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Neue Staatsanleihe: Schuldensünder Griechenland kauft sich Zeit

Die große Nachfrage nach dem neuen Bond hat die Finanzmärkte vorerst beruhigt. Das Land hat bewiesen, dass es noch Geld bekommt. Doch nun müssen die Griechen ihren Worten Taten folgen lassen. Denn sie brauchen schon bald noch mehr Geld. Bei den Investoren kam die Emission zwar gut an - doch es gab auch Kritik.

Die Anleihe stieß auf hohe Nachfrage. Doch die Griechen müssen einen hohen Preis bezahlen. Quelle: dpa
Die Anleihe stieß auf hohe Nachfrage. Doch die Griechen müssen einen hohen Preis bezahlen. Quelle: dpa

ATHEN/FRANKFURT. Das rigide Sparpaket der griechischen Regierung und positive Kommentare der Ratingagentur Moody?s haben Wirkung gezeigt: Die hochverschuldete Regierung des Landes hat die lange erwartete fünf Mrd. Euro schwere Staatsanleihe mühelos platziert. Als die mit dem Verkauf beauftragten Banken am Mittag ihre Auftragsbücher schlossen, lagen Angebote im Volumen von rund 16 Mrd. Euro vor. Experten begründeten den Erfolg vor allem mit den drakonischen Sparvorhaben, die die griechische Regierung am Vortag angekündigt hatte und den üppigen Zinsen.

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Die mit Spannung erwartete Anleihe galt als wichtiger Test. "Es war ein wichtiger Schritt, dass Griechenland bewiesen hat, dass es am Markt Geld aufnehmen kann", sagte der Anleiheexperte der Credit Suisse, Michael Kruse. "Wir sind der Meinung, dass wir diese Krise alleine bewältigen können", sagte Vize-Außenminister Dimitris Droutsas in der ARD. Dafür zahlt das Land einen hohen Preis: Zehn Jahre lang muss Griechenland für die Anleihe 6,37 Prozent Zinsen zahlen, über drei Prozentpunkte mehr als Deutschland. "Wenn diese Renditeaufschläge so hoch bleiben, bekommt das Land längerfristig noch ein ganz anderes Problem", sagte ein Banker.

Die hohen Zinsen lockten viele Anleger. Als Käufer seien vor allem ausländische Banken, Versicherer und Hedge-Fonds aufgetreten, hieß es in Finanzkreisen. Auch Staatsbanken hätten zugegriffen. Griechenland hätte sich noch mehr Geld leihen können - mit 16 Mrd. Euro war die Nachfrage mehr als dreimal so hoch wie das Angebot. "Die große Nachfrage zeigt, dass sie am Markt gut angekommen ist. Die Emission war alles andere als ein Reinfall", sagte Kornelius Purps, Anleihestratege der Unicredit.

Das Land habe ganz bewusst nur fünf Mrd. Euro aufgenommen, hieß es in Bankkreisen. Griechenland habe auf keinen Fall den Anschein erwecken wollen, man müsse aus Finanznot so viel wie möglich aus der Emission herausholen. Offenbar hatten die Konsortialbanken - HSBC, Barclays, Nomura sowie die National Bank of Greece und die Piraeus Bank, die Emission bereits im Vorfeld größtenteils platziert.

"Die Griechen hätten sich wohl kaum an den Markt gewagt, wenn sie nicht gewusst hätten, dass die Emission gelingt", vermutet Ralf Umlauf, Anleiheexperte der Helaba. "Im Hintergrund ist sicherlich vorher mit den Investoren über den Preis gesprochen worden." Für eine Entwarnung sei es aber noch zu früh. "Ein Rest an Unsicherheit bleibt. Bis Mai sind weitere große Emissionen fällig - erst dann wissen wir mehr."

  • 10.03.2010, 17:59 UhrAnonymer Benutzer: M

    Wiener[18] Die Prozentualen sagen ebenso wenig aus, wie die Verschnittangabe eines Tiroler bauernweines.

    Apropos Eltern und Großeltern. Waren denn nicht die meisten Österreicher stolz darauf, dass ein Underdog aus braunau über ganz Europa herrschte? Da wurde doch bei vielen die Erinnerung an das Habsburgische Reich geweckt.

    Aber nun wissen wir es ganz genau, Schuld an dem Dilemma hat ein deutscher Rüstungskonzern, der ein paar Panzer an die Griechen lieferte. Frage: Wurden die überhaupt vollständig bezahlt? Warum muss Griechenland mehr in die Rüstung stecken (2,9% biP), als die bRD (1,3% biP)?

