Börse Inside

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Aktien der Milliardäre: So meistern Superreiche die Finanzkrise

Bücher, Bier und Bekleidung: Was jeder braucht, verkauft sich. An der Börse profitierte von der Idee am stärksten der Amazon-Gründer Jeff Bezos. Welche Milliardärs-Aktien die Krise außerdem rockten und welche floppten.

Amazon-Chef Jeff Bezos lässt sich feiern. Die Entwicklung seiner Aktie liefert allen Grund dazu. Quelle: Reuters
Amazon-Chef Jeff Bezos lässt sich feiern. Die Entwicklung seiner Aktie liefert allen Grund dazu. Quelle: Reuters

DüsseldorfErst in schweren Zeiten zeigt sich, was ein Geschäftsmodell wirklich wert ist. Seit fast fünf Jahren rüttelt die Finanzkrise die Kapitalmärkte nun schon durch. Insbesondere Aktien mussten einige Jahre leiden. Doch nicht alle.

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Auch in den vergangenen fünf Jahren entwickelten sich manche Papiere so prächtig, als hätte es die starken Schwankungen und Kurseinbrüche an den Märkten gar nicht gegeben. Einige dieser Aktien davon sind eng verbunden mit den reichsten Menschen auf dem Globus. Oft kontrollieren die Milliardäre diese Unternehmen oder sie gestalten deren Schicksal entscheidend mit.

Milliardäre im Bild Die reichsten Menschen des Planeten

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Wer nun zuerst an den weltweit bewunderten Investor Warren Buffett denkt, liegt jedoch falsch. Klar, auch Buffetts Investmentvehikel Berkshire Hathaway taucht unter den hier betrachteten zwanzig Aktien der Superreichen auf. Doch mit der Kursentwicklung in den vergangenen fünf Jahren kann er nicht zufrieden sein. Er rangiert in diesem illustren Kreis nur im hinteren Mittelfeld.

Mehrere Dinge fallen in der betrachteten Liste auf.

1. Mehr als die Hälfte der Milliardärs-Aktien entwickelte sich besser als Dax und Dow und viel, viel besser als die meisten Aktienmärkte in den vergangenen fünf Jahren. Im Schnitt hat das zwanzig Aktien umfassende Portfolio in fünf Jahren fast fünfzig Prozent zugelegt, pro Jahr also im Schnitt knapp zehn Prozent. Der Dax, der sich zuletzt hervorragend entwickelte kommt im gleichen Zeitraum nicht einmal auf zwanzig Prozent. Nur der Index der zweiten Reihe in Deutschland, der MDax, kann mit knapp fünfzig Prozent hier mithalten.

Superreiche und ihre Aktien: Die Top 10 seit 2008

  • Berechnung

    Vergleich von Aktien aus der Milliardärsliste, die Bloomberg veröffentlicht. Nicht alle Superreichen gründen ihren Reichtum auf Unternehmen, die an der Börse notiert sind. Einige der Aktien erlauben zudem keine Betrachtung über fünf Jahre, die hier vorgenommen wurde.

    Stand: Ende Januar 2013

  • Jeff Bezos

    Die Aktie: Amazon               (906866)  Die Performance:             299,41%

  • Amancio Ortega             

    Die Aktie:            Inditex 756434  Die Performance:           228,00%

  • Jorge Lemann  

    Die Aktie:            Anheuser-Busch  590932  Die Performance:           107,95%

  • Bernard Arnault              

    Die Aktie:            LVMH   853292  Die Performance:           100,39%

  • Larry Ellison       

    Die Aktie:            Oracle   871460  Die Performance:           96,29%

  • Iris Fontbona

    Die Aktie:            Antofagasta       867578  Die Performance:           66,39%

  • Stefan Persson

    Die Aktie:            Hennes & Mauritz             872318  Die Performance:           56,00%

  • Familie Walton 

    Die Aktie:            Wal-Mart            860853  Die Performance:           53,56%

  • Larry Page         

    Die Aktie:            Google           A0B7FY      Die Performance:           49,01%

  • Liliane Bettencourt        

    Die Aktie:            L'Oreal  853888  Die Performance:           38,39%

2. Hinter fast allen Aktien der Superreichen stecken grundsolide Verkaufsideen: Angeboten wird, was die Menschen brauchen – und am liebsten günstig mit nach Hause nehmen. Essen, Trinken und was zum Anziehen braucht schließlich jeder. Kein Wunder also, dass Unternehmen wie der Bierbrauer Anheuser-Busch, der Modeanbieter Inditex oder die Supermarktkette Wal-Mart gutes Geld verdienen.

3. Auch in Krisenzeiten darf jedoch auch ein wenig Luxus nicht fehlen – genauso wie Kosmetik und Bücher. Der Online-Buchhändler Amazon, der Kosmetikkonzern L’Oreal und der Luxusgüteranbieter LVMH befriedigen diese Bedürfnisse.

4. Ohne Computer, Software und das Internet ist für viele das moderne Leben gar nicht mehr denkbar. Der alles beherrschende Internetkonzern Google hat sich hervorragend entwickelt – genauso wie der Hersteller von Programmen für Firmen, Oracle – ein großer Konkurrent der deutschen SAP.

Aktien Ein großartiges Jahr für Milliardäre

Größter Gewinner unter den 100 Superreichen ist Amancio Ortega.

5. Schließlich gibt es aber auch Milliardäre, deren Aktieninvestments sich in den vergangenen fünf Jahren nicht so gut entwickelt haben. Dazu zählen zwei Reiche, die ihr Vermögen vor allem in Öl, Gas sowie Stahl gesteckt haben. Doch auch eine Glücksspiel-Aktie aus Las Vegas verbuchte Verluste.

Welche Aktien der Superreichen sich gut, welche sich schlecht entwickelt haben und was dahintersteckt.

Platz 1: Amazon

Die beiden besten Milliardärs-Aktien kommen aus Amerika und Spanien. Es sind der Online-Buchhändler Amazon und der Modeverkäufer Inditex. In beiden Fällen handelt es sich um Unternehmen, die weltweit tätig sind und mit ihren Produkten sowohl technisch wie preislich für Furore sorgen.

Die Lebensgeschichte von Amazon-Gründer Jeff Bezos

  • Die Biografie

    Jeff Bezos ist eine der spektakulärsten Manager-Persönlichkeiten der Welt. Die Lebensgeschichte des Amazon-Gründers bietet eine unglaubliche Vielfalt und zahlreiche interessante Erzählungen. Der Top-Journalist und Bestsellerautor Richard L. Brand hat die Biografie in seinem Buch „Mr. Amazon“ (Ambition Verlag) aufgeschrieben. Darin finden sich auch bemerkenswerte Geschichten über die Person Jeff Bezos.

  • Die Rinderfarm

    Ironischerweise ist eine der wichtigsten Internet-Ikonen auf einem Bauernhof aufgewachsen – um genau zu sein auf einer Rinderfarm in Cotulla, Texas. Dort half der kleine Jeff schon als Vierjähriger tatkräftig mit, auch beim Ställe ausmisten.

  • Die perfekte Kindheit

    Jahre später urteilte Jeff Bezos, dass seine Erfahrungen auf der Ranch zu seiner erfolgreichen Unternehmerkarriere maßgeblich beigetragen hätten. Das Reparieren von Traktoren und das Kastrieren von Rindern entsprach seiner Vorstellung von einer „idyllischen Kindheit“. Seine Mutter stand ihm stets bei. Jeff habe dort gelernt, dass es keine Probleme ohne Lösungen gebe.

  • Dem leiblichen Vater nie begegnet

    Bezos hat seinen Vater nie kennengelernt. Der Teenager verließ die junge Mutter, als Jeff anderthalb war. Er existierte im Leben des Jungen gar nicht.

  • Der „richtige“ Vater

    Der Nachname Bezos stammt laut Jeffs eigener Aussage vom „richtigem“ Vater. Und den hätte es ohne Fidel Castro wohl nie gegeben. Denn als er 1959 an die Macht kam, schickten viele kubanische Eltern ihre Kinder in die Staaten. So auch Miguel Bezos (vom spanischen besos: „Küsse“). Miguel setzte sich mit großer Ausdauer durch, machte einen Uni-Abschluss und wurde Erdölingenieur.

