Börse Inside

So meistern Superreiche die Finanzkrise

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Welche Aktien gerade noch Plus machten


Nicht alle Superreiche können jedoch mit ihren Aktien zufrieden sein. Etliche entwickelten sich deutlich schlechter als einschlägige Aktienindizes. Entweder stiegen sie in den vergangenen fünf Jahren nur wenig oder aber sie verloren an Wert. In der Fünfjahresbetrachtung landen daher sogar einige bekannte Namen wie Warren Buffett oder Bill Gates auf den hinteren Plätzen.

Superreiche und ihre Aktien: Die Flops seit 2008

  • Berechnung

    Vergleich von Aktien aus der Milliardärsliste, die Bloomberg veröffentlicht. Nicht alle Superreichen gründen ihren Reichtum auf Unternehmen, die an der Börse notiert sind. Einige der Aktien erlauben zudem keine Betrachtung über fünf Jahre, die hier vorgenommen wurde.

    Stand: Ende Januar 2013

  • Li Ka-Shing      

    Die Aktie:            Hutchison Whampoa     864287  Die Performance:           20,59%

  • Warren Buffett         

    Die Aktie:            Berkshire Hathaway      854075  Die Performance:           16,00%

  • Li Ka-Shing

    Die Aktie:            Cheung Kong Holdings  862398  Die Performance:           12,03%

  • Bill Gates                         

    Die Aktie:            Microsoft            870747  Die Performance:           -5,46%

  • Lee Shau Kee

    Die Aktie:            Henderson Land              867157  Die Performance:           -6,87%

  • David Thomson                       

    Die Aktie:            Thomson Reuters           864655  Die Performance:           -6,96%

  • Alwaleed bin Talal Al Saud

    Die Aktie:            Kingdom Holdings                     A0LF44       Die Performance:           -9,20%

  • Sheldon Adelson       

    Die Aktie:            Las Vegas Sands                        A0B8S2      Die Performance:           -32,37%

  • Mukesh Ambani

    Die Aktie:            Reliance Industries         884241  Die Performance:           -43,64%

  • Lakshmi Mittal      

    Die Aktie:            Arcelor Mittal            A0M6U2      Die Performance:           -70,31%

Platz 11 und 13: Hutchison Whampoa / Cheung Kong Holdings

Asiens reichster Mann Li Ka-Shing ist gleich mit zwei Aktien in den Top 20 vertreten, beide gehören jedoch zum hinteren Feld. Seit den 1940er-Jahren hat sein Gespür für gute Geschäfte bewiesen. Die amerikanischen Hausfrauen der frühen 60er-Jahre kauften praktische Plastikblumen in Massen von ihm, um ihre Einfamilienhäuser zu verschönern - und machten ihn damit zum Millionär. Inzwischen umfasst sein Reich Einzelhandelsketten sowie Gas-, Wasser und Straßennetze in Australien oder Kanada, die er von seiner Zentrale in Hongkong aus verwaltet.

Li kommt vom chinesischen Festland, hat aber immer von Hongkong aus operiert. Nach seinen Erfolgen mit Plastikblumen zog er sich rasch aus der Branche zurück, denn er ahnte, dass die Mittelklasse schon bald wieder echte Blumen bevorzugen würde. Statt dessen investierte er in Immobilien und profitierte vom Flüchtlingsstrom aus dem kommunistischen China. Während des Aufstiegs Ostasiens zur Werkbank der Welt stieg er im großen Stil in die Industrie ein.

Noch bevor das Handyzeitalter richtig aufkam, steckte Li dann viel Geld ins Mobilfunkgeschäft. Er war hier die versteckte Schlüsselfigur bei der umstrittenen Übernahme von Mannesmann durch Vodafone. Im Jahr 2000 ließ sein Flaggschiff-Unternehmen Hutchison Whampoa den Fusionsverhandlungen durch die Zahlung von 62 Millionen Euro an Prämien für das Mannesmann-Management die entscheidende Wende gegeben.

Mehr zu seinen Aktien: Hutchison Whampoa und Cheung Kong Holdings

 

Wer ist Warren Buffett?

  • Die Grundlagen

    Warren Buffett, geboren am 30. August 1930 in Omaha, Nebraska, war seit frühester Kindheit von Zahlen fasziniert. Sein Vater besaß ein Lebensmittelgeschäft und war Aktienhändler. Mit acht Jahren las er Bücher über die Börse, mit elf arbeitete er in einem Brokerhaus.