    Wer glaubt denn ernsthaft, dass Griechenland je seine Schulden bezahlen kann. Die Zinslast alleine wird kaum zu stemmen sein. Früher oder später wird im Euroraum der Zinssatz wieder steigen; dann Gute Nacht Marie!

  • 06.03.2010, 12:38 UhrAnonymer Benutzer: Kommentar aus Wien

    Mit ihrer ueberheblichen, in Wien sagen wir praepotenten Antwort haben Sie uns wieder vor Augen gefuehrt warum die Deutschen im Ausland so "beliebt" sind. Wenn Sie eine Erbschaft annehmen und auf d Haus sind noch Schulden, werden Sie diese bezahlen muessen auch wenn Sie diese Schulden selbst nicht eingegangen sind. Oder zaehlt in Deutschland d Wort ihrer Eltern und Grosseltern nicht? bereits 1943 wurde von den Siegermaechten beschlossen, d Oesterr. d zum Zeitpunkt d Krieges nicht existierte, kein Rechtsnachfolger d DR ist.
    Oesterreich hat sich jedoch bis heute bemueht Oesterr Opfer d Nationalsozialismus zu entschaedigen. Genau wie es auch Deutschland getan hat und zwar mit 115 Mill DM an Griechenland. Dies hat jedoch nichts mit den ausstehenden Anleihen zu tun. beim sogenannten "Anschluss" Oesterr an d DR war die Machtverteilung in Wien wie folgt: Sozialdemokratie 42% Christliche P 36% Nationaler Landbund 12% Heimatblock 6% NSDAP 3% KPOE 0.6% daraus koennen Sie sich ausrechnen d Oesterr bei der angesetzten Volksabstimmung nie fuer den Anschluss an D gestimmt haette, darum sind die D Truppen vorher nach Oesterr einmarschiert.im Vergleich dazu berlin: NSDAP 44% SPD 18% KPD 12% Zentrum 11%. Als junger Mensch haben Sie es heute leicht sich gruendlich zu informieren, es steht alles im internet, man muss nur wollen! Zum Abschluss noch eine Frage, waere Griechenland nicht dem EURO beigetreten haette es dann keine EU Unterstuetzung mehr bekommen? Und wenn GR falsche Zahlen vorgelegt hat, warum wurde nicht schon frueher reagiert? Hat man sich nicht gerne betruegen lassen, um d jaehrliche Handelsdefizit GE
    von 44 Mild EURO lukrativ mit Panzerverkaeufen einstreifen zu koennen? War ich nun sachlich genug?
    Mit freundlichen Gruessen aus Wien.

  • 05.03.2010, 07:51 UhrAnonymer Benutzer: winter

    @Kommentar aus Wien

    ich denke, als Österreicher und ebenfalls Weltkrieg 2 Teilnehmer, der sich politich durch die Hintertür herausgeschlichen hat, ist man besser sachlich, als polemisch. Die österreichisch moralische bad in Unschuld ist nun etwas, was überhaupt nicht gut ankommt, vor allem bei einer Generation, zu der ich gehöre, die den 2. Weltkrieg nicht ausgelöst hat, sondern innenpolitisch Deutschland zu einem anderen, demokratischen, weltweit heute sehr beliebten Staat, gemacht hat.

    Wir sind Zeitzeugen eines gewaltigen betrugs- und Korruptionssytems mit dem die Griechen in der EU sich eingehistet haben, was zum Sturz des Euro führen kann. Die vom Staat her organiserte und geduzldete betrügerkriminalität, mit der hier agiert wird, ist nicht duldbar.
    Die Griechen müssen die EU verlassen, wenn sich da nicht ganz schnell und sehr konsequent so etwas wie Rechtstaatlichkeit entwickelt.

    Das sehen und wolllen die Griechen aber nicht, die streiken für ihr korruptes System. in Griechenland existiert sehr viel veruntreutes Steuer- und Schwarzgeld, was der Staat zu holen hat, um seine Schulden zu tilgen. Tut er das nicht, bekommt er nicht unser Steuergeld.

    Steuer- und Staatsautorität muss dort hergestellt werden, damit man mit den Griechen überhaupt vernünftig über Hilfe reden kann und wenn überhaupt Hilfe, dann durch Einführung einer unkorrupten Administration. Das würde denen helfen!

    Gruß nach Wien und: das Geld anderer lässt sich immer leicht ausgeben.

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