  • Die Sturheit

    Jeff Bezos war ein unglaublich stures Kind. Mit drei Jahren quängelte er so lange herum, bis er das Gitterbett endlich verlassen durfte - ungeachtet der Sicherheitsbedenken seiner Mutter. Trotz seiner außergewöhnlichen Konzentrationsfähigkeit wurde Jeff so auch zum Schrecken seiner Lehrer. Sie mussten ihm mal mitsamt Stuhl und Tisch im Klassenraum umsetzen.

  • Frühes Interesse an Technik

    Seine Mutter und vor allem der Großvater erweckten und förderten Jeffs großes Interesse an Technik und Basteln. Sie schenkten ihm entsprechendes Spielzeug und Baukästen. Dennoch war sein erster Karrierewunsch (mit sechs Jahren), Archäologe zu werden.

  • Hochbegabt

    Als die Familie nach Houston umzog, war Jeff im späten Kindergartenalter. Die Eltern schrieben ihn für Fördermaßnahmen für hochbegabte Kinder ein. Dafür musste er zwar 20 Meilen hin und zurück fahren, aber es lohnte sich.

  • Der Bücherwurm

    Dass Amazon mit dem Verkauf von Büchern groß wurde, ist weit mehr als ein Zufall. Jeff Bezos ist seit der Kindheit ein Büchernarr. Er nahm mit Feuereifer an Literatur-Schülerwettbewerben teil und las mit seinen ebenfalls lesebegeisterten Mitschülern um die Wette.

  • Einsamer Nerd

    Bezos war wie viele Nerds des 20. Jahrhunderts eher ein Einzelgänger, der viel las und viel Zeit vor dem Computer verbrachte. Seine Lehrer notierten damals, dass er „nicht besonders führungsbegabt“ sei. Auch rein körperlich wirkte er wie ein Nerd: Jeff brachte nicht einmal das Mindestgewicht für die Football-Mannschaft auf die Waage.

  • Erster Job bei McDonalds

    Als seine Eltern erneut umzogen – diesmal nach Florida – war Jeff 13 Jahre alt. Hier übernahm er seinen ersten Sommerjob. Und das ausgerechnet bei McDonalds. Doch der Teenager gab sich mit dem Burgerwenden nicht zufrieden und entwickelte Verbesserungsvorschläge, mit denen die Abläufe in dem Laden tatsächlich verbessert wurden.

  • Uschi - die erste Freundin

    In seinem ersten Jahr auf der Junior-Highschool lernte Jeff seine langjährige Freundin Ursula „Uschi“ Werner kennen. Sie träumten von einer gemeinsamen Firma und schufen diese tatsächlich auch in frühen Teenagerjahren. Werbeflyer begeisterten junge Schüler für einen sehr besonderen Nachhilfeunterricht. Die Beziehung endete wie so viele andere Highschool-Liebschaften in der Collegezeit.

  • Der Weltraum als Lebensraum

    Auf dem College setzte Bezos nebenbei seinen Kindheitstraum – übrigens inspiriert vom Großvater – in die Tat um. Seinen Abschluss machte er in Elektrotechnik und Informatik und auch die ersten Berufsschritte unternahm Bezos in anderen Bereichen – allen voran bei IBM. Aber seinen Traum, der heute in Blue Origin mündet, den hatte er, seitdem er fünf Jahre alt war.

Erst vor wenigen Tagen ist der Kurs von Amazon auf ein Rekordhoch gestiegen. Der Konzern verdient prächtig mit E-Books, also Büchern, die man elektronisch liest. „Unglaublich starke Margen“, kommentierte ein Analyst. Nun zahlt sich offenbar die neue Strategie aus, in neue Geschäftsfelder wie E-Books zu investieren. Denn die neuen Aktivitäten wachsen schneller als die klassischen Einzelhandelsgeschäfte von Amazon.

Damit bestätigt sich eine Prognose, die Handelsblatt-Spezialist Hans-Peter Siebenhaar schon 2011 wagte: „Angesichts der Marktentwicklung droht der klassische Sortimentsbuchhandel, wie wir ihn in Deutschland schätzen, unter die Räder zu kommen. Noch macht der klassische Buchhandel mehr als die Hälfte aller Umsätze in dem fast zehn Milliarden Euro großen Markt aus. Doch wie lange noch, wenn jedes Buch innerhalb von einer Minute rund um die Uhr zu haben ist? Auf den Buchhandel – auch in Deutschland – kommen schwere Zeiten zu.

Die besten Zitate von Amazon-Gründer Jeff Bezos

  • Die Legende

    Jeff Bezos ist eine der spektakulärsten Manager-Persönlichkeiten der Welt. Die Lebensgeschichte des Amazon-Gründers bietet eine unglaubliche Vielfalt und zahlreiche interessante Erzählungen. Der Top-Journalist und Bestsellerautor Richard L. Brand hat die Biografie in seinem Buch „Mr. Amazon“ (Ambition Verlag) aufgeschrieben. Die besten Zitate von Bezos finden sich auch darin und folgen nun.

  • Über das Landleben

    „Wenn man eines beim Landleben lernt, dann ist es, sich auf sich selbst zu verlassen. Die Leute dort machen alles selbst. Und diese Eigenständigkeit kann man lernen.“

  • Über seine Beziehung zu Frauen

    „Ich bin nicht der Typ, bei dem Frauen eine halbe Stunde nach dem Kennenlernen sagen: 'Wow, der ist klasse.' Ich bin eher albern und nicht ... also jedenfalls nicht so, dass irgendeine Frau über mich sagen würde: 'Oh mein Gott, genau so einen habe ich gesucht.'"

  • Über seinen ersten Job bei McDonalds

    „Heute heben sich die Pommes selbst aus der Friteuse – und das, glauben Sie mir, ist ein echter technischer Fortschritt.“

    (Bezos jobbte mit 13 Jahren in den Sommerferien für die Fast-Food-Kette und machte umgehend Vorschläge zur Optimierung der Abläufe)

  • Über seinen leiblichen Vater, den er nicht kannte

    „Die einzigen Male, die er überhaupt Thema wird, sind die, wenn ich beim Arzt nach meiner Krankengeschichte gefragt werde. Dann kreuze ich eben 'unbekannt' an.“

  • Über Sturheit

    „Wenn etwas kaputt ist, machen wir es heil. Um etwas Neues durchzusetzen, muss man stur und zielstrebig sein, auch wenn es andere vielleicht unvernünftig finden.“

  • Zur Begeisterung für den Weltraum

    „Der einzige Grund, aus dem ich mich für das All interessierte, besteht darin, dass mich die NASA inspirierte, als ich fünf Jahre alt war.“

  • Zur Wende im Lebenslauf

    „Zu den wichtigsten Dingen, die mich Princeton lehrte, zählt die Einsicht, dass ich nicht klug genug bin, ein Physiker zu sein.“

    (Auf der Universität änderte Bezos seine Fachrichtung und machte den Abschluss in Elektrotechnik und Informatik)

Amazon-Chef Jeff Bezos findet nun Bestätigung dafür, dass er es wagte, selbst ein Buchlesegerät zu bauen: „Als wir vor acht Jahren mit der Entwicklung des Kindle anfingen, haben uns viele gesagt: "Schuster, bleib bei Deinen Leisten". Aber das Problem mit einem solchen Ansatz ist, dass man nicht mit den Anforderungen der Kunden wächst. Und dafür muss man auch neues lernen. Jedenfalls, das erste, was wir beim Einstieg in das Geschäft gemacht haben, war, uns einen Manager zu holen, der sein ganzes Leben lang Hardware gebaut hat.“

Bezos gehört dank Amazon zu den zwanzig reichsten Menschen der Welt. Ende 2012 schätzte der Nachrichtendienst Bloomberg sein Vermögen auf gut 23 Milliarden Dollar. Der Wert seines Unternehmens vervierfachte sich in nur fünf Jahren.

Mehr zur Aktie: Amazon

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Platz 2: Inditex

Nicht ganz so gut, aber ebenfalls fantastisch entwickelte sich die Aktie von Inditex, der Mutter der Modekette Zara. Hinter Inditex steckt der spanische Modezar Amancio Ortega. Europas reichster Mann kontrolliert knapp 60 Prozent von Inditex. Seit 2001 hat er allein 2,5 Milliarden Euro an Dividenden eingenommen, rechnete Bloomberg aus. Als Chairman des Konzerns trat er 2011 zurück.

