
FRANKFURT. Mulmig war Investoren schon länger zumute, wenn sie auf die rasante Entwicklung der Anleihen von Unternehmen mit fragwürdiger Bonität blickten. Jetzt manifestieren sich ihre Sorgen: Die über ein Jahr dauernde Rally der Junk-Bonds hat ein zumindest vorläufiges Ende gefunden. Junk-Bonds sind Anleihen von Unternehmen, denen die Ratingagenturen nur eine schwache Kreditwürdigkeit attestieren und die deshalb höhere Zinsen zahlen. Dieser Bereich liegt bei den Agenturen bei Ratings zwischen Doppel-B und C.
Im vergangenen Jahr waren die Kurse der Junk-Bonds massiv gestiegen. Sie erholten sich von ihrem Verfall nach der Lehman-Pleite Ende 2008, als Investoren alle Ausfallrisiken neu bewerteten. Auch in diesem Jahr hielt die Rally zunächst an - trotz Schuldenkrise und dem zwischenzeitlichen Einbruch an den Aktienmärkten. Von Mitte April bis zur zweiten Juni-Woche fielen die Kurse aber kräftig. Das zeigt sich auch in den Ergebnissen der entsprechenden Fonds.
Zuletzt gab es zwar wieder positivere Signale für den Markt und leicht steigende Kurse. Die sich gegenläufig zu den Kursen entwickelnden Renditen der auf Euro lautenden Junk-Bonds liegen mit im Schnitt 9,5 Prozent aber immer noch fast anderthalb Prozentpunkte über ihrem Jahrestief vom April. Trotzdem raten Experten noch zur Vorsicht. "Die Schuldenkrise der Euro-Länder hat auch die Investoren von Hochzinsanleihen verunsichert", sagt Stephan Haber, einer der beiden Leiter des Researchs für Unternehmensanleihen bei der Unicredit. Dabei fürchten die Anleger seiner Meinung nach vor allem die Auswirkungen der Sparmaßnahmen auf die wirtschaftliche Entwicklung.
Jochen Korb, Kreditexperte bei der Landesbank Baden-Württemberg, sieht das ähnlich: "Die Wirtschaft kann schon allein wegen der nötigen Sparmaßnahmen der Staaten nur verhalten wachsen. Deshalb sind gerade hochverschuldete Unternehmen noch nicht über den Berg, und die Ausfallraten werden im historischen Vergleich relativ hoch bleiben." Er rechnet damit, dass die Ausfallrate der europäischen Junk-Unternehmen Ende des Jahres bei fünf Prozent liegen wird.
Das widerspricht der Einschätzung der Ratingagentur Moody's, die davon ausgeht, dass die Ausfallquote bis Jahresende von zuletzt 6,8 auf 1,5 Prozent fällt. Dabei setzt Moody's aber voraus, dass die Renditen der Junk-Bonds sinken und sich die Firmen günstiger refinanzieren können - ein Szenario das einige Banker anzweifeln. "Unsicherheit darüber, ob der Zenit bei der wirtschaftlichen Erholung schon überschritten ist, könnte bis Jahresende leicht steigende Refinanzierungskosten für die Unternehmen mit schwächerer Bonität hervorrufen", sagt Haber.
Nicht die Anleihen sind Schrott, sondern der Artikel und zudem mit falschen Daten. Die neue HC traegt eine Kuppon von 6,75%.
Guten Tag,.... bitte erlauben Sie mir Einspruch zu er heben. Sie sollten den begriff " Schrott " nicht in einem Artikel mit Heidelb. Z. Cointreau oder Peugeot nennen. Es ist kaum 2 Jahre her da konnte man mit Porsche ( floater in USD )und Co. kleine Zimmer tapezieren. ( sogar die Decke ). Schrottanleihen sind Russen, Argentinier, Aegypten, Marokko, Chinesen Seychellen..... ich koennte beliebig weiter aufzaehlen. Dennoch macht es einen sehr schlechten Eindruck wenn ein Finanzblatt eine neuaufsteigende Aktie als beispiel fuer einen solchen beitrag nimmt. besten Dank





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