Börse Inside

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Anleger-Mitteilungen: SEC erlaubt börsenrelevante Tweets

Rechtzeitig und gleichmäßig müssen US-Unternehmen ihre Anleger über kursrelevante Entwicklungen informieren. Das geht auch über Facebook oder Twitter, hat die US-Börsenaufsicht befunden. Doch sie stellte Bedingungen.

Unternehmensnachrichten auf Facebook oder Twitter sind für die US-Börsenaufsicht legitime Meldungen. Quelle: dpa
Unternehmensnachrichten auf Facebook oder Twitter sind für die US-Börsenaufsicht legitime Meldungen. Quelle: dpa

WashingtonUS-Firmen dürfen über soziale Medien wie Facebook und Twitter wichtige Ankündigungen für Investoren vornehmen. Dies sei kein Problem, so lange die Anleger darüber informiert seien, welche Kanäle genutzt würden, urteilte die US-Börsenaufsicht am Dienstag.

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Dabei gälten die gleichen Bestimmungen, wie US-Unternehmen sie bereits für firmeneigene Websites kennen. "So lange der Zugang nicht beschränkt ist oder Investoren nicht wissen, wohin sie sich wenden müssen, um die jüngsten Nachrichten zu erhalten, sind die meisten sozialen Medien gut geeignet, um mit Investoren zu kommunizieren."

"Wir begrüßen das Ergebnis des SEC und sehen es natürlich genauso, dass Facebook ein etabliertes Medium für Firmen und Einzelpersonen ist, um Informationen zu verbreiten", teilte Facebook nach Angaben der Nachrichtenagentur Bloomberg mit. Der Sprecher von Twitter verweigerte einen Kommentar.

Reid Hastings Börsenaufsicht überprüft Netflix-Chef

Reid Hastings hat mit einem Facebook-Eintrag den Börsenkurs manipuliert.

Reid Hastings: Börsenaufsicht überprüft Facebook-Eintrag von Netflix-Chef

Hintergrund für diese neue SEC-Richtlinie sind Ermittlungen gegen den Videofilm-Anbieter Netflix, dessen Chef Reed Hastings im vergangenen Jahr über sein persönliches Facebook-Konto eine kursrelevante Ankündigung gemacht hatte. Die Börsenaufsicht sah von einer Weiterverfolgung gegen Hastings oder Netflix ab. Die Regeln für die Nutzung sozialer Medien für Unternehmensmeldungen seien uneindeutig gewesen, teilte die Behörde mit.

Neue Relevanz bekam die Problematik in der vergangenen Woche, als Tesla-Chef Elon Musk über Twitter "aufregende" Neuigkeiten in Kürze versprach und damit den Aktienkurs in die Höhe trieb.

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