
MünchenZwischen Maronensüppchen, Wachtelbrust und Rehrücken lässt es sich vortrefflich munkeln, fachsimpeln und lästern. Die feine Branche der Vermögensverwalter hat sich am Montagabend in München getroffen. Die Besten erhielten eine Auszeichnung, doch die Branche musste sich auch scharfe Kritik anhören. Zum zehnten Mal hat das unabhängige Fachmagazin „Elite Report“ Strategie und Erfolg der Verwalter unter die Lupe genommen.
Insgesamt wurden 383 Verwalter im deutschsprachigen Raum untersucht. Nur jeder Neunte wurde als empfehlenswert betitelt. Im vergangenen Jahr war es noch jeder Siebte. Die Qualität der Vermögensverwalter ist gegenüber dem Vorjahr „klar zurückgegangen“, resümiert Hans-Kaspar von Schönfels, Gründer und Herausgeber des „Elite Report“.
Das Fachmagazin „Elite Report“ hat 44 Vermögensverwalter des deutschsprachigen Raums ausgezeichnet. Die Bewertung erfolgte nach Punkten in mehreren, unterschiedlich gewichteten Kategorien. Ein „Summa cum laude“ gab es von 490 bis 570 Punkten, „Magna cum laude“ ab 430 Punkten, „Cum laude“ ab 370 Punkten und „Satis bene“ ab 370 Punkten.
Diese Vermögensverwalter wurden mit „Summa cum laude“ ausgezeichnet (Reihenfolge alphabetisch):
Bankhaus Herzogpark, Bankhaus Jungholz (Österreich, Schweiz), Basler Kantonalbank (Schweiz), Berenberg Bank (Deutschland und Schweiz), Bestadvice Private Vermögen, Bethmann Bank, BHF-Bank (Deutschland und Schweiz), Bremer Landesbank, Centrum Bank (Liechtenstein und Schweiz), DJE Kapital (Deutschland, Schweiz und Luxemburg), Donner & Reuschel, Fiduka Depotverwaltung, Fürst Fugger Privatbank, Grossbötzl, Schmitz & Partner, Haspa Hamburger Sparkasse, HSBC Trinkaus & Burkhardt, Huber, Reuss & Kollegen, Hypo Landesbank Vorarlberg (Österreich), LGT Bank in Liechtenstein (Liechtenstein, Schweiz und Österreich), Maerki Baumann & Co. (Schweiz), Merck Finck & Co., Metzler seel. Sohn & Co., Pictet & Cie. (Deutschland und Schweiz), PSM Vermögensverwaltung, Sal. Oppenheim jr. & Cie., Schoellerbank (Österreich), Volksbank Vorarlberg (Österreich, Schweiz und Liechtenstein), Weberbank, Wergen & Partner (Schweiz), Wilhelm von Finck DFO.
Wenn nicht anders angegeben, handelt es sich um Vermögensverwalter mit Sitz in Deutschland.
Diese Vermögensverwalte wurden mit „Magna cum laude“ ausgezeichnet (Reihenfolge alphabetisch):
Bank Sarasin (Schweiz), Bank Schilling, Bankhaus Lampe, Fürstlich Castell’sche Bank, Lombard Odier & Cie. (Schweiz), M. M. Warburg, Südwestbank, Value-Holdings, V.M.Z. - Dr. M.C. Zschaber.
Wenn nicht anders angegeben, handelt es sich um Vermögensverwalter mit Sitz in Deutschland.
Diese Vermögensverwalter wurden mit „Cum laude“ ausgezeichnet (Reihenfolge alphabetisch):
Bank Julius Bär (Schweiz), Bank Syz & Co. (Schweiz), Raiffeisenverband Salzburg (Österreich), UBS.
Wenn nicht anders angegeben, handelt es sich um Vermögensverwalter mit Sitz in Deutschland.
Dieser Vermögensverwalter wurde mit „Satis bene“ ausgezeichnet:
Tiroler Sparkasse (Österreich).
Immerhin steigerten die Verwalter in den vergangenen bewegten zwölf Monaten das Vermögen ihrer Kunden im Schnitt um 5,5 bis 6,5 Prozent. Doch immer mehr Häuser schnitten sich angesichts sinkender Margen im Umfeld niedriger Kapitalmarktzinsen mehr von der Depotrendite ab. Ein Großteil der analysierten Banken „gefährdet Kundenvermögen“, empört sich von Schönfels, indem vor allem Provisionen kassiert würden.
Die Zeiten bleiben schwierig für die Branche: Zwar sorgen die Aktienmärkte für Laune seit EZB-Präsident Mario Draghi im Sommer Entwarnung für die Liquiditätsnöte der Euro-Staaten gegeben hat. Doch private Anleger verschanzen sich weiterhin in vermeintlich sicheren Anlagen wie Tagesgeld. Das lastet auf den Margen der Geldmanager, denn in Zeiten extrem niedriger Zinsen und Renditen wollen Anleger nicht viel Gebühren für die Vermögensverwaltung zahlen.
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren: +88,8 Prozent (ohne Dividenden)
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.888 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +52,7 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.527 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +31,3 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.313 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +10,1 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1101 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +10,3 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.103 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +228 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 3.285 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +314 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 4.142 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +428 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 5.275 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +221 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 3.205 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +92 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.916 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +151 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 2.509 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +67 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.666 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +56 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.559 Euro
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.095,90 Euro*
*bei einem durchschnittlichen jährlichen Zinssatz von 0,92 Prozent (Spareckzins)
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.209 Euro*
*bei einem durchschnittlichen jährlichen Zinssatz von 1,92 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.266 Euro*
*bei einem durchschnittlichen jährlichen Zinssatz von 2,39 Prozent
An den Anlageerfolg gekoppelte Gebührenmodelle könnten sich nun durchsetzen, meint ein Banker - und wenn diese Gebühren ihrem Namen wirklich gerecht würden, dann machten sie auch endlich mal den Geldmanagern mit schwachen Renditen Beine, sagt er. Ansonsten müssten die Banken im Privatkundengeschäft eben noch Kosten einsparen, sprich Leute entlassen – da werde man noch einiges sehen in der Branche, meint ein hochrangiger Privatbanker und verweist schnell darauf, das in seinem Haus alles erledigt sei.