Milliardäre: Wer ist Inditex-Gründer Armancio Ortega?

  • Drittreichster Mann

    Bloomberg schätzt das Vermögen von Armancio Ortega, dem Gründer der spanischen Modekette Inditex, Ende 2012 auf 57,5 Milliarden Dollar. Er ist damit drittreichster Mann der Welt und hat sogar den Anlageguru Warren Buffett überholt.

  • Aufstieg

    Ortega ist vom Laufburschen zum drittreichsten Mann der Welt aufgestiegen. Mit seinem Mehrheitsanteil an Inditex verdiente Ortega laut Bloomberg zuletzt mehr Geld als Warren Buffett mit seinen Investments.

  • Seine Aktie

    Die Inditex-Aktie hat 2012 rund 66 Prozent und 2011 rund 17 Prozent zugelegt. Damit ist die Aktie der Star des spanischen Börsenbarometers Ibex 35.

  • Seine Marken

    Der nach Umsatz weltgrößte Textileinzelhändler ist in Deutschland vor allem durch die Marken Zara oder Massimo Duti bekannt. Der Mix aus marktnaher Produktion - je zur Hälfte in Europa und Asien - erhöht die Liefergeschwindigkeit und lässt Inditex weniger unter Wechselkurs- oder Kostenschwankungen leiden als Konkurrenten.

  • Erfolgsrezept

    Das System von Inditex ist darauf ausgerichtet, extrem schnell und flexibel auf veränderte Kundenwünsche und Modetrends zu reagieren. Mittlerweile ist der Konzern in rund 5.700 Läden und 85 Ländern aktiv.

  • Wachstumstreiber

    Wachstumstreiber ist derzeit vor allem das Onlinegeschäft. Inditex startete im September 2010 mit Onlineverkäufen in Europa, ein Jahr später in den USA und vor zwei Monaten schließlich in China. "In den USA, in China, Japan und Deutschland befinden sich zusammengenommen weniger als zehn Prozent der gesamten Inditex-Läden, obwohl es sich um Märkte handelt, die wohl rund die Hälfte des globalen Modemarktes ausmachen", meinen die Analysten von UBS.

  • Krisenfest

    Selbst während der jüngsten Wirtschaftskrise steigerte Inditex seine Gewinne kontinuierlich und expandierte vor allem in den wachstumsstarken asiatischen und osteuropäischen Märkten. Ortegas Erfolgsgeheimnis liegt im System der vertikalen Integration: Inditex ist in allen Phasen des Geschäfts vom Design über die Herstellung und den Verkauf beteiligt.

  • Analystenlob

    "Inditex hat in Spanien sowohl die Verkäufe der Einzelhandelsbranche sowie die allgemeine Konsumentwicklung übertroffen", loben die Analysten der UBS mit Blick auf 2012.

  • Start

    Der Textilhändler startete vor fast 40 Jahren, als Ortega in der Straße Juan Flórez in der galizischen Hauptstadt A Coruña den ersten Zara-Laden eröffnete.

  • Börsengang

    Im Jahr 2001 brachte Ortega zunächst ein Viertel der Anteile an die Börse. Seitdem explodierte der Aktienwert.

  • Rückzug

    Seit 2011 zieht sich Ortega stärker aus der Führung zurück. Von einer Trennung kann aber keine Rede sein: Amancio Ortega besitzt 60 Prozent der Anteile und hat daher im Verwaltungsrat ein gewichtiges Wort mitzureden.

Das Papier der Modekette verdreifachte seinen Wert während der Finanzkrise. Die weltgrößte Bekleidungskette Inditex hat den Gewinn trotz der Schwierigkeiten auf dem spanischen Heimatmarkt zuletzt um gut ein Viertel gesteigert.

Analysten beeindruckt die Effizienz des Konzerns, der stetig auf der ganzen Welt expandiert: Inditex kann Händler besonders schnell mit neuer Ware beliefern und so rasch auf veränderte Trends und Materialkosten reagieren.

Die größten Textileinzelhändler Europas

  • Der Bekleidungsmarkt in Europa

    Auch wenn es viele bekannte Modeketten gibt – ihr jeweiliger Marktanteil ist recht gering. Das hängt nur teilweise mit dem Online-Handel zusammen. Vor allem vertreiben auch Discounter wie Aldi oder Lidl viel Bekleidung. Die Daten beziehen sich auf das Jahr 2012.

  • H&M

    4,71 Prozent Marktanteil in Europa

  • Inditex (Zara u.a.)

    3,93 Prozent

  • C&A

    2,21 Prozent Marktanteil

  • Marks&Spencer

    1,68 Prozent

  • Next

    1,53 Prozent

  • Primark

    1,36 Prozent

  • Arcadia

    1,2 Prozent

  • Esprit

    0,85 Prozent

  • TK Maxx

    0,8 Prozent

  • Kik

    0,65 Prozent

  • Quelle

    Mintel (über statista.de)

Auf Verbrauchertrends reagiert Inditex auch in anderer Hinsicht sehr schnell. So einigte man sich mit der Umweltschutzorganisation Greenpeace: Die Kette Zara will bis 2020 alle gesundheits- und umweltschädlichen Chemikalien aus ihrer Produktion verbannen. Zara habe umfassende Verbesserungen bei der Herstellung von Kleidern, Schuhen und Accessoires zugesichert, verkündete Greenpeace stolz.

Mehr zur Aktie: Inditex

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Platz 3: Anheuser-Busch

Eine ganz andere Vision verfolgte Jorge Paulo Lemann, ein brasilianisch-schweizerischer Manager und Banker. Der 73-Jährige hat breite Kontakte in große Konzerne rund um den Globus. Auch Sam Walton von Wal-Mart und Starinvestor Warren Buffet sollen zu den Freunden des reichsten Brasilianers zählen.

Die größten Brauereien der Welt

  • Platz 10

    Kirin (Japan)

    Die japanische Kirin-Gruppe liegt im weltweiten Vergleich mit einem Marktanteil von 1,6 Prozent auf Platz 10. Im Jahr 2010 setzte Kirin weltweit 30,3 Millionen Hektoliter Bier ab. In den USA werden die Kirin-Produkte vom Branchenriesen Anheuser-Busch vertrieben.

  • Platz 7

    Grupo Modelo (Mexiko)

    Aushängeschild der Mexikaner ist Corona, die führende Marke in Mexiko und das weltweit beliebteste mexikanische Bier. Grupo Modelo steht in der Branchenübersicht für 2010 auf Platz 7. Laut Barth-Haas Group hatten die Mexikaner 51,9 Millionen Hektoliter Bier verkauft - 2,8 Prozent Marktanteil.

  • Platz 8

    Yanjing (China)

    Der Bierdurst der Chinesen wächst, und damit auch der Marktanteil der chinesischen Brauereien. Yanjing erreicht mit 50,3 Millionen Hektolitern (entspricht einem Marktanteil von 2,7 Prozent) Rang 8. Asien gilt als Wachstumsmarkt, auch für die Brauer. Deutsche Unternehmen sind hier kaum präsent.

  • Platz 9

    Molson-Coors (USA/Kanada)

    Mit 48,7 Millionen Hektolitern und einem Marktanteil von 2,6 Prozent erreicht Molson-Coors gerade sie Top Ten. Das US-amerikanische und kanadische Unternehmen fiel im Vergleich zum Vorjahr um zwei Plätze zurück.

  • Platz 6

    Tsingtao (China)

    Die zweite chinesische Brauerei in den Top Ten produziert 64 Millionen Hektoliter im Jahr. Der Erfolg auf dem riesigen Heimatmarkt brachte der chinesischen Brauerei einen weltweiten Marktanteil von 3,5 Prozent ein, das reicht für Platz sechs.

  • Platz 5

    China Resources Breweries (China/Großbritannien)

    Das Joint Venture aus dem chinesischen Unternehmen CR Enterprise und SAB-Miller aus Großbritannien produziert die Marke „Snowbeer“. Weltweit verkaufte das Unternehmen 93,3 Millionen Hektoliter Bier. Das ergibt einen Marktanteil von 5,1 Prozent und Platz 5.

  • Platz 4

    Carlsberg (Dänemark)

    Der dänische Brauereikonzern erreichte 2010 einen weltweiten Marktanteil von 6,2 Prozent - Platz vier. Dazu war ein Ausstoß von 114 Millionen Hektolitern nötig. Zu Carlsberg gehören auch die deutsche Kultmarke Astra sowie Lübzer und Holsten.

