HB FRANKFURT. Eine offenbar schwache Nachfrage nach einer neuen portugiesischen Staatsanleihe mit fünf Jahren Laufzeit hat die Renditen für Rentenpapiere des Landes am Donnerstagmorgen in die Höhe getrieben. Zehnjährige portugiesische Anleihen rentierten mit bis zu 7,641 Prozent und so hoch wie noch nie seit der Euro-Einführung. Reuters-Daten zufolge fiel der indikative Preis für die fünfjährige Anleihe auf 97,253 Punkte und damit unter den Angebotspreis von 99,762 Stellen, womit die Rendite auf bis zu 7,071 Prozent stieg.
Die Märkte hätten womöglich wieder ein gewisses Enttäuschungspotenzial nach dem letzten EU-Gipfel entwickelt, sagte ein Händler. "Wenn wir keine Lösung oder keine starken Vorschläge haben, werden wir eine Ausweitung der Risikoaufschläge in der Peripherie sehen." Auch der Euro geriet am Donnerstagmorgen unter Druck und fiel auf bis zu 1,3616 Dollar. Damit war er rund einen US-Cent billiger als im späten US-Geschäft. Der Bund-Future kletterte um bis zu 65 Ticks auf 122,98 Zähler.
Wer wird so naiv sein und diese Anleihe kaufen wenn er weist dass eine Gläubiger beteiligung, von Möchtegern Kaiserin barbarossa vorgeschlagen, für diese Anleihen droht? Danke Frau Merkel, Sie waren wirklich eine große Hilfe! Dafür sind die Zinsen für deutsche Anleihen um so niedriger dadurch.
... dass die Nachfrage nach diesen Anleihen sinkt. Jede Medaille hat eben auch eine Kehrseite. Vor wenigen Wochen wurde der reissende Absatz der EFSF-Anleihen (Anleihen des Rettungsschirms, oder - seien wir ehrlich - "Euro-bonds") bejubelt. Klar, dass nun niemand mehr reguläre Anleihen der Pleiteländer haben will. Warten wir mal, wie lange das noch gut geht. ich rechne bald mit Portugal unter dem Rettungsschirm, weil anders keine Anleihen für Portugal mehr zu begeben sein werden.





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