Auch am Rentenmarkt überwog die Zuversicht: Die Rendite der zehnjährigen spanischen Staatsanleihen fiel bis auf 4,74 (4,99) Prozent und damit auf den niedrigsten Stand seit November 2010. Stimmungsaufhellend wirkte Händlern zufolge eine erfolgreiche italienische Auktion kurzlaufender Anleihen. Rom konnte Papiere mit sechsmonatiger Laufzeit deutlich billiger am Markt platzieren als noch vor einem Monat. Die Zinslast ging zurück auf 1,97 Prozent; noch im Dezember musste Rom 3,25 Prozent zahlen.
Die Renditen auf zehnjährige italienische Anleihen fielen daraufhin auf 5,844 Prozent nach 6,072 Prozent im späten Vortagesgeschäft. Der Risikoaufschlag der italienischen Zehnjährigen zur vergleichbaren Bundesanleihe fiel unter 400 Basispunkte auf den niedrigsten Stand seit Anfang Dezember. Halt macht der Optimismus der Investoren allerdings vor Portugal. Die Rendite der zehnjährigen Papiere stieg weiter bis auf 15,7 Prozent und war damit so hoch wie noch nie seit Einführung des Euro.
„Wenn nicht einmal in so einem Marktumfeld die portugiesischen Anleihen performen, dann sind die Zweifel schon sehr groß“, sagte ein Analyst. „Die große Frage ist: Steht uns mit Portugal ein ähnliches Theater bevor wie mit Griechenland? Meine Antwort ist „Ja'.“ Auch die Portugiesen dürften auf ein zweites Hilfspaket angewiesen sein. Aber als Lehre aus Griechenland würden die internationalen Geldgeber wohl nicht unbedingt auf eine Beteiligung der privaten Gläubiger pochen.
Die Suche nach Sicherheit zum Wochenausklang half den Bundesanleihen. Der Bund-Future zog um 45 Ticks auf 139,14 Zähler an.