  • Platz 3

    Heineken (Niederlande)

    Auch wenn es sich mancher deutsche Biertrinker schwer vorstellen mag: Die Welt trinkt Heineken. Der niederländische Bierbrauer erreichte 2010 mit einem Ausstoß von 145,9 Millionen Hektolitern einen Marktanteil von 7,9 Prozent und ist damit die weltweit drittgrößte Brauerei. Heineken ist auch an den deutschen Marken Kulmbacher und Paulaner beteiligt.

  • Platz 2

    SAB-Miller (USA/Großbritannien)

    „Miller“ belegte 2010 mit einem Ausstoß von 172,3 Millionen Hektolitern den zweiten Platz. Die ur-amerikanische Marke gehört seit 2002 zum SAB-Miller-Konzern aus Großbritannien und hat sich die australische Traditionssorte Foster's einverleibt.

  • Platz 1

    Anheuser-Busch Inbev (Belgien/USA/Brasilien)

    Der mit Abstand größte Brauer der Welt ist Anheuser-Busch Inbev. Die Belgier kontrollierten 2010 nach Angaben des Hopfenhändlers Barth-Haas Group 19,4 Prozent des Weltmarkts und produzierten die unvorstellbare Summe von 358,7 Millionen Hektoliter Bier. Die bekannteste deutsche Marke im Portfolio ist Beck's.

Als seine Leidenschaft entdeckte der Banker das Biergeschäft. Vor rund einem Jahrzehnt formte er bereits einen gewaltigen Braukonzern, Inbev, und kontrolliert heute den größten Bierbrauer Anheuser-Busch InBev – ein Konzern, der 2008 durch eine Fusion entstanden ist und weltweit über einen Marktanteil von rund 25 Prozent verfügt.

Vertrieben werden unter anderem die Biere Budweiser, Corona, Stella Artois, Beck's und viele lokale Marken. Der Aktienkurs des Bierkonzerns hat sich in den vergangenen fünf Jahren verdoppelt. Die Strategie der Größe ist also aufgegangen.

Mehr zur Aktie: Anheuser-Busch

Was den Milliardär Bernard Arnault auszeichnet

  • Reichster Franzose

    Arnault ist dem Magazin „Forbes“ zufolge mit einem Vermögen von 32 Milliarden Euro der reichste Mann Europas und der viertreichste Mann der Welt.

  • Geehrt in England

    Arnault wird von der britischen Königin Elizabeth II. in den Ritterstand erhoben. Mit der Ehrung würden Arnaults Verdienste um Unternehmen und „die größere Gemeinschaft im Vereinigten Königreich“ gewürdigt, teilte das britische Außenministerium mit. Da Arnault kein Brite ist, wird ihm eine sogenannte Honorary Knighthood verliehen. Er kann sich damit nicht mit dem Titel „Sir“ schmücken.

  • Angefeindet in Frankreich

    Bernard Arnault kündigte eine Anzeige gegen die linksgerichtete Zeitung „Libération“ an, weil auf deren Titel ein Foto von ihm mit der Schlagzeile „Hau ab, du reicher Idiot!“ erschienen war. Hintergrund ist der Antrag des Multi-Milliardärs auf eine belgische Staatsbürgerschaft.

  • Begehrt in Belgien

    Die EU-Kommission will sich nicht in die Debatte um den belgischen Wohnsitz von Bernard Arnault einmischen. Der für Steuern verantwortliche Kommissar Algirdas Semeta sagte, seine Behörde habe die entsprechenden belgischen Gesetze überprüft. „Sie behandeln alle Personen gleich, ob nun Belgier oder Ausländer.“ Eine Diskriminierung sei deshalb nicht zu erkennen.

  • Auswanderwillig

    Arnault will auch künftig seine Steuern in Frankreich zahlen. Er strebt jedoch die doppelte Staatsbürgerschaft an. Laut Schätzungen leben tausende wohlhabende Franzosen in Belgien, weil sie dort weniger Steuern zahlen.

  • Vertrauter eines Ex-Staatschefs

    Als Chef des weltgrößten Luxuskonzerns LVMH war er viele Jahre der Vertraute des abgewählten konservativen Präsidenten Nicolas Sarkozy.

  • Gegner eines anderen Ex-Staatschef

    Arnault hatte 1981 nach dem Wahlsieg des Sozialisten François Mitterrand Frankreich verlassen und lebte drei Jahre in den USA.

Platz 4: LVMH

Bernard Jean Étienne Arnault (63) ist seit 1989 Chef des Luxusgüter-Konzerns LVMH Moët Hennessy Louis Vuitton (LVMH). Zu der Gruppe gehören Marken wie der Lederartikel-Hersteller Louis Vuitton, der Champagner-Fabrikant Moët & Chandon und der Cognac-Hersteller Hennessy.

Er besitzt knapp die Hälfte der Aktien von LVMH und knapp zwei Drittel der Stimmrechte. Zuletzt fiel der Milliardär dadurch auf, dass er Belgier werden will, was jedoch nicht klappen dürfte. Die Investmentbank Goldman Sachs kommt bei LVMH ins Schwärmen. Die Analysten sehen gute Chancen für die Luxusgüterindustrie insgesamt und LVMH im Speziellen. Die Empfehlung lautet: Kaufen.

Mehr zur Aktie: LVMH

Streit mit Oracle SAP landet Treffer im Kampf der Softwaregiganten

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Platz 5: Oracle

Der Softwarekonzern Oracle ist das Werk von Larry Ellison. Der Gründer und Präsident des US-Konzerns liegt mit einem Vermögen von 36 Milliarden US-Dollar auf Platz 6 der Forbes-Liste der reichsten Menschen der Welt. Seine Firma hatte sich ursprünglich auf Software für Datenverwaltung spezialisiert und bedient mittlerweile auch sehr stark das Marktsegment für Unternehmenslösungen.

Schon lange ist Oracle der große Konkurrent des deutschen Software-Riesens SAP. Oracle-Chef Ellison attackiert regelmäßig den deutschen Rivalen – verbal wie durch Übernahmen. Dem Aktienkurs seines Unternehmens ist diese Wachstumsstrategie bisher gut bekommen. Während der Finanzkrise verdoppelte sich der Kurs – aus Sicht eines Euro-Anlegers – nahezu. Zuletzt steigerte Oracle den Überschuss um 18 Prozent.

Mehr zur Aktie: Oracle

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Platz 6: Antofagasta

Ein hierzulande weniger beachtetes Unternehmen ist der Bergbaukonzern Antofagasta. Sein Name stammt von der gleichnamigen Stadt im Norden von Chile. Rund 300.000 Menschen wohnen in dem „Dorf am großen Salzsee“, wie der Name übersetzt heißt.  

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Der Konzern begann bereits 1888 als Eisenbahngesellschaft. Seit 1980 ist das Unternehmen mehrheitlich im Besitz der Milliardärsfamilie Luksic aus Chile. Hauptsitz der Gesellschaft ist heute London, die Aktie ist dementsprechend auch im FTSE-100-Index gelistet.

In den vergangenen fünf Jahren erwirtschaftete Antofagasta aufgrund des dramatischen Anstiegs des Kupferpreises auf den Weltmarkt hohe Gewinne. Der Preis stieg von rund 3000 Dollar auf zeitweise bis zu 10.000 Dollar. Als Hauptfaktor für die Preisentwicklung beim Kupfer gilt China. Das Riesenreich benötigt rund 40 Prozent der weltweiten Kupferförderung. Viele Analysten setzen daher für 2013 auf steigende Kupferpreise, da die Infrastruktur in China weiter ausgebaut werden dürfte.

Ein Aktienanalyst der Credit Suisse schätzt die Aktien des Bergbaukonzerns dennoch derzeit nur mit neutral ein. Die Finanzkrise meisterte die Aktie mit einem Gewinn von rund 66 Prozent – aus der Sicht eines Euro-Anlegers. Kontrolliert wird einer der größten Kupferproduzenten der Welt von Iris Fontbona und ihrer Familie. Iris Fontbona ist die zweite Frau von Andrónico Luksic, der 2005 gestorben ist.

