
FRANKFURT. Spaniens Finanzministerin Elena Salgado kann aufatmen: Madrid besorgte sich am gestrigen Donnerstag 3,5 Milliarden Euro am Anleihemarkt und musste dafür rund einen halben Prozentpunkt weniger Zinsen zahlen als im Dezember und Januar. Spanien stockte eine zweijährige Anleihe zu einer Rendite von 3,25 und eine fünfjährige zu 4,54 Prozent auf. In dieser Woche hat zudem die Ratingagentur Standard & Poor’s Spaniens auf den Weg gebrachte Rentenreform gelobt und das Rating „AA“ – die drittbeste Note – bestätigt.
Aktuell günstige Stimmung
Dabei galt Spanien noch vor knapp drei Monaten als potenzieller Kandidat für den europäischen Rettungsschirm. Als sich im November abzeichnete, dass Irland als erstes Land internationale Kredithilfen beantragt hatte, machten Anleger erst Portugal und dann Spanien als Anwärter aus. In den vergangenen Wochen hat sich die Lage aber entspannt, und das nicht nur für Spanien. Die Kurse der Anleihen aus allen Euro-Krisenländern sind gestiegen und die Renditen im Gegenzug gesunken. Die Renditen für zehnjährige Papiere fielen dabei zwischen 0,3 Prozentpunkten für Italien und fast zwei Prozentpunkten für Griechenland. (siehe „Vorsichtige Entspannung“).
Unisono sprechen Anleiheexperten deshalb von einer „aktuell günstigen Stimmung“ für die Anleihen der Randländer im Euro-Raum. Die US-Bank JP Morgan empfiehlt sie überzugewichten. Auch Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann ist optimistisch und sagt: „Das Schlimmste in der Euro-Krise liegt hinter uns.“
Andere Experten sind dagegen vorsichtiger und sehen keine Trendwende: „Die Märkte sind sehr schnell gut gelaufen. Von daher ist die Gefahr von kurzfristigen Rückschlägen gegeben“, betont Frank Hagenstein, der bei der Deka Investment als Geschäftsführer für Rentenfonds verantwortlich ist: „Im ganzen Jahr dürften die Kurse der Anleihen aus der Euro-Peripherie noch stark schwanken, wir werden viele Wellenbewegungen sehen.“
Tolle Nachricht. in Spanien führt sie aber einzig zu der Konsequenz, dass man wieder freizügig pumpt und das neue Geld flott - und im Vertrauen auf Doktorin Merkels pathologischen Hilfszwang - zum Kamin rausbläst. Zum beispiel für abartige Fluglotsengehälter von 250.000 Euro pro Jahr.
Schauen Sie doch mal in die Zeitungen von dieser Woche. Da hieß es doch, dass bei einer Roadshow des spanischen Finanzstaatssekretärs die investoren in London sehr unangenehme Fragen gestellt hätten und selbst spanische investoren nicht mehr bereit seien, in deren Anleihen zu investieren. Von denen glaubt keiner, dass die Probleme der spanischen Cajas auch nur ansatzweise gelöst sind. Die ganzen Versprechungen mit dem Kapitalbedarf glaubt doch sowieso niemand, der von der Materie auch nur etwas versteht. Die günstigeren Zinsen sind mit Sicherheit kein Ausdruck von Vertrauen, hier lügt sich die Politik wieder mal selbst was vor, auch wenn man konstatieren muss, dass sich in Spanien einige Dinge zum besseren entwickeln...
Sehr gute Analyse.
Hierzu empfehle ich daher gezielt in den noch günstigen, zukunftsträchtigen und aussichtsreichen Einzelwert Telefonica (WKN 850775 / iSiN ES0178430E18) zu investieren, um an diesem Tremd teilzuhaben.





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