Börse Inside

Diskussion: Kommentare zu: „Der ehrliche Sparer wird die Zeche zahlen“

Karikatur eines Community-Trolls

Liebe Leserinnen und Leser,

kennen Sie Trolle? Das sind Unholde, die nichts Gutes im Schilde führen. Internet-Trolle gibt es auch. Das sind solche, die „Beiträge verfassen und sich darin auf die Provokation anderer Gesprächsteilnehmer beschränken“, heißt es in den einschlägigen Definitionen. Solche Provokationen würgen eine Diskussion ab. Internet-Trolle sind also Menschen, die wir in unserer Handelsblatt-Online-Community nicht brauchen. Was wir gut finden, sind Kommentatoren. Gerne solche, die auf den Punkt kommen - von uns aus kurz und schmerzhaft.
Am meisten freuen wir uns, wenn Sie zu Ihrer Meinung mit Ihrem Namen stehen. Wir möchten wissen, mit wem wir diskutieren, und Sie haben ein Recht zu wissen, mit wem Sie sich auseinandersetzen. Wir glauben, dass es zu einem fairen Umgang miteinander im Netz gehört, sich offen gegenüberzutreten.

Ihre Handelsblatt-Online-Redaktion
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  • 01.03.2012, 09:42 UhrAstrologinPalmer

    Das ist doch alles gar kein Problem.
    Da die Aktienindizes schon bald ihren Höchststand erreicht haben, werden wir nicht die "Greater Fools" sein, die in das fallende Messer greifen.
    Wir entgehen der Inflation, indem wir Gold und Silber kaufen.
    Und sonst nichts.

    • 01.03.2012, 10:36 UhrRevisor

      Das passt. Das Geschwätz der Gurus aus der Mottenkiste des letzten Jahrhunderts wie M. Faber kann man nur mit Astrologie bekämpfen....... den Weisheiten über Gold und Silber des vorherigen Jahrtausends.

    • 01.03.2012, 10:52 UhrAlp

      @ Anonymer Benutzer: Revisor

      Haben Sie sich je mal mit Geld-, Währung- bzw Wertetheorie beschäftigt?

      Sie werden es nicht glauben, aber es gab Menschen und Wirtschaft vor Keynes und erstrecht vor den Neoklassikern!

    • 01.03.2012, 12:48 UhrProfit

      Auf die Frage "erreicht das Geld der Notenbanken sein Ziel nicht?" antwortet Faber: "Es sollte in der Realwirtschaft ankommen. Aber das tut es nicht. Am Ende werden die ehrlichen Sparer und die Besitzer von Anleihen die Zeche zahlen. Inflation entwertet ihre Vermögensbestände."

      Wenn die Liquidität nicht in der Realwirtschaft ankommt, wie soll dann Inflation entstehen? Wieso zahlt der "ehrliche" Sparer? Wenn Inflation tatsächlich kommt, zahlt der Sparer, der sein Geld in langfristigen, festverzinslichen Anleihen investiert hat. Ist nur dieser ein "ehrlicher" Sparer? Ziemlich widersprüchliches Gemurkse von dem Untergangsprophet Faber. Im übrigen sieht es nicht gerade nach Inflation aus. Japan - Faber fabuliert doch immer über Asien - ist das krasse Gegenbeispiel: Viel Liquidität seit mehr als 10 Jahren, aber Deflation mit Niedrigstzinsen! Was nun... Herr Faber?

      P.S. Warum können Journalisten nicht wenigstens einmal gekonnt kritisch fragen?!

    • 01.03.2012, 16:41 UhrGeier

      Moin Moin
      Inflation entsteht auch wenn das Geld nicht in der Realwirtschaft ankommt.
      Man nehme an ich spekuliere auf Rohstoffe mit den EZB Milliarden und das machen viele,die Rohstoffpreise steigen ,dann steigen die Preise für den Verbraucher und die Inflation ist da ( Benzin, Ölepreis,...).

    • 01.03.2012, 12:56 Uhrpro-d

      Ist schon richtig so, dass der ehrlich (und dumme) Sparer die Zeche zahlt.

      Wie kann man in der heutigen Zeit sein Geld auch noch sparen. Geht es noch dümmer?
      Oder sein Geld in Staaten aus den Dolce-Vita Staaten anlegen???

      Ich dachte die Tage echt, dass es sich um einen Aprilscherz handelt, aber wie man mir versichter hat, geibt es echt Schwachmaten, die privat in GR- / I- Anleihen investiert haben.







  • 01.03.2012, 09:45 Uhrkeeper

    "Das Geld der Notenbanken komme nicht in der Realwirtschaft an, sondern führe zu Inflation"

    Wie soll das denn funktionieren?

    - entweder, das Geld wird nachfragewirksam und preistreibend -> dann kommt das Geld in der Realwirtschaft an und es kommt zur Inflation;

    oder: das Geld kommt nicht in der Realwirtschaft an, treibt somit keine Preise durch steigende Nachfrage, und es kommt nicht zur Inflation.

    Möglich wäre natürlich:
    Das Geld kommt nicht in Deutschland in die Realwirtschaft, sondern in den Emerging Markets, treibt dort eine Lohn-Preisspirale und somit die Rohstoffpreise.

    ... das passt dann auch ins Konzept des gewünschten globalen Einheitsbrei - "Deutschland" und "China" treffen sich irgendwo in der Mitte.
    Gut für die Bevölkerung der emerging Markets - schlecht für jene in den alten Industrienationen.

    Wobei "Bevölkerung" natürlich stark gespalten ist:
    die einen schufften und verarmen - die anderen kassieren ab. immer.

    • 01.03.2012, 09:57 UhrOelblase

      "Wie soll das denn funktionieren?"

      Investmentbanken können mit ausreichender Kapitalausstattung, nach interner Absprache, die Rohstoffpreise fast beliebig manipulieren.

      Bei allen wichtigen Rohstoffen wie Silber, Platin, Aluminium, Weizen, Zucker, Baumwolle, Kaffee usw. gibt es keine Engpässe.

      Die Preise kennen nur eine Richtung - bis die Investmentbanken Liquidität brauchen (so wie in 2008) und dann verkaufen müssen. Dann kennen die Rohstoffpreise auch nur eine Richtung - nach unten.


      Sie sehen. Inflation ist auch möglich, ohne dass auch nur ein einziger Cent der EZB in der Realwirtschaft ankommt.

    • 01.03.2012, 10:11 UhrOld_Player

      Das Geld der Notenbanken komme nicht in der Realwirtschaft an, sondern führe zu Inflation.

      Ein widerspruch in sich.

      Zitat Oelblase: Sie sehen. Inflation ist auch möglich, ohne dass auch nur ein einziger Cent der EZB in der Realwirtschaft ankommt.

      Auch zum Kurstreiben gehört Geld. Über den Verkäufer fließt es in die RW.

    • 01.03.2012, 10:19 UhrRD1

      Er hat wohl Inflation der Vermögenspreise gemeint

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