Anleihen

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Ratingagentur: Fitch warnt Europas Politiker

Der Chef der Ratingagentur Fitch sieht für Europa kein Ende der Krise voraus, solange keine nachhaltige wirtschaftliche Erholung einsetzt. Besonders Spanien weist er dabei eine Schlüsselrolle zu.

Europa wird nach Ansicht der Ratingagentur Fitch die Schuldenkrise nicht überwinden, solange es keine nachhaltige Wachstumspolitik betreibt. Quelle: Reuters
Europa wird nach Ansicht der Ratingagentur Fitch die Schuldenkrise nicht überwinden, solange es keine nachhaltige Wachstumspolitik betreibt. Quelle: Reuters

Europa wird nach Ansicht der Ratingagentur Fitch die Schuldenkrise nicht überwinden, bis nicht eine auf Wirtschaftswachstum ausgerichtete Politik betrieben wird.

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“Die Krise wird nicht vorbei sein, bis wir eine nachhaltige wirtschaftliche Erholung sehen. Dies ist entscheidend, um die Verschuldung der Staaten abzubauen und die Probleme der Banken mit ihren Anleihen zu verringern,” sagte Ed Parker, geschäftsführender Direktor bei Fitch. “Wenn es kein Wachstum gibt, wird der Widerstand gegen die Sparprogramme wahrscheinlich größer werden.”

Die Ratings der Euro-Länder

  • Belgien

    S&P Rating: AA
    Ausblick: Negativ
    Moody's Rating: Aa3
    Ausblick: Negativ
    Fitch Rating: AA
    Ausblick: Stabil

  • Deutschland

    S&P Rating: AAA
    Ausblick: Stabil

    Moody's Rating: Aaa
    Ausblick: Negativ

    Fitch Rating: AAA
    Ausblick: Stabil

  • Estland

    S&P Rating: AA-
    Ausblick: Stabil

    Moody's Rating: A1
    Ausblick: Stabil

    Fitch Rating: A+
    Ausblick: Stabil

  • Finnland

    S&P Rating: AAA
    Ausblick: Stabil

    Moody's Rating: Aaa
    Ausblick: Stabil

    Fitch Rating: AAA
    Ausblick: Stabil

  • Frankreich

    S&P Rating: AA
    Ausblick: Stabil

    Moody's Rating: Aa1
    Ausblick: Negativ

    Fitch Rating: AA+
    Ausblick: Stabil

  • Griechenland

    S&P Rating: B-
    Ausblick: Stabil

    Moody's Rating: Caa3
    Ausblick: Stabil

    Fitch Rating: B-
    Ausblick: Stabil

  • Irland

    S&P Rating: BBB+
    Ausblick: Positiv

    Moody's Rating: Ba1
    Ausblick: Negativ

    Fitch Rating: BBB+
    Ausblick: Stabil

  • Italien

    S&P Rating: BBB
    Ausblick: Negativ

    Moody's Rating: Baa2
    Ausblick: Negativ

    Fitch Rating: BBB+
    Ausblick: Negativ

  • Luxemburg

    S&P Rating: AAA
    Ausblick: Stabil

    Moody's Rating: Aaa
    Ausblick: Negativ

    Fitch Rating: AAA
    Ausblick: Stabil

  • Malta

    S&P Rating: BBB+
    Ausblick: Stabil

    Moody's Rating: A3
    Ausblick: Negativ

    Fitch Rating: A+
    Ausblick: Stabil

  • Niederlande

    S&P Rating: AAA
    Ausblick: Negativ

    Moody's Rating: Aaa
    Ausblick: Negativ

    Fitch Rating: AAA
    Ausblick: Negativ

  • Österreich

    S&P Rating: AA+
    Ausblick: Stabil

    Moody's Rating: Aaa
    Ausblick: Negativ

    Fitch Rating: AAA
    Ausblick: Stabil

  • Portugal

    S&P Rating: BB
    Ausblick: Negativ

    Moody's Rating: Ba3
    Ausblick: Negativ

    Fitch Rating: BB+
    Ausblick: Negativ

  • Slowakei

    S&P Rating: A
    Ausblick: Stabil

    Moody's Rating: A2
    Ausblick: Negativ

    Fitch Rating: A+
    Ausblick: Stabil

  • Slowenien

    S&P Rating: A-
    Ausblick: Stabil

    Moody's Rating: Ba1
    Ausblick: Negativ

    Fitch Rating: BBB+
    Ausblick: Negativ

  • Spanien

    S&P Rating: BBB-
    Ausblick: Stabil

    Moody's Rating: Baa3
    Ausblick: Stabil

    Fitch Rating: BBB
    Ausblick: Negativ

  • Zypern

    S&P Rating: CCC+
    Ausblick: Stabil

    Moody's Rating: Caa3

    Ausblick: Negativ

    Fitch Rating: B-

    Ausblick: Negativ

Der Internationale Währungsfonds rechnet 2013 mit einem zweiten Jahr des wirtschaftlichen Rückgangs in der Eurozone. Spanien werde noch stärker in die Rezession rutschen, da die Regierung Ausgaben kürze, um die Haushaltsziele zu erreichen. Die Lage Spanien werde “ausschlaggebend” für die Aussichten einer Erholung Europas sein, sagte Parker.

