Nicht alle Superreiche können jedoch mit ihren Aktien zufrieden sein. Etliche entwickelten sich deutlich schlechter als einschlägige Aktienindizes. Entweder stiegen sie in den vergangenen fünf Jahren nur wenig oder aber sie verloren an Wert. In der Fünfjahresbetrachtung landen daher sogar einige bekannte Namen wie Warren Buffett oder Bill Gates auf den hinteren Plätzen.
Vergleich von Aktien aus der Milliardärsliste, die Bloomberg veröffentlicht. Nicht alle Superreichen gründen ihren Reichtum auf Unternehmen, die an der Börse notiert sind. Einige der Aktien erlauben zudem keine Betrachtung über fünf Jahre, die hier vorgenommen wurde.
Stand: Ende Januar 2013
Die Aktie: Hutchison Whampoa 864287 Die Performance: 20,59%
Die Aktie: Berkshire Hathaway 854075 Die Performance: 16,00%
Die Aktie: Cheung Kong Holdings 862398 Die Performance: 12,03%
Die Aktie: Microsoft 870747 Die Performance: -5,46%
Die Aktie: Henderson Land 867157 Die Performance: -6,87%
Die Aktie: Thomson Reuters 864655 Die Performance: -6,96%
Die Aktie: Kingdom Holdings A0LF44 Die Performance: -9,20%
Die Aktie: Las Vegas Sands A0B8S2 Die Performance: -32,37%
Die Aktie: Reliance Industries 884241 Die Performance: -43,64%
Die Aktie: Arcelor Mittal A0M6U2 Die Performance: -70,31%
Platz 11 und 13: Hutchison Whampoa / Cheung Kong Holdings
Asiens reichster Mann Li Ka-Shing ist gleich mit zwei Aktien in den Top 20 vertreten, beide gehören jedoch zum hinteren Feld. Seit den 1940er-Jahren hat sein Gespür für gute Geschäfte bewiesen. Die amerikanischen Hausfrauen der frühen 60er-Jahre kauften praktische Plastikblumen in Massen von ihm, um ihre Einfamilienhäuser zu verschönern - und machten ihn damit zum Millionär. Inzwischen umfasst sein Reich Einzelhandelsketten sowie Gas-, Wasser und Straßennetze in Australien oder Kanada, die er von seiner Zentrale in Hongkong aus verwaltet.
Li kommt vom chinesischen Festland, hat aber immer von Hongkong aus operiert. Nach seinen Erfolgen mit Plastikblumen zog er sich rasch aus der Branche zurück, denn er ahnte, dass die Mittelklasse schon bald wieder echte Blumen bevorzugen würde. Statt dessen investierte er in Immobilien und profitierte vom Flüchtlingsstrom aus dem kommunistischen China. Während des Aufstiegs Ostasiens zur Werkbank der Welt stieg er im großen Stil in die Industrie ein.
Noch bevor das Handyzeitalter richtig aufkam, steckte Li dann viel Geld ins Mobilfunkgeschäft. Er war hier die versteckte Schlüsselfigur bei der umstrittenen Übernahme von Mannesmann durch Vodafone. Im Jahr 2000 ließ sein Flaggschiff-Unternehmen Hutchison Whampoa den Fusionsverhandlungen durch die Zahlung von 62 Millionen Euro an Prämien für das Mannesmann-Management die entscheidende Wende gegeben.
Mehr zu seinen Aktien: Hutchison Whampoa und Cheung Kong Holdings
Warren Buffett, geboren am 30. August 1930 in Omaha, Nebraska, war seit frühester Kindheit von Zahlen fasziniert. Sein Vater besaß ein Lebensmittelgeschäft und war Aktienhändler. Mit acht Jahren las er Bücher über die Börse, mit elf arbeitete er in einem Brokerhaus.
Buffett verschlang das Buch von Professor Benjamin Graham „Intelligent Investieren“ und ging zu ihm an die Columbia Business School. Graham gefiel der junge Mann auch und er lud ihn ein, mit in seinem Unternehmen zu arbeiten. Als sich Graham 1956 zur Ruhe setzte, ging Buffett mit dem verdientes Geld sowie geliehenem zurück nach Omaha und gründete mit 25 Jahren eine Investment-Beteiligungsgesellschaft.