Vermögensverwalter verwalten VERMÖGEN. Vermögende besitzen bereits ein Vermögen, ihre grösste Angst ist der Verlust dieses Vermögens. Dafür bezahlen sie die Vermögensverwalter fürstlich. Danke für nichts!

Natürlich kosten Vermögensverwalter Geld, wie deutsche Banken auch.Auch hat nicht jeder die Zeit oder das wissen seine eigenen Dispositionen zu treffen.
Aber interessant ist doch wie viele ausländische Vermögensverwalter beste Noten bekommen.

Warum wird in Ihrem Artikel nicht erwähnt, dass der Herausgeber des "Elite-Report" Oliver Stock heißt und Chefredakteur des Handelsblatts ist? Zumindest wird es dort so dargestellt. Mit Foto und Verweis auf handelsblatt.com
http://www.elitereport.de/reports/vermoegensverwalter-2013.html
Also ist das ein Artikel in eigener Sache. Meines Erachtens müsste das entsprechend dargestellt werden (Werbung).
Den Text den Oliver Stock zum Elitereport 2013 schreibt, war für mich erschreckend. Wenn das ernst gemeint ist: „Es sind die Vermögensverwalter, die durch Service und Performance überzeugen können. Sie werden hier benannt. Sie sind die Ausgezeichneten. Nach allem, was wir wissen, können wir für sie die Hand ins Feuer legen.“
Wie viel wissen Sie denn von diesen? Wie viel Zeit verbringen Sie mit der Überprüfung der vielen Vermögensverwalter und wie viel Geld lassen Sie von diesen verwalten? Sind Sie bzw. der „Elite Report“ wirklich unabhängig? Nach Ihren dort geschrieben Worten zweifle ich sehr an Ihrer Fachkompetenz. Ich habe selbst einige Vermögensverwalter in Deutschland überprüft und komme zu einem ganz anderen Schluss. Alle von mir untersuchten Vermögensverwalter sind so teuer, dass sie sich nicht lohnen. Sie schneiden daher z. B. schlechter ab, als viele entsprechende Mischfonds und sind oft schlechter diversifiziert. Haben Ihre ausgezeichneten Vermögensverwalter 2002 und 2008 das Vermögen Ihrer Kunden nach Kosten erhalten?
Ich meine, keiner hat das geschafft. „Die Hand ins Feuer legen“ kann man für keinen Vermögensverwalter und keine Anlage. Bei einem Vermögensverwalter verschiebt man die Verantwortung für sein Vermögen sehr kostenintensiv ohne eine Erfolgsgarantie und unterschreibt gleichzeitig viele Unterlagen, welche eine Regressnahme bei Versagen erheblich erschweren oder unmöglich machen.






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