Börse Inside

_

„Elite Report“ 2013: Bei wem das Geld in guten Händen ist

Geld anlegen in Zeiten von Niedrigzinsen ist eine Kunst, die nur wenige beherrschen. Die meisten Vermögensverwalter gefährden das Vermögen. Wir verraten Ihnen, welche wirklich ihr Geld wert sind.

Blick in den Festsaal: Das Handelsblatt und Elite Report küren die besten Vermögensverwalter. Quelle: Quirin Leppert
Blick in den Festsaal: Das Handelsblatt und Elite Report küren die besten Vermögensverwalter. Quelle: Quirin Leppert

MünchenZwischen Maronensüppchen, Wachtelbrust und Rehrücken lässt es sich vortrefflich munkeln, fachsimpeln und lästern. Die feine Branche der Vermögensverwalter hat sich am Montagabend in München getroffen. Die Besten erhielten eine Auszeichnung, doch die Branche musste sich auch scharfe Kritik anhören. Zum zehnten Mal hat das unabhängige Fachmagazin „Elite Report“ Strategie und Erfolg der Verwalter unter die Lupe genommen.

Anzeige

Insgesamt wurden 383 Verwalter im deutschsprachigen Raum untersucht. Nur jeder Neunte wurde als empfehlenswert betitelt. Im vergangenen Jahr war es noch jeder Siebte. Die Qualität der Vermögensverwalter ist gegenüber dem Vorjahr „klar zurückgegangen“, resümiert Hans-Kaspar von Schönfels, Gründer und Herausgeber des „Elite Report“.

Elite der Vermögensverwalter

  • Auszeichnung des „Elite-Report“

    Das Fachmagazin „Elite Report“ hat 44 Vermögensverwalter des deutschsprachigen Raums ausgezeichnet. Die Bewertung erfolgte nach Punkten in mehreren, unterschiedlich gewichteten Kategorien. Ein „Summa cum laude“ gab es von 490 bis 570 Punkten, „Magna cum laude“ ab 430 Punkten, „Cum laude“ ab 370 Punkten und „Satis bene“ ab 370 Punkten.

  • Summa cum laude

    Diese Vermögensverwalter wurden mit „Summa cum laude“ ausgezeichnet (Reihenfolge alphabetisch):

    Bankhaus Herzogpark, Bankhaus Jungholz (Österreich, Schweiz), Basler Kantonalbank (Schweiz), Berenberg Bank (Deutschland und Schweiz), Bestadvice Private Vermögen, Bethmann Bank, BHF-Bank (Deutschland und Schweiz), Bremer Landesbank, Centrum Bank (Liechtenstein und Schweiz), DJE Kapital (Deutschland, Schweiz und Luxemburg), Donner & Reuschel, Fiduka Depotverwaltung, Fürst Fugger Privatbank, Grossbötzl, Schmitz & Partner, Haspa Hamburger Sparkasse, HSBC Trinkaus & Burkhardt, Huber, Reuss & Kollegen, Hypo Landesbank Vorarlberg (Österreich), LGT Bank in Liechtenstein (Liechtenstein, Schweiz und Österreich), Maerki Baumann & Co. (Schweiz), Merck Finck & Co., Metzler seel. Sohn & Co., Pictet & Cie. (Deutschland und Schweiz), PSM Vermögensverwaltung, Sal. Oppenheim jr. & Cie., Schoellerbank (Österreich), Volksbank Vorarlberg (Österreich, Schweiz und Liechtenstein), Weberbank, Wergen & Partner (Schweiz), Wilhelm von Finck DFO.

    Wenn nicht anders angegeben, handelt es sich um Vermögensverwalter mit Sitz in Deutschland.

  • Magna cum laude

    Diese Vermögensverwalte wurden mit „Magna cum laude“ ausgezeichnet (Reihenfolge alphabetisch):

    Bank Sarasin (Schweiz), Bank Schilling, Bankhaus Lampe, Fürstlich Castell’sche Bank, Lombard Odier & Cie. (Schweiz), M. M. Warburg, Südwestbank, Value-Holdings, V.M.Z. - Dr. M.C. Zschaber.

    Wenn nicht anders angegeben, handelt es sich um Vermögensverwalter mit Sitz in Deutschland.

  • Cum laude

    Diese Vermögensverwalter wurden mit „Cum laude“ ausgezeichnet (Reihenfolge alphabetisch):

    Bank Julius Bär (Schweiz), Bank Syz & Co. (Schweiz), Raiffeisenverband Salzburg (Österreich), UBS.

    Wenn nicht anders angegeben, handelt es sich um Vermögensverwalter mit Sitz in Deutschland.

  • Satis bene

    Dieser Vermögensverwalter wurde mit „Satis bene“ ausgezeichnet:

    Tiroler Sparkasse (Österreich).

Immerhin steigerten die Verwalter in den vergangenen bewegten zwölf Monaten das Vermögen ihrer Kunden im Schnitt um 5,5 bis 6,5 Prozent. Doch immer mehr Häuser schnitten sich angesichts sinkender Margen im Umfeld niedriger Kapitalmarktzinsen mehr von der Depotrendite ab. Ein Großteil der analysierten Banken „gefährdet Kundenvermögen“, empört sich von Schönfels, indem vor allem Provisionen kassiert würden.