Rating-Historie der Krisenländer

  • Portugals S&P-Rating

    Rating: / Gültig seit:

    BB / 13.01.2012

    BBB- / 05.12.2011

    BBB- / 29.03.2011

    BBB+ / 24.03.2011

    A- / 30.11.2010

    A- / 27.04.2010

  • Portugals Moody's-Rating

    Rating: / Gültig seit:

    Ba3 / 13.02.2012

    Ba2 / 05.07.2011

    Baa1 / 05.04.2011

    A3 / 15.03.2011

    A1 / 21.12.2010

    A1 / 13.07.2010

    Aa2 / 05.05.2010

  • Irlands S&P-Rating

    Rating / Gültig seit:

    BBB+ / 13.01.2012

    BBB+ / 05.12.2011

    BBB+ / 01.04.2011

    A- / 02.02.2011

    A / 23.11.2010

    AA- / 24.08.2010

  • Irlands Moody's-Rating

    Rating: / Gültig seit:

    Ba1 / 12.07.2011

    Baa3 / 15.04.2011

    Baa1 / 17.12.2010

    Aa2 / 05.10.2010

    Aa2 / 19.07.2010

  • Spaniens S&P-Rating

    Rating: / Gültig seit:

    BBB- / 10.10.2012

    BBB+ / 26.04.2012

    A / 13.01.2012

    AA- / 05.12.2011

    AA- / 13.10.2011

    AA / 28.04.2010

  • Spaniens Moody's-Rating

    Rating: / Gültig seit:

    Baa3 / 16.10.2012

    Baa3 / 13.06.2012

    A3 / 13.02.2012

    A1 / 18.10.2011

    Aa2 / 29.07.2011

    Aa2 / 10.03.2011

    Aa1 / 15.12.2010

    Aa1 / 30.09.2010

    Aaa / 30.06.2010

  • Italiens S&P-Rating

    Rating: / Gültig seit:

    BBB+u / 31.01.2012

    Au / 05.12.2011

    Au / 19.09.2011

    A+u / 17.02.2011

  • Italiens Moody's-Rating

    Rating: / Gültig seit:

    Baa2 / 13.07.2012

    A3 / 13.02.2012

    A2 / 04.10.2011

    Aa2 / 17.06.2011

  • Griechenlands S&P-Rating

    Rating: / Gültig seit:

    B- / 18.12.2012

    SD / 05.12.2012

    CCC / 02.05.2012

    SD / 27.02.2012

    CC / 27.07.2011

    CCC / 13.06.2011

    B / 09.05.2011

    BB- / 29.03.2011

    BB+ / 02.12.2010

    BB+ / 27.04.2010

    BBB+ / 16.03.2010

  • Griechenlands Moody's-Rating

    Rating: / Gültig seit:

    C / 02.03.2012

    Ca / 25.07.2011

    Caa1 / 01.06.2011

    B1 / 09.05.2011

    Ba1 / 26.12.2010

    Ba1 / 14.06.2010

    A3 / 22.04.2010

Die Regierung in Madrid hat das Ziel einer Begrenzung des Haushaltsdefizits auf 6,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben vermutlich nicht erreicht. Die spanische Wirtschaft war im vergangenen Quartal um 0,7 Prozent geschrumpft nach 0,3 Prozent im Quartal davor. Die Rekordarbeitslosigkeit, die schrumpfende Produktion und die Kosten für die Bankenrettung haben die 62 Milliarden Euro an Einsparmaßnahmen fast gänzlich zunichte gemacht, wie Volkswirte der Societe Generale SA und der Applied Economic Research Foundation in Madrid festgestellt haben.

Anleihen

“Niemand hat nach meiner Ansicht die europäischen Wirtschaftsprobleme bisher gelöst”, hatte Gary Cohn, Präsident der Goldman Sachs Group Inc., am Mittwoch in Hong Kong gesagt. “Niemand hat mir bislang erklärt, wie Wachstum in Griechenland, Spanien oder den anderen Ländern der Peripherie entstehen soll.”

Auch Fitch-Direktor Parker äußerte sich zurückhaltend zu den weiteren Aussichten. “Es ist unrealistisch, eine gleichmäßige Erholung seit dem Sommer zu erwarten,” sagte Parker. “Es wird kleinere und größere Rückschläge geben. Dies wird volatile Märkte auf dem Weg aus der Krise mit sich bringen.”

  • 08.02.2013, 05:44 UhrSilverager

    Als Folge des Abwertungswettlaufs der USA und Japans steigt der Außenwert des Euro. Für Deutschland ist das eher ein kleines Problem. Aber für die Südeuropäer, die in dem engen Korsett des Euro mit drinstecken, wird die Luft weiter drastisch abgeschnürt.
    Eine wirtschaftliche Erholung ist damit weiterhin unmöglich.
    Die Krise der alternativlosen europäischen Friedens- und Wohlstandwährung wird uns auch fürderhin begleiten, mit zunehmender Wucht.

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