
BerlinDer Appetit der Investoren auf deutsche Staatsanleihen lässt nach. Die Versteigerung von Bundesobligationen mit einer Laufzeit von fünf Jahren spülte dem Staat knapp 3,3 Milliarden Euro in die Kassen, teilte die mit dem Schuldenmanagement des Bundes beauftragte Finanzagentur am Mittwoch mit. Die Nachfrage der Anleger übertraf das Angebot nur noch um das 1,8-Fache. Die vorangegangene Auktion im Januar war noch 2,8-fach überzeichnet gewesen. Der Zins zog minimal auf 0,91 Prozent an, nachdem er vor einem Monat noch bei 0,9 Prozent gelegen hatte.
Experten führten das geringere Interesse auf den steigenden Risikoappetit der Anleger zurück. „Für sie ist das Glas derzeit halb voll“, sagte Richard McGuire von der Rabobank. Grund sei die Aussicht auf einen Schuldenschnitt in Griechenland, mit dem sich die Schuldenkrise entspannen könne. Ähnlich sieht das Analyst Peter Chatwell, der die geringere Nachfrage nach den als ausfallsicher geltenden Bundesanleihen deshalb gelassen sieht: „Die Alarmglocken müssen deshalb nicht läuten“.
Die Finanzagentur sprach von einem ungebrochenen Vertrauen der Anleger in deutsche Staatsanleihen. „Der heutige Tender spiegelt zugleich die volatile und durch Unsicherheit gekennzeichnete Marktsituation wider“, sagte ihr Sprecher Jörg Müller.
Ich denke dass es noch genug echte Europäer gibt um den Merkozy-Clowns Paroli zu bitten.
Französische, Italienische oder Spanische Anleihen sind genau so sicher wie deutsche.
Wenn das Schiff sinkt dann sinken alle mit.
@ PisaPisa,
Ziel und Zwek der Medien ist die Meinungsmanipulation der Massen zwecks Gleichschaltung. Vom deutschen Geldhadel über die Werbeinnahmen abhängig und daher voll ergeben.
Mit der Überschrift suggeriert die HB dass es gefährlich ist Spanische, Italienische oder französische Anleihen zu unterzeichnen, auch wenn die Verzinsung attraktiv ist.
Daher sollte man lieber auf Nummer sicher gehen und deutsche Anleihen kaufen, auch dann wenn mit Negativerzinsung.
Deutschland AG läßt grüssen.
@Risikobereitschaft steigt
Wirklich? Man könnte es auch so sehen, dass das Risikobewußtsein steigt.
Von einer Wirtschaftszeitung sollte man eine differenzierte Sicht erwarten dürfen. Wo läge sonst der Unterschied zur Bild-Zeitung?





3 Kommentare
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