  • Der Förderer

    Buffett verschlang das Buch von Professor Benjamin Graham „Intelligent Investieren“ und ging zu ihm an die Columbia Business School. Graham gefiel der junge Mann auch und er lud ihn ein, mit in seinem Unternehmen zu arbeiten. Als sich Graham 1956 zur Ruhe setzte, ging Buffett mit dem verdienten Geld sowie geliehenem zurück nach Omaha und gründete mit 25 Jahren eine Investment-Beteiligungsgesellschaft.

  • Buffett Partnership , LTD

    Die Gesellschaft hatte sieben Teilhaber, die zusammen gut 100.000 Dollar einzahlten. Sie bekamen jährlich sechs Prozent ihrer Anlagesumme und 75 Prozent des Gewinns. Die übrigen 25 Prozent gingen an Buffett.

  • Der Aufstieg

    Obwohl der Dow Jones in fünf der nächsten 13 Jahre fiel, vermehrte er das Geld um knapp 30 Prozent jährlich. Kein Wunder, dass immer mehr bei ihm investieren wollten. 1962 begann er außerdem, Aktien von Not leidenden Firmen zu kaufen. So auch die einer Textilfirma namens Berkshire Hathaway.

  • Berkshires Umwandlung

    Nachdem sich die Buffett Partnership aufgelöst hatte und alle Gesellschafter ausgezahlt worden waren, übernahm Buffett Berkshire Hathaway mit seinem Anteil von 25 Millionen Dollar. Damit begann eine Erfolgsgeschichte, die inzwischen 40 Jahre währt und legendär geworden ist. Berkshire wurde von der Textilfirma zur Beteiligungsgesellschaft.

  • Buffetts Bilanz

    Buffetts wesentliches Ziel war lange Jahre, den Buchwert von Berkshire Hathaway um jährlich 15 Prozent zu steigern. Doch das übertraf er bei weitem. Innerhalb von 40 Jahren steigerte sich das Eigenkapital zudem von 22 Millionen Dollar auf 69 Milliarden Dollar, der Buchwert pro Aktie von 19 auf knapp 60.000 Dollar. Dabei unterliegt Berkshire Hathaway der Einkommen- wie auch der Kapitelertragsteuer.

  • Das Prinzip

    Buffett mag es, „Gewissheiten mit Abschlag“ zu kaufen, wie er es formuliert. Ihm liegt also viel daran, dass die Vorhersehbarkeit der Entwicklung eines Unternehmens vorhanden ist. Und Buffett kauft nur dort, wo er das Geschäftsmodell vollkommen versteht. Das nennt er „Kompetenzradius“. Ihm liegt viel an geringen Schulden, hoher Kapitalrendite und einer guten Führungsmannschaft.

  • Das Dilemma

    Buffett hat sehr oft ein Problem: Die Aktien, die er kaufen will, werden nur selten mit Preisabschlägen gehandelt. Zumindest in den Branchen, wo sein „Kompetenzradius“ liegt. So viel Glück wie bei Amex hat man eben nur selten.

  • American Express

    Das erste und wichtigste Investment war American Express (Amex). 1962 fiel die Aktie der Kreditkartenfirma nach einem Skandal über Nacht von 65 auf 33 Dollar. Buffett hielt Amex grundsätzlich aber für stark und handelte zielstrebig. Er nahm 13 Millionen Dollar in die Hand – immerhin 40 Prozent des Gesamtvermögens seiner Gesellschaft. Der Börsenkurs stieg und Buffett sackte allein in den ersten beiden Jahren einen Profit von 20 Millionen Dollar ein.

  • Das Versicherungsgeschäft

    Im März 1967 kauft Berkshire Hathaway für 8,6 Millionen Dollar Aktien von zwei Versicherern: National Indemnity Company und National Fire and Marine Insurance Company. Es war der Beginn einer phänomenalen Erfolgsstory in dieser Branche. Sie passte perfekt zu Buffetts Anlagestrategie. Es folgten weitere Zukäufe, unter anderem auch bei Rückversichern wie General Re. 

  • Washington Post

    Buffetts Geschichte mit dem Medienkonzern ist in zweifacher Hinsicht eine besondere: Zum einen half er der Geschäftsführung in schwierigen Zeiten entscheidend weiter, zum anderen mehrte der spätere Erfolg sein Vermögen. Die Investition hat sich ungefähr verfünfzigfacht. Aber vor allem „zementierte“ die Post laut Finanzjournalisten Buffetts Ruf als „Meister-Investor“ in den 70er-Jahren.

