Börse Inside

So meistern Superreiche die Finanzkrise

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Warum Bier, Luxus und Software ein gutes Geschäft sind

Platz 3: Anheuser-Busch

Eine ganz andere Vision verfolgte Jorge Paulo Lemann, ein brasilianisch-schweizerischer Manager und Banker. Der 73-Jährige hat breite Kontakte in große Konzerne rund um den Globus. Auch Sam Walton von Wal-Mart und Starinvestor Warren Buffet sollen zu den Freunden des reichsten Brasilianers zählen.

Die größten Brauereien der Welt

  • Platz 10

    Kirin (Japan)

    Die japanische Kirin-Gruppe liegt im weltweiten Vergleich mit einem Marktanteil von 1,6 Prozent auf Platz 10. Im Jahr 2010 setzte Kirin weltweit 30,3 Millionen Hektoliter Bier ab. In den USA werden die Kirin-Produkte vom Branchenriesen Anheuser-Busch vertrieben.

  • Platz 7

    Grupo Modelo (Mexiko)

    Aushängeschild der Mexikaner ist Corona, die führende Marke in Mexiko und das weltweit beliebteste mexikanische Bier. Grupo Modelo steht in der Branchenübersicht für 2010 auf Platz 7. Laut Barth-Haas Group hatten die Mexikaner 51,9 Millionen Hektoliter Bier verkauft - 2,8 Prozent Marktanteil.

  • Platz 8

    Yanjing (China)

    Der Bierdurst der Chinesen wächst, und damit auch der Marktanteil der chinesischen Brauereien. Yanjing erreicht mit 50,3 Millionen Hektolitern (entspricht einem Marktanteil von 2,7 Prozent) Rang 8. Asien gilt als Wachstumsmarkt, auch für die Brauer. Deutsche Unternehmen sind hier kaum präsent.

  • Platz 9

    Molson-Coors (USA/Kanada)

    Mit 48,7 Millionen Hektolitern und einem Marktanteil von 2,6 Prozent erreicht Molson-Coors gerade sie Top Ten. Das US-amerikanische und kanadische Unternehmen fiel im Vergleich zum Vorjahr um zwei Plätze zurück.

  • Platz 6

    Tsingtao (China)

    Die zweite chinesische Brauerei in den Top Ten produziert 64 Millionen Hektoliter im Jahr. Der Erfolg auf dem riesigen Heimatmarkt brachte der chinesischen Brauerei einen weltweiten Marktanteil von 3,5 Prozent ein, das reicht für Platz sechs.

  • Platz 5

    China Resources Breweries (China/Großbritannien)

    Das Joint Venture aus dem chinesischen Unternehmen CR Enterprise und SAB-Miller aus Großbritannien produziert die Marke „Snowbeer“. Weltweit verkaufte das Unternehmen 93,3 Millionen Hektoliter Bier. Das ergibt einen Marktanteil von 5,1 Prozent und Platz 5.

  • Platz 4

    Carlsberg (Dänemark)

    Der dänische Brauereikonzern erreichte 2010 einen weltweiten Marktanteil von 6,2 Prozent - Platz vier. Dazu war ein Ausstoß von 114 Millionen Hektolitern nötig. Zu Carlsberg gehören auch die deutsche Kultmarke Astra sowie Lübzer und Holsten.

  • Platz 3

    Heineken (Niederlande)

    Auch wenn es sich mancher deutsche Biertrinker schwer vorstellen mag: Die Welt trinkt Heineken. Der niederländische Bierbrauer erreichte 2010 mit einem Ausstoß von 145,9 Millionen Hektolitern einen Marktanteil von 7,9 Prozent und ist damit die weltweit drittgrößte Brauerei. Heineken ist auch an den deutschen Marken Kulmbacher und Paulaner beteiligt.

  • Platz 2

    SAB-Miller (USA/Großbritannien)

    „Miller“ belegte 2010 mit einem Ausstoß von 172,3 Millionen Hektolitern den zweiten Platz. Die ur-amerikanische Marke gehört seit 2002 zum SAB-Miller-Konzern aus Großbritannien und hat sich die australische Traditionssorte Foster's einverleibt.

  • Platz 1

    Anheuser-Busch Inbev (Belgien/USA/Brasilien)

    Der mit Abstand größte Brauer der Welt ist Anheuser-Busch Inbev. Die Belgier kontrollierten 2010 nach Angaben des Hopfenhändlers Barth-Haas Group 19,4 Prozent des Weltmarkts und produzierten die unvorstellbare Summe von 358,7 Millionen Hektoliter Bier. Die bekannteste deutsche Marke im Portfolio ist Beck's.

Als seine Leidenschaft entdeckte der Banker das Biergeschäft. Vor rund einem Jahrzehnt formte er bereits einen gewaltigen Braukonzern, Inbev, und kontrolliert heute den größten Bierbrauer Anheuser-Busch InBev – ein Konzern, der 2008 durch eine Fusion entstanden ist und weltweit über einen Marktanteil von rund 25 Prozent verfügt.

Vertrieben werden unter anderem die Biere Budweiser, Corona, Stella Artois, Beck's und viele lokale Marken. Der Aktienkurs des Bierkonzerns hat sich in den vergangenen fünf Jahren verdoppelt. Die Strategie der Größe ist also aufgegangen.

