BerlinDie Erwartungen der Märkte an eine Zinsanhebung durch die Europäische Zentralbank (EZB) um weitere 50 Basispunkte in diesem Jahr sind nach Worten von Ratsmitglied Ewald Nowotny begründet. „Ich will keine konkreten Zahlen nennen, aber die Tendenz wird erkannt. Der exakte Zeitpunkt für einen solchen Schritt hängt von der wirtschaftlichen Lage ab“, sagte Nowotny im Bloomberg-Interview am Sonntag in Washington.
Es sei offensichtlich, dass die EZB Preisbewegungen sehr ernst nehme. „Wir werden natürlich unsere Prognose für die Inflation revidieren müssen“, fügte er hinzu.
Als erste der großen westlichen Notenbanken hatte die EZB im Kampf gegen steigende Preise die Zinswende eingeleitet. Unter dem Vorsitz von Präsident Jean-Claude Trichet beschloss der EZB-Rat Anfang April einstimmig die erste geldpolitische Straffung seit Ausbruch der Welt-Finanzkrise.
Mit der Erhöhung von 1,0 auf 1,25 Prozent wurde das ab Mai 2009 geltende rekordniedrige Zinsniveau zur Vergangenheit.
Schon tragisch zu nennen: was den einen nutzt, vernichtet die anderen. So unterschiedliche Länder passen nun wirklich nicht unter einen Währungshut.
Staats- und Bankpleiten oder Hyperinflation – wir haben die Wahl





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