Anleihen

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Staatsanleihen: Investoren verlangen höhere Zinsen von Spanien

Die gute Nachricht: Spanien kann sich am Geldmarkt mehr Kapital besorgen als geplant. Die schlechte: Die erneut aufflammenden Sorgen um das Euro-Krisenland treiben die Zinsen für die Staatspapiere deutlich in die Höhe.

Bei der Auktion von spanischen Staatsanleihen zogen die Zinsen deutlich an. Quelle: dpa
Bei der Auktion von spanischen Staatsanleihen zogen die Zinsen deutlich an. Quelle: dpa

MadridSpanien bezahlt die wiederaufflammenden Sorgen wegen politischer Risiken mit höheren Finanzierungskosten. Bei einer Auktion von Anleihen zogen die Zinsen am Donnerstag deutlich an, wie aus Zahlen der spanischen Schuldenagentur hervorgeht. Allerdings konnte die Regierung mehr Geld bei Investoren besorgen als geplant. Insgesamt spülte die Versteigerung dreier Anleihen 4,61 Milliarden Euro in die Staatskasse.

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Um sich für zwei Jahre frische Mittel zu leihen, musste Madrid Anlegern Zinsen in Höhe von 2,8 Prozent bieten. Anfang Januar hatten noch 2,5 Prozent ausgereicht. Bei einem fünfjährigen Papier stiegen die Zinsen von 3,8 auf 4,1 Prozent. Im ultralangen Laufzeitbereich bis 2029 legten sie von 5,6 auf 5,8 Prozent zu.

Die Ratings der Euro-Länder

  • Belgien

    S&P Rating: AA
    Ausblick: Negativ
    Moody's Rating: Aa3
    Ausblick: Negativ
    Fitch Rating: AA
    Ausblick: Stabil

  • Deutschland

    S&P Rating: AAA
    Ausblick: Stabil

    Moody's Rating: Aaa
    Ausblick: Negativ

    Fitch Rating: AAA
    Ausblick: Stabil

  • Estland

    S&P Rating: AA-
    Ausblick: Stabil

    Moody's Rating: A1
    Ausblick: Stabil

    Fitch Rating: A+
    Ausblick: Stabil

  • Finnland

    S&P Rating: AAA
    Ausblick: Negativ

    Moody's Rating: Aaa
    Ausblick: Stabil

    Fitch Rating: AAA
    Ausblick: Stabil

  • Frankreich

    S&P Rating: AA
    Ausblick: Stabil

    Moody's Rating: Aa1
    Ausblick: Negativ

    Fitch Rating: AA+
    Ausblick: Stabil

  • Griechenland

    S&P Rating: B-
    Ausblick: Stabil

    Moody's Rating: Caa3
    Ausblick: Stabil

    Fitch Rating: B
    Ausblick: Stabil

  • Irland

    S&P Rating: BBB+
    Ausblick: Positiv

    Moody's Rating: Ba1
    Ausblick: Negativ

    Fitch Rating: BBB+
    Ausblick: Stabil

  • Italien

    S&P Rating: BBB
    Ausblick: Negativ

    Moody's Rating: Baa2
    Ausblick: Negativ

    Fitch Rating: BBB+
    Ausblick: Stabil

  • Luxemburg

    S&P Rating: AAA
    Ausblick: Stabil

    Moody's Rating: Aaa
    Ausblick: Negativ

    Fitch Rating: AAA
    Ausblick: Stabil

  • Malta

    S&P Rating: BBB+
    Ausblick: Stabil

    Moody's Rating: A3
    Ausblick: Negativ

    Fitch Rating: A+
    Ausblick: Stabil

  • Niederlande

    S&P Rating: AA+
    Ausblick: Negativ

    Moody's Rating: Aaa
    Ausblick: Negativ

    Fitch Rating: AAA
    Ausblick: Negativ

  • Österreich

    S&P Rating: AA+
    Ausblick: Stabil

    Moody's Rating: Aaa
    Ausblick: Negativ

    Fitch Rating: AAA
    Ausblick: Stabil

  • Portugal

    S&P Rating: BB
    Ausblick: Stabil

    Moody's Rating: Ba2
    Ausblick: Positiv

    Fitch Rating: BB+
    Ausblick: Negativ

  • Slowakei

    S&P Rating: A
    Ausblick: Stabil

    Moody's Rating: A2
    Ausblick: Negativ

    Fitch Rating: A+
    Ausblick: Stabil

  • Slowenien

    S&P Rating: A-
    Ausblick: Stabil

    Moody's Rating: Ba1
    Ausblick: Negativ

    Fitch Rating: BBB+
    Ausblick: Negativ

  • Spanien

    S&P Rating: BBB
    Ausblick: Stabil

    Moody's Rating: Baa3
    Ausblick: Stabil

    Fitch Rating: BBB
    Ausblick: Stabil

  • Zypern

    S&P Rating: B
    Ausblick: Positiv

    Moody's Rating: Caa3

    Ausblick: Negativ

    Fitch Rating: B-

    Ausblick: Stabil

Noch am Dienstag hatte die Rendite der zehnjährigen Spanien-Bonds ein Acht-Wochen-Hoch erreicht – im Sommer stand sie noch auf einem Rekordhoch seit der Euro-Einführung. Die Rezession hat Spanien bereits das fünfte Jahr in Folge im Griff und bremst die Anstrengungen von Ministerpräsident Mariano Rajoys, Sparmaßnahmen durchzusetzen und somit das Vertrauen der Investoren wiederzugewinnen.

