Börse Inside

Diskussion: Kommentare zu: Achtung, Blasengefahr!

Karikatur eines Community-Trolls

Liebe Leserinnen und Leser,

kennen Sie Trolle? Das sind Unholde, die nichts Gutes im Schilde führen. Internet-Trolle gibt es auch. Das sind solche, die „Beiträge verfassen und sich darin auf die Provokation anderer Gesprächsteilnehmer beschränken“, heißt es in den einschlägigen Definitionen. Solche Provokationen würgen eine Diskussion ab. Internet-Trolle sind also Menschen, die wir in unserer Handelsblatt-Online-Community nicht brauchen. Was wir gut finden, sind Kommentatoren. Gerne solche, die auf den Punkt kommen - von uns aus kurz und schmerzhaft.
Am meisten freuen wir uns, wenn Sie zu Ihrer Meinung mit Ihrem Namen stehen. Wir möchten wissen, mit wem wir diskutieren, und Sie haben ein Recht zu wissen, mit wem Sie sich auseinandersetzen. Wir glauben, dass es zu einem fairen Umgang miteinander im Netz gehört, sich offen gegenüberzutreten.

Ihre Handelsblatt-Online-Redaktion
Bitte bleiben Sie fair und halten Sie sich an unsere Community Richtlinien sowie unsere Netiquette.
  • 22.10.2012, 17:33 UhrWBoehme

    Davor warne ich schon seit Jahresbeginn - endlich einmal ein vernünftiger Beitrag!

    Zitat Handelblatt: „Er warnt in der jetzigen Situation vor übereilten Haus- und Wohnungskäufen. Anleger unterschätzten die Risiken am Immobilienmarkt, sagt er. Auch Burkhard Wagner, Vorstand bei der Partners Vermögensmanagement AG, sieht Übertreibungen am Markt für Wohnimmobilien.“

    In Berlin kann man seit geraumer Zeit zugucken, wie sich durch private Immobilienkäufe eine Blase bildet. Statt dessen wurde von interessierter Seite immer nur etwas von Nachholbedarf oder steigender Nachfrage gefaselt. Natürlich steigen die Preise, wenn die Nachfrage steigt. Deshalb wäre vernünftiger Weise zu fragen, warum die Nachfrage so gestiegen ist:

    1. Die Anlageempfehlungen gewisser Magazine, das Gerede von „Betongold“, das panische Sachwertflüchter in die sog. gute Lagen, also insbesondere die Innenstädte, treibt. 2. Der billige Kreditzins, der als sog. monatliche Belastung, für viele Privatkäufer maßgeblich für ihre Bereitschaft ist, sich ohne jede Rücksicht auf vernünftige Ertragswertberechnung hoch zu verschulden, um dabei in Erwartung weiter steigender Preise irrwitzige Spekulationspreise zu bezahlen. Viele Privathaushalte gehen bei ihren Kaufpreisgeboten einfach bis in ihr Limit bei der Tilgungsfähigkeit des Kredits. Dieses Limit ist angesichts der niedrigen Zinsen für den Kredit inzwischen abenteuerlich hoch 3. Die noch nicht abgestürzte Konjunktur in D., aus der die derzeit gute Tilgungsfähigkeit der Käufer und/oder Mieter resultiert. Diese drei Ursachen zeigen bereits, wie wackelig die Spekulationspreise bei den Immobilien tatsächlich sind.

    Hinzu kommt noch die immer geringer werdende Eigenkapitalquote bei vielen Neubesitzern -nur noch 13% sollen es sein -weshalb auch in Deutschlands Metropolen die Blase bald platzen könnte und dann viele mehr Schulden haben, als das Haus noch wert ist.

    • 22.10.2012, 17:46 UhrStubi

      @WBoehme

      Dazu kommt noch, dass der Steuerzahler dann die Banken retten darf, wenn es kracht.

    • 22.10.2012, 19:14 UhrMJM1605

      Aber wer rettet dann die Steuerzahler?

    • 22.10.2012, 22:22 UhrBietchekoopen

      Ich denke, Immobilien sind immer noch billig. Der Inflation der letzten 20 Jahre wurde kaum ausgeglichen. Das passiert jetzt und ist aus meiner Sicht keine Blase.

      Seit drei Jahren schreiben viele Unternehmen prächtige Gewinne. Nur der Aktienkurs ist nicht entsprechend gestiegen, wegen des Krisengetaumels. Wenn Investoren sich jetzt mehr mit der Unternehmens-Realität beschäftigen, dann steigen die Aktienkurse zwangsläufig. Es ist auch gut so und keine Blase, wenn niemand mehr darüber nachdenkt ob Hollande Merkel mag.

  • 22.10.2012, 17:48 UhrWILHER


    Selbst wenn die Konjunktur mal schwächeln würde, das KGV steigen würde, weil die Gewinne einbrechen, dann würde ich annehmen, dass in absehbarer Zeit die Konjunktur wieder anzieht, das KGV wieder sinken würde, weil die Gewinne wieder steigen.
    Ich persönlich würde nicht in Panik geraten und alle meine Aktien verkaufen.
    Im Gegenteil, im Abschwung würde ich nachkaufen.
    Es ist doch etwas irreal von den Märkten zu glauben, jeder Konjunktureinbruch leite den wirschaftlichben Weltuntergang ein. Bislang folgte auf jeden konjunkurellen Winter noch ein Frühling, selbst nach Weltkriegen.

    • 22.10.2012, 18:27 Uhrstatesman

      Wann war das genau: Der Winter im Jahre 2000?
      Als der Dax bei 2200 stand.
      Danach erholte er sich prächtig.
      Bis auf 8400.
      Dann ist das passiert, was immer wieder passieren wird: Der Crash kam.
      Heute ist die Situation viel gefährlicher als im Jahre 2000.
      Heute haben wir 10 Billionen Euro teilweise uneinbringliche Schulden in der EU, für die die deutschen Deppen mit 27% haften müssen.
      Reset zu 2000 ist denkbar. Also Vorsicht.

  • 22.10.2012, 17:49 Uhrsalmiackgeist

    Brilliant aufgezogener, realistischer Artikel! Bravoriös - ungewöhnlich von Handelsblatt. Endlich einmal KEINE EINSEITIGE (SELBST-) DARSTELLUNG! Keine BILD-2 ala "Jetzt Gold kaufen!!" Sondern: genau SO! Danke an HB und: weiter so!

  • 22.10.2012, 18:34 Uhrstatesman

    Ich kann mich genau erinnern, daß im Handelsblatt schon während der Subprime-Krise 2007 die Empfehlung für Gold ausgesprochen wurde.

    Ich bin diesem Rat gefolgt.
    1kg Barren 2007 = 17 500 €.
    Heute 5 J.später= 43 500 €.

    Danke Handelsblatt, Du hast mich wohlhabend gemacht.

  • 22.10.2012, 18:42 UhrRepublikaner

    Die Blasengefahr hat eine einzige Ursache: die EZB kommt ihrem Auftrag in keiner Weise nach. Es ist empörend zu sehen, daß dieser Institution die Geldwertstabiltität völlig egal ist und sich zum Superfinanzier der Pleite-Länder erhebt. [...]. Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • 22.10.2012, 20:25 UhrGaishirtle

    "....um die maroden Staatshaushalte zu sanieren..."
    Das EZB-Geld saniert die Haushalte keineswegs; es verhindert allenfalls den sofortigen totalen Kollaps.

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