
ATHEN. Eine Kombination aus Anleiherückkäufen und längeren Laufzeiten für Hilfskredite und begebene Staatsanleihen soll Griechenland in die Lage versetzen, seine Schulden nachhaltig zu bedienen und abzubauen. Das erfuhr das Handelsblatt von Personen, die mit dem Verlauf der Beratungen vertraut sind. In die Überlegungen seien neben der EU-Kommission, der Europäischen Zentralbank (EZB) und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) auch Finanzminister führender Euro-Länder eng eingebunden.
Die Gespräche gehen von der Einsicht aus, dass Griechenland mit den bisherigen Hilfskrediten der Euro-Staaten und des IWF über 110 Milliarden Euro nicht über die Runden kommt. Insbesondere das hohe Refinanzierungsvolumen von jeweils über 70 Milliarden Euro in den Jahren 2014 und 2015 sei nicht zu stemmen, hieß es in den Kreisen. Es entspricht rund einem Viertel des griechischen Bruttoinlandsprodukts.
Laufzeiten sollen verlängert werden
Im Gespräch ist deshalb nun, die Laufzeiten der Hilfskredite von fünf auf 30 Jahre zu verlängern. Dies gehe auf einen Vorschlag von Bundesbankpräsident Axel Weber zurück, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf nicht namentlich genannte Quellen. Dadurch würde die Tilgung der Hilfskredite, die bisher 2018 abgeschlossen sein sollte, bis zum Jahr 2043 gestreckt.
Der griechische Finanzminister Giorgos Papakonstantinou bestätigte am Montag der griechischen Zeitung "Ta Nea", man spreche über längere Laufzeiten. Bei den genannten 30 Jahren handele es sich aber nicht um einen offiziellen Vorschlag.
Die diskutierte Laufzeitverlängerung ist Teil eines Rettungskonzepts, das aus drei Elementen besteht: In einem ersten Schritt soll Griechenland mit zinsgünstigen Krediten des Euro-Rettungsfonds EFSF eigene Staatsanleihen zurückkaufen, die jetzt bei der EZB liegen. Die EZB hat in den vergangenen Monaten griechische Bonds im Nennwert von rund 61 Milliarden Euro zu Kursen von durchschnittlich 78 Prozent des Nennwerts aufgekauft, um die Kurse zu stützen.
Mit einem Rückkauf zum Kurs von 78 Prozent könnte Griechenland seine Verschuldung um etwa zwölf Milliarden Euro reduzieren. Das soll mit einem zinsgünstigen Kredit des EFSF bewerkstelligt werden.
@ [8] Ameeon,
Sie schreiben: "Der schwach industrialisierte Süden neigt schon immer dazu, über seinen Verhältnissen zu leben."
Man darf nicht über seinen Verhältnissen leben, aber auch nicht unter seinen bedürfnissen. Diese sind für Deutsche und Grieche gleich. Eine Angleichung der Wirtschaften ist daher erforderlich. Dafür ist brüssel zuständig und nicht Möchtegern Kaiserin barbarossa.
Eine schöne Lösung wäre es wenn Griechenland das Geld den investoren zurückgibt, mit einem inflationszuschlag aber ohne Zinsgewinn für den investor.
Dabei sollte Griechenland die Privatinvestoren bei der Rückzahlung bevorzugen. Es wäre von einem Staat eine „fairer Lösung“.
Griechenland muß aus der Euro-Zone austreten, damit dieses Land wieder eine selbständige Währungspolitik betreiben kann.
Eine Zentralbank bestimmt zu einem großen Maß den Wechselkurs und alleine die Zinssätze im inland.
Durch eine moderate Geldpolitik kann die Zentralbank das Wachstum stimulieren und eine Rezession abfedern.
Dabei kann eine Geldpolitik nicht alles leisten, der Staat muß seine Ausgaben und Einnahmenseite im Einklang bekommen.
Wenn der Griechische Staat seine Staatsdefizit (Geldschöpfung) abbaut kann die Zentralbank die Zinsen senken, bei einer Erhöhung der Staatsdefizite muß die Zentralbank die Zinsen erhöhen und damit das Geldmengenwachstum zu begrenzen (M3).
Zur info:
Weil die bundesregierung nach dem Zusammenschluss mit der DDR die Ausgaben mit Krediten finanzierte (Erhöhnung der Geldmenge) wurde die inflation zu hoch (Enteignung des kleinen Mannes) und die bundesbank erhöhte die Zinsen auf 8 Prozent!
Eine Zentralbank hat immer eine Korrektive Funktion.
Diese Aufgabe erfüllt die EZb nicht!!!!
Es ist zwar ein „legitimes Mittel“ eines Staates seine Anleihen zurückzukaufen und den Gläubiger weniger Geld anzubieten als vereinbart.
Der Griechische Staat hat aber kein Geld diese Staatsanleihen vor der Fälligkeit der Papiere zurückzukaufen dieses Geld wird von dem Haltern des „Rettungsschirms“ finanziert. Dabei sind schon Länder wie Portugal und irland aus dem Rettungsschirm ausgeschieden, diese Lasten tragen die verbliebenen Länder.
Zum derzeitigen Zeitpunkt haben die Griechischen, Französischen investoren (banken, Versicherungen, Privatanleger) ihre „Ramsch Anleihen von Griechenland“ schon den „Rettungsschirm“ und der EZb übergeben. Damit haben die „ursprünglichen investoren“ kein Risiko mehr in ihren bilanzen.
Diese Risiken haben die „Europäischen Steuerzahler“ übernommen, besonders der Deutsche Steuerzahler wird über Gebühr belastet.
Wenn in den nächsten Monaten weitere Länder aus dem Rettungsschirm austreten wird der Deutsche Anteil noch größer.
Die preiswerteste Lösung wäre die Pleite Griechenlands gewesen und die investoren und Griechenland hätten sich an einen Tisch gesetzt. Diese Lösungen wären für uns Deutsche deutlich billiger gewesen. Die Deutschen banken waren nur mit 30 Mrd. Euro in Griechenland involviert.
Desweiteren erhält Griechenland jedes Jahr über 6 Mrd. Euro aus brüssel (deutsche Steuermittel) durch ein Abschmelzen der Hilfe für Griechenland hätte man die Verluste nach 5 Jahren für den Steuerzahler ausgeglichen, wobei die Forderungen der banken an Griechenland nicht erloschen wären (Die bRD hat die Schulden des Deutschen Reiches auch bezahlt)
bis zum heutigen Tage haben 350.000 Griechische Gastarbeiter eine Aufenthaltsgenehmigung in unseren Land damit wird massiv die Griechische Wirtschaft unterstützt wir bezahlen es durch eine höhere Arbeitslosigkeit in unserem Land.





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