Wer sich etwas Zeit nimmt, lernt etwas über die grundsätzlichen Regeln für ein erfolgreiches Investment - für welche persönlichen Ziele auch immer. Es gibt für jeden die richtige Strategie! Und es gibt keine absolute Sicherheit, selbst die Einlagensicherung hat bei einer wirklich tiefen Bankenkrise keine Wirkung, da viel zu viel virtuelles Geld da ist! Wenn man das einmal verstanden hat, hat man schon viel gewonnen!
Das Buch von Hagstrom ist durchaus lesenswert. Insbesondere was die fokussierte Anlagestrategie betrifft. Nur wenige Gute ins Töpfchen.
Noch besser: Wertpapieranalyse und "Der intelligente Investor" von Buffets Lehrmeister Benjamin Graham. Und da gibt es auch noch Peter Lynch. "Der Börse einen Schritt voraus". Sehr gutes Buch auch für Einsteiger. Mein Lieblingsbuch, weil sehr leicht verständlich Buffets, Grahams und Lynchs Strategien erklärt werden, sind "die besten Anlage-Strategien" von Volker Gelfarth.
Kostolany ist die Kür, weil unterhaltsam. Und als Nachspeise "Technische Analyse" von John Murphy. Bringt Schwung ins Depot. Natürlich gibt es noch mehr richtig gute Lektüre zu diesem Thema, aber diese Bücher haben mir sehr geholfen. Und ich lese sie immer wieder und frische mein Wissen auf.
Ich habe die alte Auflage von Hagstorms Buch gelesen. In der Tat das Buch ist lesenswert. Hagstrom versucht Buffets Strategien aus einer akademischen Sicht zu erklären. Mit anderen Worten er interpretiert Buffet aus seiner Sicht. Sein Rechenmodell, welches er glaubt von Buffet zu sein, ist allerdings mit Vorsicht zu genießen. Ich habe es bei vielen Unternehmen ausprobiert und festgestellt, dass die Unternehmen zu teuer berechnet werden, als sie tatsächlich Wert sind. Das Problem liegt bei der Abzinsungsfaktor, welches Hagstrom vorschlägt.( Er nimmt den Zinssatz der 10jährigen US-Anleihen).Leider sehr irreführend für angehende Investoren, die Buffet als Vorbild haben wollen. Buffets Analysen sind kompliziert, auch wenn er persönlich behauptet, es sei sehr leicht. Allein das Management oder die Zukunftsaussichten eines Unternehmen zu analysieren ist eine Kunst für sich.
Ich denke nicht, dass man Buffetts Aufstieg heutzutage kopieren kann.
Seine große Zeit war die vor dem Triumph des Computers, als man durch die Ansammlung von Wissen über Firmen einen Vorteil gegenüber schlechter informierten Investoren ergattern konnte. Buffett war damals sein eigener Computer.
Heute besitzt Buffett eine Unmenge an Insiderwissen und Expertise (von seiner Erfahrung abgesehen), die man als Normalmensch nicht bekommen kann.
Dennoch kann man einiges von Value-Investoren lernen. Ein bisschen KGV, ein bisschen KBV (beides über einen längeren Zeitraum betrachtet); Aktien von Firmen, deren Geschäftsmodell man versteht; eher Firmen, die einfache Güter des täglichen Bedarfs herstellen; "langweilige" Firmen aus reifen Branchen, keine Geheimtipps aus sich entwickelnden Branchen.
Das sind die Grundlagen für eine seriöse Anlagestrategie, die auch ein normal informierter Mensch praktizieren kann. Immer schön billig kaufen mit Sicherheitsbstand zum sog. inneren Wert. Und Geduld an den Tag legen.
So, jetzt könnt ihr euch das Buch sparen. Meine Kontonummer erhaltet ihr beim Handelsblatt. :-D
Intelligentester Beitrag. Danke dafür! Schon so ein Beitrag kann reich machen. In Zeiten wie diesen: PC,s die Kurse zum Einbruch bringen können...uvm
Geben Ihnen vollkommen recht. Die Zeiten des Herrn Buffet sind lange vorbei. Das sieht man am Aktienkurs seines Berkshire H., seit 10 Jahre nichts passiert außer einer hohen Schwankung.
Was nützt mir alles Wissen, wie es vor über 10 Jahren gültig war.
Wann imm man der Fratze des raffgierigen Kapitals eine Maske aufsetzen will bedient sich der Obama des Orakels of Omaha.
Buffett hat selbst gesagt er wird mit 35 Millionär, nicht mit 30 wie hier beschrieben.
Nachzulesen ist dies in dem von Alice Schroeder verfassten Werk "Das Leben ist wie ein Schneeball". Alice Schroeder traf Buffett im Gegensatz zu Hagstrom persönlich und besprach solche Details mit ihm.