  • Coca-Cola

    Buffett liebte Coca-Cola seit Leben lang. Doch die ersten Aktien kaufte er erst 1988. Das Unternehmen passt perfekt zu Buffetts Vorliebe, große Kapitalmengen mit hoher Investitionsrendite einsetzen zu können. Die bekannteste Marke der Welt ist für Bufett auch das wertvollste Geschäftskonzept der Welt. Cherry Coke ist heute übrigens das offizielle Getränk der Hauptversammlungen von Berkshire Hathaway.

  • Gillette

    Rasierklingen brauchen die Menschen auch in Krisenzeiten. Buffetts Interesse an Gillette erwachte in den 80er-Jahren. Damals galt das Unternehmen an der Wall Street als reifes, langsam, aber stetig wachsendes Unternehmen – also perfekt für eine Übernahme durch Berkshire Hathaway. Als Gillette 1991 einen Aktiensplit vornahm, bekam Berkshire Hathaway für seine Vorzugsaktien elf Prozent der Stammaktien. Der Wert der Investition stieg innerhalb von zwei Jahren von 600 Millionen auf 875 Millionen Dollar.

  • Fruit of the Loom

    Fruit of the Loom gehört seit 2002 zu Berkshire Hathaway. Das Unternehmen stellt rund ein Drittel der Herren- und Jugendwäsche her, die in den USA verkauft wird. Buffett gab 835 Millionen Dollar für Fruit of the Loom aus.

  • Clayton Homes

    Ebenfalls im Jahr 2002 entschied sich Buffett, Clayton Homes zu übernehmen. 1966 durch den Sohn eines Farmpächters gegründet, ist das Unternehmen heute der größte Fertighaushersteller der USA. Die Idee entstand übrigens auch, weil sich Buffett über die „fürchterlichen Verbraucherfinanzierungs-Praktiken“ aufregte.

  • Wells Fargo

    Im Oktober 1990 hat Berkshire Hathaway für 289 Millionen Dollar Aktien an Wells Fargo erworben. Das war damals sehr mutig, denn viele „Bären“ an der Wall Street wetteten auf den Niedergang der kriselnden Bank aus San Francisco. Doch Wells Fargo überstand die kritische Phase und war 2003 die einzige US-Bank mit dem Top-Kreditrating AAA.

Platz 12: Berkshire Hathaway

Der Investor Warren Buffett und sein Investmentvehikel Berkshire Hathaway sind legendär. Jährlich pilgern Zehntausende Anleger zu seiner Hauptversammlung Anfang Mai in Omaha und lauschen seinen Weisheiten. Sein Investitionsstil ist sehr konservativ, grundsätzlich kauft er nur, was er auch versteht. Von Internetaktien ließ er daher lange Zeit die Finger.

In den vergangenen fünf Jahren ist seine Aktie auf Euro-Basis eher schlecht als recht gelaufen. Das hat jedoch wenig zu sagen. Die Bewertung von Berkshire Hathaway ist zudem sehr schwierig, weil in der Gruppe sehr viele unterschiedliche Unternehmen aus zahlreichen Branchen zusammengefasst sind. Ein Schwerpunkt liegt zwar auf Versicherungen, doch tatsächlich ist Berkshire ein Mischkonzern. Vor allem ist Berkshire jedoch auch ein Vehikel, über das Buffett seine Investitionen tätigt. Der Erfolg dieser Geldanlagen ist oft nicht in Jahresperioden zu messen, sondern zeigt sich mitunter erst nach Jahren.

Mehr zur Aktie: Berkshire Hathaway

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  • 12.02.2013, 14:20 Uhrshorty

    ...dann maile am bessten mal an die redaktion. Um nicht nur die krise zu überstehen,sondern auch das gesamte leben,ink. seinen bedürfnissen, abzusichern - benötigen sie aber eigenkapital, ohne dem geht es wohl nur sperrlich.

  • 11.02.2013, 23:26 Uhrmadam

    wenn interessiert es, wie dieses Superreichen die Finanzkrise überstehen. Mit soviel Geld ist das doch keine Kunststück, ein uninterssanter, dummer Beitrag

  • 11.02.2013, 13:08 UhrGast

    " Genauso habe ich es geschafft, in jungen Jahren mit 70-80 Stunden-Wochen, viel Arbeit, jahrzehnten keinen Urlaub"

    Welche ein lebenswertes Leben.

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