
HB NEW YORK. Die Ratingagentur Moody's hat in einem ungewöhnlichen Schritt eine mögliche Herabstufung der Kreditwürdigkeit von Portugal und Griechenland mitgeteilt.
Angesichts der Gerüchte am Markt „gehen wir den unüblichen Weg, weitere Informationen über den Zeitplan und das Ausmaß unserer kommenden Rating-Veränderungen bekannt zu geben“, teilte die Agentur am Montagabend mit. Für Portugal sei dabei eine Herabstufung auf das Niveau „AA3“ wahrscheinlich. Aber auch eine Änderung auf „A1“ sei nicht ausgeschlossen. Griechenland werde wohl auf unterhalb des Investment-Niveaus herabgestuft. Die Überprüfungen der beiden Länder würden aber wohl noch drei bis vier Wochen dauern.
Ratingagenturen standen zuletzt bei der Schuldenkrise in Griechenland in der Kritik. So hatte die Agentur Standard & Poor's ihre Bewertung für Griechenland auf „Ramsch“-Status gesenkt und dabei einen bevorstehenden Abschluss der Sparverhandlungen der Regierung in Athen mit EU und IWF nicht abgewartet. Führende Politiker haben als Konsequenz eine Regulierung der internationalen Rating-Agenturen angekündigt.
Vor diesem Hintergrund rollt auf die Agenturen Moody's, Standard & Poor's und Fitch eine Klagewelle zu. Moody's teilte am Montag mit, dass ihr von der US-Börsenaufsicht eine Klage droht. Die SEC wirft der Agentur nach einem Bericht der „Financial Times“ vor, die Beschreibung ihres Vorgehens bei der Bewertung bestimmter europäischer Wertpapiere sei „falsch und irreführend“ gewesen. Die Vorwürfe gehen zurück auf eine Enthüllung aus dem Jahr 2008. Danach hat Moody's diesen Papieren aufgrund eines Modellfehlers irrtümlich eine AAA-Wertung gegeben.
Moody's hat zwar eingeräumt, dass einige Angestellte in diesem Fall gegen Regeln verstoßen haben. Die Agentur stellt sich jedoch auf den Standpunkt, dass „die Verletzung von Richtlinien durch Angestellte nicht bedeutet, dass diese Richtlinien selbst falsch und irreführend sind“. Aber auch wenn es der Agentur gelingen sollte, diese Klage abzuwenden, muss sie damit rechnen, von anderen Klägern vor den Richter gezerrt zu werden.
Kleiner Nachtrag: Haben die Amis wohl. Setzen aber Hitkillers und Schakale nur im Ausland ein.
Natürlich, an den Kursschwankungen verdienen die doch. Mit einer stabilisierenden Kampfansage des Euro-Raums, hat ja wieder Spiel nach unten gelassen. Völlig widersprüchlich, dass Maßnahmen die die Liquidität von Staaten sichern abgewertet werden müssen. Wer sich auf Ratingagenturen verlässt ist verloren.
FiMOSTAPO - Fitsch, MOodys und STandard & POors. Drei Firmen , ein Gedanke. Und die Unlogik an allen Dreien: Zum gleichen Zeitpunkt kommen sie zu unterschiedlichen Ergebnissen. Wahrscheinlich, weil die 3 boards zu unterschiedlichen Zeitpunkten unterschiedlich betrunken sind. Eine andere Erklärung gibt es nämlich nicht. Geheim , verstehen Sie?
Die Regelung einen einheitlichen bewertungsmaßstab vorzuschreiben wird für die Amerikaner dringlicher. Um den Veröffentlichungszeitpunkt festzulegen fehlt den Amis ja leider eine entsprechende KGb-behörde. What a pitty!
Eine europäische Reaktion auf bewertungen könnte sein: Jährlich zum gleichen Zeitpunkt die Staatshaushaltspläne zu veröffentlichen.
Auch läßt sich eine bewertung zwischen diesen drei Schiedsrichtern von Gottes Gnaden überhaupt nicht ausmachen. Auch dies kann nur daran liegen, daß in dem einen board 15jähriger Scotch, im anderen 18jähriger bourbon und im dritten 25jähriger Cognac zu den Mahlzeiten gereicht werden.





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