„Es wird einen Schneeballeffekt bei den Schulden geben, weil die Rate nicht niedrig genug ist, um zu verhindern, dass sich das Verhältnis von Verschuldung zu Bruttoinlandsprodukt, weiter verschlechtert“, erklärte Axel Botte, Stratege bei Natixis Asset Management in Paris. „Spanien wird wahrscheinlich seine Defizitziele verfehlen. Die Renditen sind immer noch recht hoch.“

Rating-Historie der Krisenländer

  • Portugals S&P-Rating

    Rating: / Gültig seit:

    BB / 13.01.2012

    BBB- / 05.12.2011

    BBB- / 29.03.2011

    BBB+ / 24.03.2011

    A- / 30.11.2010

    A- / 27.04.2010

  • Portugals Moody's-Rating

    Rating: / Gültig seit:

    Ba3 / 13.02.2012

    Ba2 / 05.07.2011

    Baa1 / 05.04.2011

    A3 / 15.03.2011

    A1 / 21.12.2010

    A1 / 13.07.2010

    Aa2 / 05.05.2010

  • Irlands S&P-Rating

    Rating / Gültig seit:

    BBB+ / 13.01.2012

    BBB+ / 05.12.2011

    BBB+ / 01.04.2011

    A- / 02.02.2011

    A / 23.11.2010

    AA- / 24.08.2010

  • Irlands Moody's-Rating

    Rating: / Gültig seit:

    Ba1 / 12.07.2011

    Baa3 / 15.04.2011

    Baa1 / 17.12.2010

    Aa2 / 05.10.2010

    Aa2 / 19.07.2010

  • Spaniens S&P-Rating

    Rating: / Gültig seit:

    BBB- / 10.10.2012

    BBB+ / 26.04.2012

    A / 13.01.2012

    AA- / 05.12.2011

    AA- / 13.10.2011

    AA / 28.04.2010

  • Spaniens Moody's-Rating

    Rating: / Gültig seit:

    Baa3 / 16.10.2012

    Baa3 / 13.06.2012

    A3 / 13.02.2012

    A1 / 18.10.2011

    Aa2 / 29.07.2011

    Aa2 / 10.03.2011

    Aa1 / 15.12.2010

    Aa1 / 30.09.2010

    Aaa / 30.06.2010

  • Italiens S&P-Rating

    Rating: / Gültig seit:

    BBB+u / 31.01.2012

    Au / 05.12.2011

    Au / 19.09.2011

    A+u / 17.02.2011

  • Italiens Moody's-Rating

    Rating: / Gültig seit:

    Baa2 / 13.07.2012

    A3 / 13.02.2012

    A2 / 04.10.2011

    Aa2 / 17.06.2011

  • Griechenlands S&P-Rating

    Rating: / Gültig seit:

    B- / 18.12.2012

    SD / 05.12.2012

    CCC / 02.05.2012

    SD / 27.02.2012

    CC / 27.07.2011

    CCC / 13.06.2011

    B / 09.05.2011

    BB- / 29.03.2011

    BB+ / 02.12.2010

    BB+ / 27.04.2010

    BBB+ / 16.03.2010

  • Griechenlands Moody's-Rating

    Rating: / Gültig seit:

    C / 02.03.2012

    Ca / 25.07.2011

    Caa1 / 01.06.2011

    B1 / 09.05.2011

    Ba1 / 26.12.2010

    Ba1 / 14.06.2010

    A3 / 22.04.2010

Im laufenden Jahr muss Spanien nach Einschätzung von Zinsstratege Justin Knight von der UBS in London durchschnittlich jeden Monat zehn Milliarden Euro an Anleihen auflegen. Im vergangenen Monat beschaffte sich das Land über die Emission einer zehnjährigen Anleihe sieben Milliarden Euro, wobei die Rendite bei rund 5,4 Prozent lag. Für Donnerstag sind Emissionen mit Laufzeiten bis 2015, 2018 und 2029 angekündigt.

Die spanische Regierung hat bereits signalisiert, dass sie das Ziel einer Reduzierung des Haushaltsdefizits im vergangenen Jahr auf 6,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts wohl verfehlt hat. Für dieses Jahr sind 4,5 Prozent angepeilt.

  • 07.02.2013, 14:39 Uhr

    die Zinssaetze sind ein Witz, wenn man das Risiko betrachtet...

  • 07.02.2013, 16:06 Uhr

    Wo ist denn Risiko, die Deutschen bezahlen das doch alles "gerne"

  • 07.02.2013, 17:21 Uhr

    "Die gute Nachricht: Spanien kann sich am Geldmarkt mehr Kapital besorgen als geplant"

    LOOOOOOOOL Achso...das ist die gute NAchricht? Sorry aber einem "Südländer" Geld zu leihen ist so eine Sache und das weiss jeder der dort mal gelebt hat :D

    Die noch bessere NAchricht ist nur "Zurückzahlen werden sie es nicht können und das wissen die bereits jetzt!" :D LOL

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