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Marktausblick New York: Wall Street bangt ums Weihnachtsgeschäft

Der Wall Street steht in der kommenden Woche ein harter Kampf bevor, wenn sie an den positiven Trend der jüngsten Handelstage anknüpfen will. Reichlich Gegenwind droht den Märkten von einer Fülle von Konjunkturdaten entgegenzuwehen.

Den US-Märkten steht keine einfache Woche bevor. Foto: dpa Quelle: dpa
Den US-Märkten steht keine einfache Woche bevor. Foto: dpa Quelle: dpa

HB NEW YORK.Starke Kursverluste bei Finanzwerten und Autotiteln haben den November zu einem der schlechtesten Börsenmonate seit dem Crash vom Oktober 1987 gemacht, wenngleich sich die letzte Woche des Monats zur besten seit 30 Jahren entwickelte.

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Wenn die Börsianer aus den „Thanksgiving“-Ferien zurückkehren, richtet sich ihr Blick zunächst auf Zahlen aus dem Einzelhandel. Das lange Wochenende gilt traditionell als richtungsweisend für den Endspurt bis zum Jahresende. Vor Weihnachten machen die Geschäfte mitunter bis zu 40 Prozent ihres Jahresumsatzes. Wegen der Rezession und einer steigenden Arbeitslosigkeit gehen viele Experten davon aus, dass die US-Bürger weniger Geschenke auf den Gabentisch legen und damit die größte Volkswirtschaft der Welt weiter bremsen. „Das wird sicherlich die Richtung des Marktes in der kommenden und möglicherweise auch in der darauffolgenden Woche bestimmen“, sagt Warren Simpson von Stephens Capital Management.

Mit besonderer Spannung warten die Anleger aber auf die Arbeitsmarktzahlen am Freitag, die weiteren Aufschluss über den Zustand der Wirtschaft liefern. Laut einer Reuters-Umfrage könnten in den USA außerhalb der Landwirtschaft im November 316 000 Jobs weggefallen sein. Die Arbeitslosigkeit dürfte der Umfrage zufolge auf 6,8 Prozent nach 6,5 Prozent im Oktober steigen. „Wenn sich die Wirtschaft erholen soll, sind das wichtigste die Arbeitsplätze“, sagt der Investmentstratege Gail Dudack. „Wenn sich die Konjunktur stärker als erwartet abkühlt und die Arbeitslosigkeit zunimmt, dann müssen wir noch einmal darüber nachdenken, ob wir die Talsohle tatsächlich bereits durchschritten haben“, sagt Bucky Hellwig von Morgan Asset Management. Falls der Markt aber den Trend der vergangenen Woche fortsetze, könne dies der Beginn einer Weihnachtsrally sein, sagt Joe Kinahan vom Online-Brokerhaus thinkorswim.

Auch der Einkaufsmanagerindex für die Industrie am Montag, der Autoabsatz am Dienstag, das Beige Book der Notenbank Fed und der Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen am Mittwoch werden sich aufs Börsengeschäft niederschlagen. Quartalszahlen legen unter anderem die Einzelhändler Staples, Aeropostale und Williams-Sonoma vor.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte war am Freitag mit einem Plus von 1,2 Prozent bei 8829 Punkten aus dem verkürzten Handelstag gegangen. Der breiter gefasste S&P-500 gewann knapp ein Prozent auf 896 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 0,2 Prozent zu auf 1535 Punkte. Am Mittwoch hatte der Dow den höchsten prozentualen Gewinn binnen vier Tagen seit 1932 eingefahren. Der S&P erzielte sein höchstes prozentuales Wochenplus seit 1980, nachdem er die Woche zuvor den größten Verlust seit mehr als zehn Jahren verbucht hatte.

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