Mehr zur Aktie: Antofagasta

Platz 7: Hennes & Mauritz

Ähnlich gut wie die Aktie von Iris Fontbona hat sich auch das Papier von Stefan Persson entwickelt. Der Schwede ist mit dem Modekonzern Hennes & Mauritz groß geworden. Denn er ist der Sohn des Gründers Erling Persson. Anfang der 1980er-Jahre übernahm er leitende Funktionen in dem Unternehmen. Die Gruppe wird von ihm kontrolliert und ist mit 2.800 Läden in mehr als 40 Ländern aktiv.

Innerhalb der vergangenen fünf Jahre stieg die Aktie um mehr als fünfzig Prozent. Sie wächst mit dem Unternehmen, das vor einem Jahrzehnt erst über rund 1.000 Filialen in 20 Ländern verfügte – also weniger als halb so kräftig war.

Die jüngsten Ergebnisse waren durchwachsen. Europas zweitgrößter Textilkonzern steigerte zwar den im vierten Geschäftsquartal um fünf Prozent auf 3,7 Milliarden Euro. Doch auf Basis von Läden, die mindestens ein Jahr alt sind, blieb der Umsatz im vierten Quartal unverändert.

Gegen Marktführer Inditex gehen die Schweden nun in die Offensive. Im Frühjahr eröffnet H&M eine neue Modekette unter dem Namen „& Other Stories“. Die Hoffnung dabei: Mit einem breiter gefächerten Filialangebot kommen vielleicht mehr Kunden. So möchte der Konzern dann auch den Umsatz weiter stetig steigern.

Mehr zur Aktie: Hennes & Mauritz

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Platz 8: Wal-Mart

Fast genauso gut wie H&M hat sich die Supermarktkette Wal-Mart entwickelt. Deren Besitzer tauchen gleich mehrfach unter den reichsten Personen der Welt auf. In der Bloomberg-Liste belegten sie 2012 die Plätze 12, 13, 15 und 16: Es sind: Christy Walton, Jim Walton, Rob Walton und Alice Walton.

Die enorm hohe Präsenz in der Liste der Superreichen ist kein Wunder, schließlich gehört die Supermarktkette zu den zehn wertvollsten Aktiengesellschaften der Welt, aktuell liegt der Konzern auf Platz sechs.

Einzelhandel Wie sich Handelskonzerne in der Krise schlagen

  • Einzelhandel: Wie sich Handelskonzerne in der Krise schlagen
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Die Hans-Böckler-Stiftung hat einmal das Rezept des Konzerns untersucht. Das Fazit lautet: „Wal-Marts Erfolgsgeschichte in den USA beruht auf einer gelungenen Umsetzung der Discount-Philosophie in einer strategisch günstigen Umgebung der Kleinstädte des Südens und Mittleren Westens: riesige Einkaufshallen in ländlichen Gebieten, günstige Grundstückspreise, niedrige Baukosten und billige Arbeitskräfte. Die stabile Vormachtstellung heute begründet sich darüber hinaus in einem hochtechnologischen Distributions- und Datenerfassungssystem und in der Macht eines Rieseneinkäufers über seine Zulieferer, um niedrige Einkaufspreise zu erzielen.“

Hinsichtlich der Arbeitsbeziehungen sei es dem Konzern in den USA durch eine Kombination einer vergemeinschaftenden Personalpolitik, gezielter Einschüchterung und bewusst gewerkschaftsfeindlicher Positionen gelungen, jegliche gewerkschaftliche Organisierung zu verhindern. Die Profitabilität des Unternehmens ergebe sich dabei nicht nur aus einer gelungenen Strategie der Marktpräsenz in ländlichen Regionen und einer ausgefeilten Warenwirtschaft, sondern auch auf Kosten der Beschäftigten, deren Arbeits- und Lohnbedingungen auf unterstem Niveau liegen.

Die Forderungen der Wal-Mart-Mitarbeiter

  • Verbesserung der Lebensverhältnisse

    Ein Mindesteinkommen von 25.000 Dollar im Jahr, sowie die Garantie für eine qualitative und erschwingliche Krankenversicherung für alle mit Walmart verbunden Unternehmen und Arbeitnehmer in der Gesellschaft des US-Unternehmens.

    (Quelle: www.occupy99.de)

  • Gemeinschaft aufbauen

    Es soll ein gemeinschaftliches Abkommen unterzeichnet werden, dass sicherstellt, wie Walmart in neue Märkte expandiert, das Gemeinwesen stärkt, die Umwelt schont, und dass Walmart die Verantwortung für das Wohlergehen der Mitarbeiter trägt.

    (Quelle: www.occupy99.de)

  • Versprechen schriftlich festlegen

    Die Vereinbarung eines globalen Tarifvertrages, der die grundliegenden Menschenrechte sowie die Vereinigungsfreiheit für alle Mitarbeiter garantiert und die Zulieferer anweist, dasselbe zu tun.

    (Quelle: www.occupy99.de)

  • Verbesserung der Lebensverhältnisse weltweit

    Das Etablieren einer rechtsverbindlichen globalen Verantwortung für Auftragnehmer, Politik, Vertragspartner und Subunternehmer zur Sicherstellung der Löhne, Sicherheit am Arbeitsplatz, Respekt vor grundliegenden Menschen- und Arbeitsrechten sowie Schutz vor Diskriminierung rassistischer oder geschlechterspezifischer Art.

    (Quelle: www.occupy99.de)

Die Prognose der Wissenschaftler: „Kurz- und langfristig wird Wal-Mart durch seine Niedrigpreispolitik und durch seinen beispiellosen Druck auf die Hersteller den Wettbewerb zwischen den Einzelhandelsunternehmen weiter verschärfen. Von diesen Faktoren wird es abhängen, ob Wal-Mart in Zukunft die beabsichtigte Rolle eines Trendsetters innerhalb der Branche übernehmen kann, der dauerhaft Standards in Fragen der Preispolitik, der Hersteller-Zulieferer-Beziehungen und der Vertriebssysteme setzt.“

Mehr zur Aktie: Wal-Mart

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Platz 9: Google

Marktmacht ist auch ein Thema beim Internetkonzern Google. Im Streit mit der EU um den Vorwurf unlauterer Geschäftspraktiken hat der Suchmaschinenanbieter Google zuletzt konkrete Zugeständnisse gemacht. Die EU-Kommission verdächtigt Google, seine marktbeherrschende Stellung auszunutzen. Die Kartellwächter gehen der Anschuldigung nach, der Internet-Riese reihe bei der Anzeige von Suchergebnissen eigene Dienste vor Angeboten von Wettbewerbern ein und benachteilige sie dadurch.

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Das vergleichsweise junge Unternehmen hat bereits zwei Personen in die Top-Milliardäre gebracht: Larry Page und Sergey Brin. Sie gehören zu den 30 reichsten Personen auf der Welt. Gegründet hatten sie das Unternehmen als Web-Suchmaschine - ein Start-up zweier Studenten. Im Laufe der vergangenen Jahre wandelte sich der Konzern zu einem globalen Schwergewicht in der Online-Werbung und in der mobilen Internetwelt. Google betreibt die größte Internet-Videoplattform der Welt, die erfolgreichste Suchmaschine und den beliebtesten Kartendienst, Google Maps.

Den Softwareanbieter Microsoft hat Google schon längst hinter sich gelassen. Nun heißt das Ziel Apple. Das Google-Betriebssystem Android für Smartphones ist frei für jeden zugänglich. Der Apple-Konkurrent Samsung schaffte mit Googles Android den Durchbruch zur Nummer eins im Mobiltelefonmarkt. Der App-Store für Android-Smartphones holte sogar in knapp drei Jahren den gewaltigen Vorsprung von Apples iPhone-Appstore ein. Daran seien Microsoft und Blackberry bis heute gescheitert, wie der Handelsblatt-Experte Axel Postinett feststellt.

Mehr zur Aktie: Google

Liliane Bettencourt

  • Liliane Bettencourt

    Liliane Bettencourt wurde am 21. Oktober 1922 in Paris geboren. Ihr Mädchenname lautet Schueller, nach ihrem Vater Eugène Schueller. Eugène gründete 1909 die Vorgänger-Firma von L'Oréal, die seit 1936 unter diesem Namen weltbekannt wurde.

  • Heirat

    1950 heiratete sie den französischen Politiker André Bettencourt.

