Börse Inside

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Finanzkrisen-Verursacher: Womit die Brandstifter heute ihr Geld verdienen

Egal ob Alan Greenspan oder Bill Clinton – viele hatten ihren Anteil daran, dass die Finanzwelt 2008 kurz vor dem Abgrund stand. Aber was machen die Krisen-Verursacher eigentlich heute? Einer verkauft Ferienimmobilien.

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Fred Goodwin

Der ehemalige CEO der Royal Bank of Scotland wird wohl in die Geschichte Englands eingehen. 2012 entzog die Queen ihm den Ehrentitel, wonach er nicht mehr mit "Sir" angesprochen werden darf. Normalerweise wird diese "Ehre" nur Diktatoren und Schwerverbrechern zuteil. Zuletzt wurde Robert Mugabe 2008 der Ritterschlag aberkannt. Fred Goodwin, der nach der Krise als der "schlechteste Banker der Welt" bezeichnet wurde, führte die RBS fast an den Rand der Pleite. Mit riskanten Geschäfte versuchte er den Profit in die Höhe zu treiben. Lange Zeit ging dies gut, doch mit zunehmender Zeit wurde die Fallhöhe immer höher und die Blase an den Finanzmärkten immer instabiler. Doch sogar kurz vor Ausbruch der Krise wollte Goodwin mehr. Er stemmt einen 100 Milliarden Dollar Übernahme der dänischen Bank ABN Amro. Die Bilanz nach der Krise ist erschreckend. Die Royal Bank of Scotland verzeichnete den größten Verlust in der Geschichte Großbritanniens und der britische Staat übernahm 82 Prozent der Bank, wonach die RBS faktisch in Staatsbesitz ist.

Doch auch nach seiner "Karriere" bei der RBS machte Fred Goodwin weiterhin mit negativen Schlagzeilen von sich Reden. Er nahm einen Job als Berater bei Schottlands größtem Architektur-Unternehmen RMJM an. In seiner Zeit bei RMJM mussten jedoch 80 Mitarbeiter das Unternehmen verlassen, da Gebühren unbezahlt blieben.

Bild: Reuters