Mehr zur Aktie: Anheuser-Busch

Was den Milliardär Bernard Arnault auszeichnet

  • Reichster Franzose

    Arnault ist dem Magazin „Forbes“ zufolge mit einem Vermögen von 32 Milliarden Euro der reichste Mann Europas und der viertreichste Mann der Welt.

  • Geehrt in England

    Arnault wird von der britischen Königin Elizabeth II. in den Ritterstand erhoben. Mit der Ehrung würden Arnaults Verdienste um Unternehmen und „die größere Gemeinschaft im Vereinigten Königreich“ gewürdigt, teilte das britische Außenministerium mit. Da Arnault kein Brite ist, wird ihm eine sogenannte Honorary Knighthood verliehen. Er kann sich damit nicht mit dem Titel „Sir“ schmücken.

  • Angefeindet in Frankreich

    Bernard Arnault kündigte eine Anzeige gegen die linksgerichtete Zeitung „Libération“ an, weil auf deren Titel ein Foto von ihm mit der Schlagzeile „Hau ab, du reicher Idiot!“ erschienen war. Hintergrund ist der Antrag des Multi-Milliardärs auf eine belgische Staatsbürgerschaft.

  • Begehrt in Belgien

    Die EU-Kommission will sich nicht in die Debatte um den belgischen Wohnsitz von Bernard Arnault einmischen. Der für Steuern verantwortliche Kommissar Algirdas Semeta sagte, seine Behörde habe die entsprechenden belgischen Gesetze überprüft. „Sie behandeln alle Personen gleich, ob nun Belgier oder Ausländer.“ Eine Diskriminierung sei deshalb nicht zu erkennen.

  • Auswanderwillig

    Arnault will auch künftig seine Steuern in Frankreich zahlen. Er strebt jedoch die doppelte Staatsbürgerschaft an. Laut Schätzungen leben tausende wohlhabende Franzosen in Belgien, weil sie dort weniger Steuern zahlen.

  • Vertrauter eines Ex-Staatschefs

    Als Chef des weltgrößten Luxuskonzerns LVMH war er viele Jahre der Vertraute des abgewählten konservativen Präsidenten Nicolas Sarkozy.

  • Gegner eines anderen Ex-Staatschef

    Arnault hatte 1981 nach dem Wahlsieg des Sozialisten François Mitterrand Frankreich verlassen und lebte drei Jahre in den USA.

Platz 4: LVMH

Bernard Jean Étienne Arnault (63) ist seit 1989 Chef des Luxusgüter-Konzerns LVMH Moët Hennessy Louis Vuitton (LVMH). Zu der Gruppe gehören Marken wie der Lederartikel-Hersteller Louis Vuitton, der Champagner-Fabrikant Moët & Chandon und der Cognac-Hersteller Hennessy.

Er besitzt knapp die Hälfte der Aktien von LVMH und knapp zwei Drittel der Stimmrechte. Zuletzt fiel der Milliardär dadurch auf, dass er Belgier werden will, was jedoch nicht klappen dürfte. Die Investmentbank Goldman Sachs kommt bei LVMH ins Schwärmen. Die Analysten sehen gute Chancen für die Luxusgüterindustrie insgesamt und LVMH im Speziellen. Die Empfehlung lautet: Kaufen.

Mehr zur Aktie: LVMH

Streit mit Oracle SAP landet Treffer im Kampf der Softwaregiganten

  • Streit mit Oracle: SAP landet Treffer im Kampf der Softwaregiganten
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Platz 5: Oracle

Der Softwarekonzern Oracle ist das Werk von Larry Ellison. Der Gründer und Präsident des US-Konzerns liegt mit einem Vermögen von 36 Milliarden US-Dollar auf Platz 6 der Forbes-Liste der reichsten Menschen der Welt. Seine Firma hatte sich ursprünglich auf Software für Datenverwaltung spezialisiert und bedient mittlerweile auch sehr stark das Marktsegment für Unternehmenslösungen.

Schon lange ist Oracle der große Konkurrent des deutschen Software-Riesens SAP. Oracle-Chef Ellison attackiert regelmäßig den deutschen Rivalen – verbal wie durch Übernahmen. Dem Aktienkurs seines Unternehmens ist diese Wachstumsstrategie bisher gut bekommen. Während der Finanzkrise verdoppelte sich der Kurs – aus Sicht eines Euro-Anlegers – nahezu. Zuletzt steigerte Oracle den Überschuss um 18 Prozent.

Mehr zur Aktie: Oracle

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  • 12.02.2013, 14:20 Uhrshorty

    ...dann maile am bessten mal an die redaktion. Um nicht nur die krise zu überstehen,sondern auch das gesamte leben,ink. seinen bedürfnissen, abzusichern - benötigen sie aber eigenkapital, ohne dem geht es wohl nur sperrlich.

  • 11.02.2013, 23:26 Uhrmadam

    wenn interessiert es, wie dieses Superreichen die Finanzkrise überstehen. Mit soviel Geld ist das doch keine Kunststück, ein uninterssanter, dummer Beitrag

  • 11.02.2013, 13:08 UhrGast

    " Genauso habe ich es geschafft, in jungen Jahren mit 70-80 Stunden-Wochen, viel Arbeit, jahrzehnten keinen Urlaub"

    Welche ein lebenswertes Leben.

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