  • Tochter

    Am 10. Juli 1953 kam die einzige Tochter des Paares, Françoise, auf dem Familiensitz in Neuilly-sur-Seine Welt. Sie sitzt heute im Aufsichtsrat von L'Oréal.

  • Tod des Vaters

    Am 23. August 1957 starb ihr Vater. Sie erbte 27,5 Prozent des Unternehmens. Sonst befinden sich noch 26,4 Prozent von L'Oréal in der Hand von Nestlé, die restlichen Aktien sind in Streubesitz.

  • Schenkungen

    Zwischen 2001 und 2007 hat Bettencourt Gemälde, Immobilien, Schecks und Lebensversicherungen im Wert von knapp einer Milliarde Euro an den französischen Fotografen François-Marie Barnier verschenkt. Daraufhin entbrannte ein Streit mit der Tochter, die eine Vormundschaft für ihre Mutter beantragte.

  • Konzerndaten

    2010 setzte L'Oréal 19,5 Milliarden Euro um und erwirtschaftete einen Gewinn von 3,06 Milliarden Euro. Ende vergangenen Jahres arbeiteten 64.600 Menschen für den Kosmetikkonzern.

Platz 10: L'Oreal

Zu den Top-Ten der Superreichen-Aktien gehört schließlich noch der Kosmetikkonzern L’Oreal. Dessen Haupteignerin Liliane Bettencourt ist die reichste Frau Frankreichs und Inhaberin des drittgrößten Vermögens in Frankreich überhaupt. Mit 20 Milliarden Dollar steht sie auf Platz 17 der Forbes-Liste der reichsten Menschen der Welt.

Im vergangenen Jahr schied sie als 89-Jährige aus dem Verwaltungsrat des Konzerns aus. Bettencourt ist seit Jahren in Familienzwistigkeiten verwickelt, die in aller Öffentlichkeit ausgetragen wurden. So geht es etwa um ihre Entmündigung, die von einem Gericht bestätigt worden war. Außer Steuerhinterziehung wurde Liliane Bettencourt illegaler Spenden an die konservative Regierungspartei UMP in Frankreich beschuldigt.

Der weltgrößte Kosmetikhersteller L'Oreal stellte zuletzt fest, dass der jahrelange Booms bei Luxus-Produkten abflaue. Auch in Asien nehme die Nachfrage nicht mehr so rasant zu wie bislang. Ein Luxus-Problem, denn L'Oreal verbuchte im dritten Quartal 2012 einen Umsatzanstieg von knapp fünf Prozent auf 5,5 Milliarden Euro. Die Luxussparte legte nur noch um knapp sieben Prozent zu - nach neun Prozent im zweiten Quartal und gut zwölf Prozent zu Jahresanfang. Der Konzern ist unter anderem bekannt für Marken wie Vichy, Lancome, Cacharel und Garnier.

Der Konzern wandelt sich. 2012 dürfte der Umsatzanteil der Neuen Märkte in Asien, Osteuropa, Lateinamerika und Afrika den Umsatz des Heimatmarkts Westeuropa überholen. Bislang stehen beide Bereiche für gut 38 Prozent des Umsatzes mit Kosmetik. Bei weitem wichtigster Umsatzbringer sind die Konsumentenprodukte in Supermärkten und Drogerien. Weitere Vertriebskanäle sind Parfümerien für Luxusprodukte und professionelle Anwender wie Friseure und Kosmetiker. L'Oréal setzte 2011 gut 20 Milliarden Euro um, davon eine Milliarde in Deutschland.

Mehr zur Aktie: L'Oreal

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Nicht alle Superreiche können jedoch mit ihren Aktien zufrieden sein. Etliche entwickelten sich deutlich schlechter als einschlägige Aktienindizes. Entweder stiegen sie in den vergangenen fünf Jahren nur wenig oder aber sie verloren an Wert. In der Fünfjahresbetrachtung landen daher sogar einige bekannte Namen wie Warren Buffett oder Bill Gates auf den hinteren Plätzen.

Superreiche und ihre Aktien: Die Flops seit 2008

  • Berechnung

    Vergleich von Aktien aus der Milliardärsliste, die Bloomberg veröffentlicht. Nicht alle Superreichen gründen ihren Reichtum auf Unternehmen, die an der Börse notiert sind. Einige der Aktien erlauben zudem keine Betrachtung über fünf Jahre, die hier vorgenommen wurde.

    Stand: Ende Januar 2013

  • Li Ka-Shing      

    Die Aktie:            Hutchison Whampoa     864287  Die Performance:           20,59%

  • Warren Buffett         

    Die Aktie:            Berkshire Hathaway      854075  Die Performance:           16,00%

  • Li Ka-Shing

    Die Aktie:            Cheung Kong Holdings  862398  Die Performance:           12,03%

  • Bill Gates                         

    Die Aktie:            Microsoft            870747  Die Performance:           -5,46%

  • Lee Shau Kee

    Die Aktie:            Henderson Land              867157  Die Performance:           -6,87%

  • David Thomson                       

    Die Aktie:            Thomson Reuters           864655  Die Performance:           -6,96%

  • Alwaleed bin Talal Al Saud

    Die Aktie:            Kingdom Holdings                     A0LF44       Die Performance:           -9,20%

  • Sheldon Adelson       

    Die Aktie:            Las Vegas Sands                        A0B8S2      Die Performance:           -32,37%

  • Mukesh Ambani

    Die Aktie:            Reliance Industries         884241  Die Performance:           -43,64%

  • Lakshmi Mittal      

    Die Aktie:            Arcelor Mittal            A0M6U2      Die Performance:           -70,31%

Platz 11 und 13: Hutchison Whampoa / Cheung Kong Holdings

Asiens reichster Mann Li Ka-Shing ist gleich mit zwei Aktien in den Top 20 vertreten, beide gehören jedoch zum hinteren Feld. Seit den 1940er-Jahren hat sein Gespür für gute Geschäfte bewiesen. Die amerikanischen Hausfrauen der frühen 60er-Jahre kauften praktische Plastikblumen in Massen von ihm, um ihre Einfamilienhäuser zu verschönern - und machten ihn damit zum Millionär. Inzwischen umfasst sein Reich Einzelhandelsketten sowie Gas-, Wasser und Straßennetze in Australien oder Kanada, die er von seiner Zentrale in Hongkong aus verwaltet.

Li kommt vom chinesischen Festland, hat aber immer von Hongkong aus operiert. Nach seinen Erfolgen mit Plastikblumen zog er sich rasch aus der Branche zurück, denn er ahnte, dass die Mittelklasse schon bald wieder echte Blumen bevorzugen würde. Statt dessen investierte er in Immobilien und profitierte vom Flüchtlingsstrom aus dem kommunistischen China. Während des Aufstiegs Ostasiens zur Werkbank der Welt stieg er im großen Stil in die Industrie ein.

Noch bevor das Handyzeitalter richtig aufkam, steckte Li dann viel Geld ins Mobilfunkgeschäft. Er war hier die versteckte Schlüsselfigur bei der umstrittenen Übernahme von Mannesmann durch Vodafone. Im Jahr 2000 ließ sein Flaggschiff-Unternehmen Hutchison Whampoa den Fusionsverhandlungen durch die Zahlung von 62 Millionen Euro an Prämien für das Mannesmann-Management die entscheidende Wende gegeben.

Mehr zu seinen Aktien: Hutchison Whampoa und Cheung Kong Holdings

 

Wer ist Warren Buffett?

  • Die Grundlagen

    Warren Buffett, geboren am 30. August 1930 in Omaha, Nebraska, war seit frühester Kindheit von Zahlen fasziniert. Sein Vater besaß ein Lebensmittelgeschäft und war Aktienhändler. Mit acht Jahren las er Bücher über die Börse, mit elf arbeitete er in einem Brokerhaus.

  • Der Förderer

    Buffett verschlang das Buch von Professor Benjamin Graham „Intelligent Investieren“ und ging zu ihm an die Columbia Business School. Graham gefiel der junge Mann auch und er lud ihn ein, mit in seinem Unternehmen zu arbeiten. Als sich Graham 1956 zur Ruhe setzte, ging Buffett mit dem verdienten Geld sowie geliehenem zurück nach Omaha und gründete mit 25 Jahren eine Investment-Beteiligungsgesellschaft.

