HB FRANKFURT. Es deute nichts darauf hin, dass in jüngster Zeit verstärkt Kreditderivate (CDS) zur Spekulation gegen griechische Staatsanleihen genutzt worden seien, teilte die Bafin am Montag mit. Der Anstieg der CDS-Risikoaufschläge spiegele vielmehr die wachsende Nachfrage nach Absicherung von Krediten für den Schuldner Griechenland wider. Nach Darstellung der Bafin geht aus ihr vorliegenden Handelsstatistiken hervor, dass das Volumen der ausstehenden CDS-Kontrakte zuletzt stagniert hat oder sogar leicht gesunken ist.
CDS sind hochspekulative Wertpapiere. Sie gelten als einer der Brandbeschleuniger in der jüngsten Finanzkrise. Auch im Zusammenhang mit der Schuldenkrise Griechenlands tauchen diese "credit default swaps" wieder auf. Mit ihnen können Investoren sich gegen Kreditausfälle absichern, gegenüber Staaten genauso wie gegenüber anderen Schuldnern. Diese Papiere können aber auch losgelöst von der Risikoabsicherung für Spekulationen genutzt werden. Die Behörden wollen dem Handel mit CDS deshalb enge Grenzen setzen.




