht worden war. Damals stellt die Regierung der Bank Schuldscheine (Solawechsel) in Höhe von 30 Milliarden Euro zur Verfügung, die sie als Sicherheit für Notfall-Liquiditätshilfen (ELA) an die Notenbank verpfändete. Dafür sollten bis 2023 hohe Zinsen fällig werden - 3,1 Milliarden Euro pro Jahr. Die irische Regierung drang deshalb darauf, die Solawechsel durch billigere Staatsanleihen zu ersetzen. Dagegen gab es jedoch Widerstand in der Europäischen Zentralbank (EZB), die eine unzulässige Staatsfinanzierung kritisierte.
Nun wird die marode ehemalige Anglo Irish Bank liquidiert. Ein Gesetzespaket über die sofortige Abwicklung der verstaatlichten Bank, die heutige Irish Bank Resolution Corporation (IBRC), wurde in der Nacht zum Donnerstag in einem Eilverfahren vom irischen Parlament verabschiedet.
Die Finanzkrise hatte Irland besonders hart getroffen, der extrem aufgeblähte Bankensektor geriet nach dem Platzen einer Immobilienblase 2008 in Schieflage. Die Anglo Irish Bank erhielt Kapitalspritzen in Milliardenhöhe, zuletzt hatte sie noch 850 Mitarbeiter. Wegen seines maroden Bankensystems war das hochverschuldete Irland als erstes Land unter den Euro-Rettungsschirm geschlüpft.

''Als Spezialfall gilt Griechenland, das nach aktuellen
Erwartungen in der Euro-Zone noch viele Jahre am
Finanztropf hängen wird''
In den letzten fünf Jahren hat sich der Schuldenberg
Griechenlands, trotz der Milliardenhilfen, des BIP
um 19,1 % erhöht!
So manöveriert man sich mit der Streckung der Schulden
Irlands immer weiter in den Schuldensumpf dieser Euro-
sion, die genau wie die lat. Münzunion, in diesem
30jährigen Finanzkrieg, zum Scheitern verurteilt ist.

Das war wohl ein frühes Weihnachtsgeschenk für die Iren. Alle Bondholder und Einlagen wurden aus dem öffentlichen Topf refinanziert und auf 40 Jahre gestreckt. Bei 3% Zinsen und 2% Inflation macht gerade mal 1% Zinsen auf die 30 Milliarden Euro.
So was kann man auch als Sozialismus für Millionäre bezeichnen und bei gleichzeitiger Staatsfinanzierung durch die Hintertür.

JaJaaa die sind auf einem guten Weg, stimmts? *lach*






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