  • Buffett Partnership , LTD

    Die Gesellschaft hatte sieben Teilhaber, die zusammen gut 100.000 Dollar einzahlten. Sie bekamen jährlich sechs Prozent ihrer Anlagesumme und 75 Prozent des Gewinns. Die übrigen 25 Prozent gingen an Buffett.

  • Der Aufstieg

    Obwohl der Dow Jones in fünf der nächsten 13 Jahre fiel, vermehrte er das Geld um knapp 30 Prozent jährlich. Kein Wunder, dass immer mehr bei ihm investieren wollten. 1962 begann er außerdem, Aktien von Not leidenden Firmen zu kaufen. So auch die einer Textilfirma namens Berkshire Hathaway.

  • Berkshires Umwandlung

    Nachdem sich die Buffett Partnership aufgelöst hatte und alle Gesellschafter ausgezahlt worden waren, übernahm Buffett Berkshire Hathaway mit seinem Anteil von 25 Millionen Dollar. Damit begann eine Erfolgsgeschichte, die inzwischen 40 Jahre währt und legendär geworden ist. Berkshire wurde von der Textilfirma zur Beteiligungsgesellschaft.

  • Buffetts Bilanz

    Buffetts wesentliches Ziel war lange Jahre, den Buchwert von Berkshire Hathaway um jährlich 15 Prozent zu steigern. Doch das übertraf er bei weitem. Innerhalb von 40 Jahren steigerte sich das Eigenkapital zudem von 22 Millionen Dollar auf 69 Milliarden Dollar, der Buchwert pro Aktie von 19 auf knapp 60.000 Dollar. Dabei unterliegt Berkshire Hathaway der Einkommen- wie auch der Kapitelertragsteuer.

  • Das Prinzip

    Buffett mag es, „Gewissheiten mit Abschlag“ zu kaufen, wie er es formuliert. Ihm liegt also viel daran, dass die Vorhersehbarkeit der Entwicklung eines Unternehmens vorhanden ist. Und Buffett kauft nur dort, wo er das Geschäftsmodell vollkommen versteht. Das nennt er „Kompetenzradius“. Ihm liegt viel an geringen Schulden, hoher Kapitalrendite und einer guten Führungsmannschaft.

  • Das Dilemma

    Buffett hat sehr oft ein Problem: Die Aktien, die er kaufen will, werden nur selten mit Preisabschlägen gehandelt. Zumindest in den Branchen, wo sein „Kompetenzradius“ liegt. So viel Glück wie bei Amex hat man eben nur selten.

  • American Express

    Das erste und wichtigste Investment war American Express (Amex). 1962 fiel die Aktie der Kreditkartenfirma nach einem Skandal über Nacht von 65 auf 33 Dollar. Buffett hielt Amex grundsätzlich aber für stark und handelte zielstrebig. Er nahm 13 Millionen Dollar in die Hand – immerhin 40 Prozent des Gesamtvermögens seiner Gesellschaft. Der Börsenkurs stieg und Buffett sackte allein in den ersten beiden Jahren einen Profit von 20 Millionen Dollar ein.

  • Das Versicherungsgeschäft

    Im März 1967 kauft Berkshire Hathaway für 8,6 Millionen Dollar Aktien von zwei Versicherern: National Indemnity Company und National Fire and Marine Insurance Company. Es war der Beginn einer phänomenalen Erfolgsstory in dieser Branche. Sie passte perfekt zu Buffetts Anlagestrategie. Es folgten weitere Zukäufe, unter anderem auch bei Rückversichern wie General Re. 

  • Washington Post

    Buffetts Geschichte mit dem Medienkonzern ist in zweifacher Hinsicht eine besondere: Zum einen half er der Geschäftsführung in schwierigen Zeiten entscheidend weiter, zum anderen mehrte der spätere Erfolg sein Vermögen. Die Investition hat sich ungefähr verfünfzigfacht. Aber vor allem „zementierte“ die Post laut Finanzjournalisten Buffetts Ruf als „Meister-Investor“ in den 70er-Jahren.

  • Coca-Cola

    Buffett liebte Coca-Cola seit Leben lang. Doch die ersten Aktien kaufte er erst 1988. Das Unternehmen passt perfekt zu Buffetts Vorliebe, große Kapitalmengen mit hoher Investitionsrendite einsetzen zu können. Die bekannteste Marke der Welt ist für Bufett auch das wertvollste Geschäftskonzept der Welt. Cherry Coke ist heute übrigens das offizielle Getränk der Hauptversammlungen von Berkshire Hathaway.

  • Gillette

    Rasierklingen brauchen die Menschen auch in Krisenzeiten. Buffetts Interesse an Gillette erwachte in den 80er-Jahren. Damals galt das Unternehmen an der Wall Street als reifes, langsam, aber stetig wachsendes Unternehmen – also perfekt für eine Übernahme durch Berkshire Hathaway. Als Gillette 1991 einen Aktiensplit vornahm, bekam Berkshire Hathaway für seine Vorzugsaktien elf Prozent der Stammaktien. Der Wert der Investition stieg innerhalb von zwei Jahren von 600 Millionen auf 875 Millionen Dollar.

  • Fruit of the Loom

    Fruit of the Loom gehört seit 2002 zu Berkshire Hathaway. Das Unternehmen stellt rund ein Drittel der Herren- und Jugendwäsche her, die in den USA verkauft wird. Buffett gab 835 Millionen Dollar für Fruit of the Loom aus.

  • Clayton Homes

    Ebenfalls im Jahr 2002 entschied sich Buffett, Clayton Homes zu übernehmen. 1966 durch den Sohn eines Farmpächters gegründet, ist das Unternehmen heute der größte Fertighaushersteller der USA. Die Idee entstand übrigens auch, weil sich Buffett über die „fürchterlichen Verbraucherfinanzierungs-Praktiken“ aufregte.

  • Wells Fargo

    Im Oktober 1990 hat Berkshire Hathaway für 289 Millionen Dollar Aktien an Wells Fargo erworben. Das war damals sehr mutig, denn viele „Bären“ an der Wall Street wetteten auf den Niedergang der kriselnden Bank aus San Francisco. Doch Wells Fargo überstand die kritische Phase und war 2003 die einzige US-Bank mit dem Top-Kreditrating AAA.

Platz 12: Berkshire Hathaway

Der Investor Warren Buffett und sein Investmentvehikel Berkshire Hathaway sind legendär. Jährlich pilgern Zehntausende Anleger zu seiner Hauptversammlung Anfang Mai in Omaha und lauschen seinen Weisheiten. Sein Investitionsstil ist sehr konservativ, grundsätzlich kauft er nur, was er auch versteht. Von Internetaktien ließ er daher lange Zeit die Finger.

In den vergangenen fünf Jahren ist seine Aktie auf Euro-Basis eher schlecht als recht gelaufen. Das hat jedoch wenig zu sagen. Die Bewertung von Berkshire Hathaway ist zudem sehr schwierig, weil in der Gruppe sehr viele unterschiedliche Unternehmen aus zahlreichen Branchen zusammengefasst sind. Ein Schwerpunkt liegt zwar auf Versicherungen, doch tatsächlich ist Berkshire ein Mischkonzern. Vor allem ist Berkshire jedoch auch ein Vehikel, über das Buffett seine Investitionen tätigt. Der Erfolg dieser Geldanlagen ist oft nicht in Jahresperioden zu messen, sondern zeigt sich mitunter erst nach Jahren.

Mehr zur Aktie: Berkshire Hathaway

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Platz 14: Microsoft

Der Gründer des Softwarekonzerns Microsoft, Bill Gates, ist inzwischen ein guter Freund von Warren Buffett. Gates investiert inzwischen sein Geld sehr breit und ist auch als Spender bekannt geworden. Gates ist noch mit sechs Prozent an Microsoft beteiligt, das macht aber nur ein Viertel seines Vermögens aus. Sein Konzern verdient zwar noch viel Geld, hat seine Spitzenstellung in der Computer- und Internetwelt jedoch inzwischen an Google und Apple abgegeben. Dies zeigt sich auch während der Finanzkrise.

Mehr zur Aktie: Microsoft

Aktienwert sinkt dramatisch Wie die Finanzkrise Buffett & Co. bluten lässt

  • Aktienwert sinkt dramatisch: Wie die Finanzkrise Buffett & Co. bluten lässt
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Platz 15: Henderson Land

Lee Shau Kee zählt nach der Liste des Forbes Magazins zu den reichsten Menschen der Welt. In der Weltrangliste belegt er mit 17 Milliarden Dollar Platz 22. Hongkongs reichster Mann ist durch Immobiliengeschäfte groß geworden. Henderson Land ist über das Immobiliengeschäft hinaus in der Hotelbranche, als Internetdienstleister und mit der Firma Hong Kong and China Gas Company in der städtischen Gasversorgung aktiv.