Die Gesellschaft hatte sieben Teilhaber, die zusammen gut 100.000 Dollar einzahlten. Sie bekamen jährlich sechs Prozent ihrer Anlagesumme und 75 Prozent des Gewinns. Die übrigen 25 Prozent gingen an Buffett.
Obwohl der Dow Jones in fünf der nächsten 13 Jahre fiel, vermehrte er das Geld um knapp 30 Prozent jährlich. Kein Wunder, dass immer mehr bei ihm investieren wollten. 1962 begann er außerdem, Aktien von Not leidenden Firmen zu kaufen. So auch die einer Textilfirma namens Berkshire Hathaway.
Nachdem sich die Buffett Partnership aufgelöst hatte und alle Gesellschafter ausgezahlt worden waren, übernahm Buffett Berkshire Hathaway mit seinem Anteil von 25 Millionen Dollar. Damit begann eine Erfolgsgeschichte, die inzwischen 40 Jahre wärt und legendär geworden ist. Berkshire wurde von der Textilfirma zur Beteiligungsgesellschaft.
Buffetts wesentliches Ziel war lange Jahre, den Buchwert von Berkshire Hathaway um jährlich 15 Prozent zu steigern. Doch das übertraf er bei weitem. Innerhalb von 40 Jahren steigerte sich das Eigenkapital zudem von 22 Millionen Dollar auf 69 Milliarden Dollar, der Buchwert pro Aktie von 19 auf knapp 60.000 Dollar. Dabei unterliegt Berkshire Hathaway der Einkommens- wie auch der Kapitelertragssteuer.
Buffett mag es, „Gewissheiten mit Abschlag“ zu kaufen, wie er es formuliert. Ihm liegt also viel daran, dass die Vorhersehbarkeit der Entwicklung eines Unternehmens vorhanden ist. Und Buffett kauft nur dort, wo er das Geschäftsmodell vollkommen versteht. Das nennt er „Kompetenzradius“. Ihm liegt viel an geringen Schulden, hoher Kapitalrendite und einer guten Führungsmannschaft.
Buffett hat sehr oft ein Problem: Die Aktien, die er kaufen will, werden nur selten mit Preisabschlägen gehandelt. Zumindest in den Branchen, wo sein „Kompetenzradius“ liegt. So viel Glück wie bei Amex hat man eben nur selten.
Das erste und wichtigste Investment war American Express (Amex). 1962 fiel die Aktie der Kreditkartenfirma nach einem Skandal über Nacht von 65 auf 33 Dollar. Buffett hielt Amex grundsätzlich aber für stark und handelte zielstrebig. Er nahm 13 Millionen Dollar in die Hand – immerhin 40 Prozent des Gesamtvermögens seiner Gesellschaft. Der Börsenkurs stieg und Buffett sackte allein in den ersten beiden Jahren ein Profit von 20 Millionen Dollar ein.
Im März 1967 kauft Berkshire Hathaway für 8,6 Millionen Dollar Aktien von zwei Versicherern: National Indemnity Company und National Fire and Marine Insurance Company. Es war der Beginn einer phänomenalen Erfolgsstory in dieser Branche. Sie passte perfekt zu Buffetts Anlagestrategie. Es folgten weitere Zukäufe, unter anderem auch bei Rückversichern wie General Re.
Buffetts Geschichte mit dem Medienkonzern ist in zweifacher Hinsicht eine Besondere: Zum einen half er der Geschäftsführung in schwierigen Zeiten entscheidend weiter, zum anderen mehrte der spätere Erfolg sein Vermögen. Die Investition hat sich ungefähr verfünfzigfacht. Aber vor allem „zementierte“ die Post laut Finanzjournalisten Buffetts Ruf als „Meister-Investor“ in den 70er-Jahren.