Die Zeiten bleiben schwierig für die Branche: Zwar sorgen die Aktienmärkte für Laune seit EZB-Präsident Mario Draghi im Sommer Entwarnung für die Liquiditätsnöte der Euro-Staaten gegeben hat. Doch private Anleger verschanzen sich weiterhin in vermeintlich sicheren Anlagen wie Tagesgeld. Das lastet auf den Margen der Geldmanager, denn in Zeiten extrem niedriger Zinsen und Renditen wollen Anleger nicht viel Gebühren für die Vermögensverwaltung zahlen.

Was aus 1.000 Euro in zehn Jahren wurde

  • Deutscher Aktienindex (Dax)

    Veränderung auf Sicht von zehn Jahren: +88,8 Prozent (ohne Dividenden)

    Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.888 Euro

  • Dow Jones

    Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +52,7 Prozent

    Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.527 Euro

  • EuroStoxx 50

    Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +31,3 Prozent

    Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.313 Euro

  • Nikkei

    Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +10,1 Prozent

    Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1101 Euro

  • Chinesische Aktien (Shanghai B-Index)

    Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +10,3 Prozent

    Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.103 Euro

  • MSCI Emerging Markets

    Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +228 Prozent

    Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 3.285 Euro

  • Gold

    Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +314 Prozent

    Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 4.142 Euro

  • Silber

    Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +428 Prozent

    Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 5.275 Euro

  • Öl

    Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +221 Prozent

    Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 3.205 Euro

  • Weizen

    Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +92 Prozent

    Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.916 Euro

  • Kaffee

    Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +151 Prozent

    Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 2.509 Euro

  • Staatsanleihen (Rexp)

    Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +67 Prozent

    Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.666 Euro

  • Unternehmensanleihen (Citigroup World BIG Corporate Index)

    Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +56 Prozent

    Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.559 Euro

  • Sparbuch

    Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.095,90 Euro*

    *bei einem durchschnittlichen jährlichen Zinssatz von 0,92 Prozent (Spareckzins)

  • Tagesgeld

    Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.209 Euro*

    *bei einem durchschnittlichen jährlichen Zinssatz von 1,92 Prozent

  • Festgeld

    Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.266 Euro*

    *bei einem durchschnittlichen jährlichen Zinssatz von 2,39 Prozent

An den Anlageerfolg gekoppelte Gebührenmodelle könnten sich nun durchsetzen, meint ein Banker - und wenn diese Gebühren ihrem Namen wirklich gerecht würden, dann machten sie auch endlich mal den Geldmanagern mit schwachen Renditen Beine, sagt er. Ansonsten müssten die Banken im Privatkundengeschäft eben noch Kosten einsparen, sprich Leute entlassen – da werde man noch einiges sehen in der Branche, meint ein hochrangiger Privatbanker und verweist schnell darauf, das in seinem Haus alles erledigt sei.

Ratgeber Geldanlage

Die beste Strategie für das eigene Vermögen: Der Ratgeber von Handelsblatt Online erklärt Grundlagen, Chancen und Risiken von Investments in Aktien, Fonds, Anleihen, Zertifikaten und Zinskonten. Anleger erfahren, wie sie die passenden Produkte auswählen und unkalkulierbare Risiken vermeiden. Mehr…

  • Depot-Contest
  • ANZEIGE
Depot-Contest : Wer am meisten aus Geld macht

Wer am meisten aus Geld macht

Welcher Vermögensverwalter ist der beste? Finden Sie es heraus: Wir lassen 21 Profis beim DAB-Depot-Contest gegeneinander antreten.

ANZEIGE
  • Tagesgeld-Vergleich

    Top-Kondtionen für Tagesgeld, inklusive Gebühren, Einlagensicherung und Abgeltungsteuer.

  • Festgeld-Vergleich

    Der Rechner sucht die höchsten Zinsen für Festgeld für jede Laufzeit und Höhe des Anlagebetrages.

  • Girokonten-Rechner

    Kosten für das Konto ermitteln, inklusive Entgelte für Kreditkarten sowie Dispo- und Guthabenzinsen.

  • Rendite-Rechner

    Der Zins entspricht nicht immer der Rendite. Welche Erträge Anlagen tatsächlich bringen.

  • Ratenkredit-Vergleich

    Die besten Angebote für Ratenkredite vergleichen. Für verschiedenen Bonitätsstufen.

  • Ratgeber Geldanlage

    Die beste Strategie für Ihr Vermögen: Grundlagen, Chancen und Risiken verschiedener Investments.

  • Rendite-Risiko-Radar

    Die Renditen für Aktienindizes, Rohstoffe oder Rentenindizes nach Zeiträumen berechnen.

  • Sparbrief-Rechner

    Die interessantesten Offerten für Sparbriefe mit einer Laufzeit zwischen einem und zehn Jahren.

  • Depot

    Erstellen Sie ein virtuelles Depot, mit dem Sie Ihre Strategie testen und Kursentwicklungen verfolgen.

  • Alle Rechner und Tools

    Übersichtsseite aller Rechner, Vergleiche und Tools für Finanzen, Immobilien, Jobs und vieles mehr.

  • Weitere Tools anzeigen