
Caracas/New YorkGoldman Sachs steht für Kapitalismus in seiner reinsten, manche sagen auch in seiner brutalsten Form. Hugo Chavez, Präsident Venezuelas, dürfte naturgemäß nicht zu den Freunden der Investmentbank zählen. Doch der Sozialist und die Banker haben mehr gemeinsam, als es den Anschein hat; zumindest haben beide sehr ähnliche Interessen.
Seit Chavez, der ehemalige Offizier und Fallschirmjäger, das Land regiert, hat er mehr als 1.000 Unternehmen verstaatlicht. Sein Ziel: eine sozialistische Revolution. Doch die kostet Geld. Und deshalb ist Chavez auf Investoren aus dem Ausland angewiesen. Die wiederum leihen ihr Geld bereitwillig, erhalten sie dafür doch eine stattliche Rendite. Schließlich liefert Chavez verlässlich.
Investoren, die in seiner Amtszeit in Staatsanleihen des Landes investierten, konnten damit ein kleines Vermögen verdienen. Die Renditen lagen etwa doppelt so hoch wie der Durchschnitt bei Schwellenländer-Bonds.
407 Euro
899 Euro
968 Euro
989 Euro
1005 Euro
1014 Euro
1029 Euro
1034 Euro
1038 Euro
1049 Euro
1052 Euro
1069 Euro
1149 Euro
1167 Euro
1203 Euro
1242 Euro
1297 Euro
1299 Euro
1342 Euro
1452 Euro
1576 Euro
2882 Euro
Die Anleihen aus Venezuela haben seither insgesamt 681 Prozent zugelegt, was einer Jahresrate von 14,7 Prozent entspricht. Investoren von Oppenheimer Funds bis hin zu Goldman Sachs Asset Management haben an dieser Wertsteigerung partizipiert. Sie zählen darauf, dass Chavez einen Teil der Öl-Einnahmen abzwackt und damit regelmäßig seinen Zahlungen nachkommt.
Natürlich haben sich während der Amtszeit von Chavez sich so viele Investoren aus dem Land zurückgezogen, sodass es Venezuela deutlich schwerer hatte, an Geld zu kommen, als andere Entwicklungsländer. Aber die Investoren, die geblieben sind, verdienten umso besser. Chavet hat noch nie eine Bond-Zahlung verpasst.

Goldman Sachs dealt mit den "Yankee-Imperialisten" der USA genauso wie mit den "bösen Kommunisten" Chinas und Vietnams. Na und ?






1 Kommentar
Alle Kommentare lesen