Buffett liebte Coca-Cola seit Leben lang. Doch die ersten Aktien kaufte er erst 1988. Das Unternehmen passt perfekt zu Buffetts Vorliebe, große Kapitalmengen mit hoher Investitionsrendite einsetzen zu können. Die bekannteste Marke der Welt ist für Bufett auch das wertvollste Geschäftskonzept der Welt. Cherry Coke ist heute übrigens das offizielle Getränk der Hauptversammlungen von Berkshire Hathaway.
Rasierklingen brauchen die Menschen auch in Krisenzeiten. Buffetts Interesse an Gillette erwachte in den 80er-Jahren. Damals galt das Unternehmen an der Wall Street als reifes, langsam aber stetig wachsendes Unternehmen – also perfekt für eine Übernahme durch Berkshire Hathaway. Als Gillette 1991 einen Aktiensplit vornahm, bekam Berkshire Hathaway für seine Vorzugsaktien elf Prozent der Stammaktien. Der Wert der Investition stieg innerhalb von zwei Jahren von 600 Millionen auf 875 Millionen Dollar.
Fruit of the Loom gehört seit 2002 zu Berkshire Hathaway. Das Unternehmen stellt rund ein Drittel der Herren- und Jugendwäsche her, die in den USA verkauft wird. Buffett gab 835 Millionen Dollar für Fruit of the Loom aus.
Ebenfalls im Jahr 2002 entschied sich Buffett, Clayton Homes zu übernehmen. 1966 durch den Sohn eines Farmpächters gegründet, ist das Unternehmen heute der größte Fertighaushersteller der USA. Die Idee entstand übrigens auch, weil sich Buffett über die „fürchterlichen Verbraucherfinanzierungs-Praktiken“ aufregte.
Im Oktober 1990 hat Berkshire Hathaway für 289 Millionen Dollar Aktien an Wells Fargo erworben. Das war damals sehr mutig, denn viele „Bären“ an der Wall Street wetteten auf den Niedergang der kriselnden Bank aus San Francisco. Doch Wells Fargo überstand die kritische Phase und war 2003 die einzige US-Bank mit dem Top-Kreditrating AAA.
Platz 12: Berkshire Hathaway
Der Investor Warren Buffett und sein Investmentvehikel Berkshire Hathaway sind legendär. Jährlich pilgern Zehntausende Anleger zu seiner Hauptversammlung Anfang Mai in Omaha und lauschen seinen Weisheiten. Sein Investitionsstil ist sehr konservativ, grundsätzlich kauft er nur, was er auch versteht. Von Internetaktien ließ er daher lange Zeit die Finger.
In den vergangenen fünf Jahren ist seine Aktie auf Euro-Basis eher schlecht als recht gelaufen. Das hat jedoch wenig zu sagen. Die Bewertung von Berkshire Hathaway ist zudem sehr schwierig, weil in der Gruppe sehr viele unterschiedliche Unternehmen aus zahlreichen Branchen zusammengefasst sind. Ein Schwerpunkt liegt zwar auf Versicherungen, doch tatsächlich ist Berkshire ein Mischkonzern. Vor allem ist Berkshire jedoch auch ein Vehikel, über das Buffett seine Investitionen tätigt. Der Erfolg dieser Geldanlagen ist oft nicht in Jahresperioden zu messen, sondern zeigt sich mitunter erst nach Jahren.
Mehr zur Aktie:Berkshire Hathaway

...dann maile am bessten mal an die redaktion. Um nicht nur die krise zu überstehen,sondern auch das gesamte leben,ink. seinen bedürfnissen, abzusichern - benötigen sie aber eigenkapital, ohne dem geht es wohl nur sperrlich.

wenn interessiert es, wie dieses Superreichen die Finanzkrise überstehen. Mit soviel Geld ist das doch keine Kunststück, ein uninterssanter, dummer Beitrag

" Genauso habe ich es geschafft, in jungen Jahren mit 70-80 Stunden-Wochen, viel Arbeit, jahrzehnten keinen Urlaub"
Welche ein lebenswertes Leben.






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