
DüsseldorfJeden Tag ein neuer Rekord: Die Absicherung gegen den Ausfall griechischer Staatsanleihen hat schon wieder einen neuen Höchststand erreicht.
Die sogenannten Credit Default Swaps (CDS) auf griechische Staatsanleihen verteuerten sich um 435 auf 2189 Basispunkte. Das zeigen Zahlen des Datenanbieters Markit.
Der Höchststand bei den Risikokosten bedeutet, dass es pro Jahr 2,19 Millionen Euro kostet, Anleihen im Wert von zehn Millionen Euro abzusichern – so viel wie bei keinem anderen Land auf der Welt. „Die Zeit für Griechenland läuft langsam ab“, sagte ein Börsianer. „Es gibt keine einheitliche europäische Haltung und Athen verfügt nicht über den politischen Konsens, weitere Reformen durchzusetzen. Der Markt war nicht darauf vorbereitet, dass die Situation sich derart verschlechtert.“
„Ab einem bestimmten Punkt muss man seine Verluste einschränken und das System neu starten“
„Die Euro-Gruppe und das ganze europäische Projekt stehen wegen gravierender politischer Versäumnisse in der Vergangenheit vor einer nie dagewesenen Zerreißprobe.“
„Seien wir mal ehrlich: Wir stehen am Rand des Zusammenbruchs, der - sagen wir mal - mit Griechenland anfängt, aber sich leicht ausweiten kann.“
„Wir stehen vor dem realen Risiko der ersten ungeordneten Staatsinsolvenz innerhalb der Euro-Zone.“
„Griechenland hat zu viele Schulden und kann nicht wachsen, solange diese Probleme nicht gelöst sind. [...] Das Land wird um eine Umschuldung nicht herumkommen.“
„Also das Geld ist verloren. Die Griechen können ja jetzt schon nicht zurückzahlen. Griechenland war im Grunde schon vor einem Jahr pleite.“
„Eine Spirale der Zahlungsunfähigkeit wäre eine Katastrophe.“
„Solidarität darf nicht in der Weise missverstanden werden, dass die europäischen Partner und die internationale Gemeinschaft keine andere Wahl hätten, als die Finanzierung fortzusetzen. Niemand ist erpressbar und niemand darf erpressbar sein. [...] Das Schicksal des Euro hängt nicht an Griechenland.“
„Ein Kollaps des Euro ist nicht undenkbar.“
„Die EU schiebt das Schuldenproblem nicht nur vor sich her, sondern wie einen Schneeball den Berg hinunter.“
„Es wird keine vollständige Umschuldung Griechenlands geben. Auch der Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone ist niemals ein Thema gewesen“.
„Lasst Griechenland pleitegehen!“
„Es wäre besser für die Zukunftsfähigkeit der Europäischen Währungsunion, die Restrukturierung Griechenlands schnell über die Bühne zu bringen. Wenn nicht, wird die Krise immer schlimmer und breitet sich womöglich auch auf andere Länder aus.“
„Die Währungshüter versuchen, das Ungleichgewicht von zu hohen Schulden und zu attraktiven Zinsen auf Ersparnisse auszugleichen. Man könnte das als finanzielle Repression bezeichnen. Wir nennen es Taschendiebstahl.“
„Wenn der Euro als Ganzes in Gefahr ist, ist es das deutsche Interesse zu helfen, um den wirtschaftlichen Aufschwung nicht zu gefährden.“
Griechenlands Ministerpräsident Giorgos Papandreou droht die Rückendeckung zu verlieren. Sein Sparprogramm trifft auf erhebliche Widerstände. Nun will er sein Kabinett umbilden und sich danach einer Vertrauensabstimmung im Parlament stellen. Auf den Straßen in Athen demonstrieren Tausende gegen die Sparpolitik der Regierung.
Investoren scheinen Griechenland schon aufgegeben zu haben, zumindest werden sie nicht müde, die Pleite herbeizureden. "Lasst Griechenland pleitegehen", forderte etwa der prominente US-Investor Jim Rogers kürzlich.
Zu den 16 CDS-Hauptbanken, zählt offensichtlich auch die Deutsche Bank - ihr Chef Herr Ackermann.
Gleichzeitig hören wir gestern Abend bei Monitor, dass die Deutsche Bank Herrn Minister Schäuble und seiner Truppe Hilfestellung gab, um die Regierungsposition, „Verlängerung der Griechenland-Anleihen“ um 7 Jahre zu verlängern, zu untermauern. Im Text wurden Teile aufgezeigt, die als Plagiat ins Regierungspapier teilweise fast Text genau übernommen wurden. Besser geht es doch nicht mehr! Die Frage, haben wir in unserem gesamten Regierungs- und Verwaltungsapart keine Fachleute mehr? Von Herrn Assmussen hören wir in diesem Zusammenhang auch kein Wort mehr.
Lieber Philosoph,
es ist nichts dagegen zu sagen, wenn ein Anleihegläubiger sein Risiko über einen CDS absichert.
Der Zeitungsbericht beschreibt aber den Wildwuchs, der auch in anderen Bereichen (z.B. Rohstoffmärkte) um sich gegriffen hat und der für das System außerordentlich schädlich ist.
Es geht um den Kauf von ungedeckten CDS, sprich ohne eine Anleihe zu besitzen, die im Risiko steht. Dies sind reine Wettgeschäfte. Und da diese "Wettscheine" nicht an regulierten Börsenplätzen gehandelt werden, weiß niemand genau, in welchen Größenordnungen diese Wettgeschäfte bereits gemacht wurden.
Nennen Sie mich gerne einen Verschwörungstheoretiker, aber mich macht es stutzig, wenn die Ratingagenturen Griechenland mitten in den Bemühungen der EU eine Herabstufung auf CCC vornehmen. Hallo? Burkina Faso als eines der ärmsten Länder dieser Welt hat ein höheres Rating.
Und für mich ist es kein Bankenbashing, wenn man Investmentbanken und Hedge-Fonds an den Pranger stellt. Diese haben maßgeblichen Anteil an der Entstehung von Spekulationsblasen und waren schon an der US-Finanzkrise nicht unschuldig.
Es tut mir leid, wenn ich dabei auch immer unser "Vorzeigeinstitut" Deutsche Bank nenne, aber sie gehört halt zu diesem Verein dazu.
Es muss endlich das normale Bankgeschäft vom Investmentbanking getrennt werden. Es kann nicht sein, dass wenn Wetten der Banken in die Hosen gehen, diese vom Steuerzahler übernommen werden.
Die Politik hat vor 2 Jahren gross angekündigt, dass sich etwas ändern muss in dieser Richtung. Bis heute ist nichts geschehen. Das ist für mich ARBEITSVERWEIGERUNG! Eine Schande, was wir für Politiker haben!





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