Mehr zur Aktie: Henderson Land

 

Platz 16: Thomson Reuters

Der Medienkonzern Thomson Reuters wird von Kanadas reichster Familie kontrolliert. Deren Patriarch David Thomson hat sein Geld aber auch in Rohstoffe, Telekommunikation und Immobilien investiert.

Mehr zur Aktie: Thomson Reuters

Unverzichtbare Vorstände Wenn der Chefwechsel zum Kursrisiko wird

  • Unverzichtbare Vorstände: Wenn der Chefwechsel zum Kursrisiko wird
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Platz 17: Kingdom Holding

Prinz Alwaleed wird auch gerne der Warren Buffett Arabiens genannt. Wie beim großen Investor aus Amerika hat sich auch sein Kernunternehmen nicht so glänzend entwickelt, wie die Aktien anderer Superreiche. Der Prinz besitzt 95 Prozent von Kingdom Holding.

Die in Riad börsennotierte Gesellschaft ist vor allem in Hotels, saudischen Immobilien und Aktien investiert. Sie ist der größte Einzelaktionär bei der US-Großbank Citigroup und bei anderen amerikanischen Firmen stark investiert. Der Prinz besitzt zudem 80 Prozent an Rotana, einer großen Mediengesellschaft im Nahen Osten. Persönlich gehören ihm Privatflugzeuge, Juwelen und eine Superyacht.

Europa macht der wichtigste arabische Investor derzeit aber wenig Hoffnung: Prinz Al-Walid sieht zwar große Reformanstrengungen auf dem alten Kontinent. Doch für seine Investments hier sei es noch zu früh: „Einige Dinge sind jetzt billig. Aber sie könnten noch billiger werden. Die Krise ist noch nicht vorbei. Es gibt keine Eile“, sagte Al-Walid.

Mehr zur Aktie: Kingdom Holdings

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Platz 18: Las Vegas Sands

Shelson Adelson ist Mehrheitsaktionär von Las Vegas Sands, der größten Kasinogesellschaft der Welt. Er betreibt nicht nur in den USA Spielhöllen, sondern auch im chinesischen Macao und Singapur. Gerne würde der Kasino-Tycoon auch in Europa ein „Mini-Las-Vegas“ bauen – entweder in Madrid oder Barcelona. Nun erhielt er von der autonomen Region Madrid die Zustimmung.

Das Projekt soll nach spanischen Medienberichten zwölf Hotelkomplexe mit insgesamt 36.000 Zimmern, sechs Kasinos mit 1065 Roulette-Tischen und 18.000 Spielautomaten, neun Theater, bis zu drei Golfplätze und ein Stadion mit 15.000 bis 17.000 Plätzen umfassen. Das Vorhaben, das er bereits seit mehr als fünf Jahren verfolgt, ist allerdings in Spanien sehr umstritten.

Mehr zur Aktie: Las Vegas Sands

 

Platz 19: Reliance Industries

Mukesh Ambani ist nach Angaben von Bloomberg der reichste Mann aus Indien. Er besitzt 44 Prozent von Reliance Industries. Das Unternehmen operiert weltweit im Öl- und Gasgeschäft. Über Reliance will er jedoch in Indien auch ein Mobilfunknetzwerk, das 700 Städte umfassen soll.

„Wir rollen Märkte durch radikale Paradigmenwechsel auf“, erklärt er sein Erfolgsrezept. Er will Indiens rückständigste Wirtschaftsbereiche in Goldgruben verwandeln: Einzelhandel, Landwirtschaft und Städtebau. Moderne Technik und massiver Kapitaleinsatz versprechen dort hohe Effizienzgewinne und damit Profite.

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Der Casino-König

  • Vom Zeitungsboten zum Milliardär

    Adelson kam als Sohn jüdischer Immigranten aus der Ukraine in Boston zu Welt, wo er auch aufwuchs. Sein Vater war Taxifahrer. Sheldon selbst arbeitete in seiner Jugend unter anderem als Zeitungausträger.

  • Business-Start

    Sheldon gründete Ende der 70er Jahre die Computermesse Comdex, den er zu einem der wichtigsten Branchentreffs in den USA machte.

  • Hotels und Casinos

    Mit dem Erlös aus dem Verkauf von Comdex Mitte der neunziger finanzierte er den Start seines Kasinoimperiums. 1999 eröffnete er das luxuriöse Hotel-Resort Venetian für 1,5 Milliarden Dollar, das dem italienischen Venedig nachempfunden ist und mehrere Architektur-Preise bekam.

  • Schwerpunkt in Asien

    Einen Großteil seines Vermögens macht Adelson mit Zockerparadiesen im asiatischen Raum, etwa mit dem „Sands Macau“ in China.

Platz 20: Arcelor Mittal

Lakshmi Mittal ist in Indien geboren und besitzt 41 Prozent des Stahlkonzerns Arcelor-Mittal, des größten Stahlherstellers der Welt. Das Geschäft lief im vergangenen Jahr jedoch gar nicht gut. Das zeigt sich nicht daran, dass Mittal mit seiner Aktie das Schlusslicht bildet unter den 20 Superreichen-Aktien. Auch die Zahlen für 2012 bestätigen dies.

Die Schuldenkrise in Europa und die Wirtschaftsflaute in China haben dem Stahlkonzern 2012 einen milliardenschweren Verlust eingebrockt. Unter dem Strich stand ein Minus von 3,73 Milliarden Dollar in den Büchern. 2011 hatte Arcelor-Mittal noch 2,26 Milliarden Dollar Gewinn erzielt. Für das laufende Jahr ist der Branchenprimus jedoch wieder optimistischer: Der Einbruch in Europa werde sich abbremsen und auf den wichtigen Märkten in China und Brasilien springe der Wachstumsmotor wieder an.

Mehr zur Aktie: Arcelor Mittal

 

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  • 10.02.2013, 16:12 UhrIrene

    ........uns so möchte ich ein paar Takte zu diesem Artikel von mir geben. Wird hier wieder von Anhäufung von Geld, von Supereichen berichtet und gesprochen. Bedeutet für Paul und Erna, dieses nie zu erreichen. Führt bei beiden nur zu unschönen Gefühlen, die da sind, Neid und Mißgunst zu empfinden dazu die Erkenntnis, eine spezielle Niederlage während des Lesens dieser Zeilen erlitten zu haben.
    Nur so viel.
    Diese Menschen sind nicht zu beneiden. Müssen sie mit sich und ihrem Körper sehr sorgfältig umgehen, damit sie nicht bald schon aus dem Leben scheiden. Und wenn sie glauben, wie einen Scheunendrescher zu leben, wird der Körper ganz schnell das Ende einläuten.Tragen sie überdies noch eine hohe Verantwortung und müssen arbeiten ohne Ende, damit der Laden erhalten bleibt. Und das noch.
    Sie können nichts, aber auch garnichts mitnehmen. Noch nicht einmal ihr Papierhemd, was sie als letztes am Körper tragen. Auch das wird sich in wohlgefallen auflösen. Bedeutet also für Paul und Erna ein bischen gelassener die Sache mit dem Geld zu sehen. Führt der Weg zurück zur vorhandenen Zufriedenheit, und die ist größer als aller Reichtum. So ist es.

  • 10.02.2013, 16:24 UhrSteuerzahler

    Es ist doch nicht nur den "Superreichen" vorbehalten, von der Börse zu profitieren. Man kann auch mit kleineren Beträgen gut an der Börse mithalten. Mit vernünftigen Anlagen und Besonnenheit kann man da richtig gut Geld machen. Ich bin seit zwanzig Jahren dabei, habe gut dabei verdient und kann mich bald zur Ruhe setzen. Diese Neidtiraden gegen die "Reichen" sind absolut unangebracht. Wer nicht mit auf das Karussell aufspringt, ist doch selber schuld. Es kein Privileg für die Reichen, in Aktien zu investieren.

  • 10.02.2013, 16:56 Uhremilioemilio

    Mir kommen die Tränen!!!!!

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