Börse Inside

Die kühnen Theorien des Mr. Dax

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Gold, Aktien oder eine Yacht

Seit der IWF eine aktive Rolle in der Euro-Rettung übernommen habe, würden auch amerikanische Interessen in Europa vertreten. Zwar ist die Chefin der Institution, Christine Lagarde, eine Europäerin – doch schon die Nummer zwei im Währungsfonds ist ein ehemals ranghoher Mitarbeiter des Weißen Hauses.

Finanzprofis warnen „Es könnte verheerend enden!“

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Und auch wenn Müller sich scheut, dem IWF böse Absicht zu unterstellen. Es kommt ihm doch komisch vor, dass sich der Währungsfonds gerade bei einer maßgeblichen Größe drastisch verrechnet haben will. Wie im Dezember bekannt wurde, leidet die Wirtschaftsleistung der einzelnen Krisenländer weit mehr unter dem rigiden Sparkurs der Troika als ursprünglich angenommen.  

Doch was tun, jetzt, da die Lage schon verfahren ist, der IWF im Boot sitzt, die Transferleistungen gezahlt und die Bürgschaften garantiert sind und die Staatsverschuldung weiter in die Höhe schnellt? Wie also sich wehren, das Auseinanderdriften Europas aufhalten, den sozialen Frieden wieder herstellen, die Schulden abbauen? Dirk Müller beruhigt die Zuhörer, beschwichtigt mit Handbewegungen, lächelt selbstbewusst:

Europa müsse sich föderal aufstellen, am besten die nationalen Währungen wieder einführen, und dennoch gemeinschaftlich über Einnahmen und Ausgaben bestimmen. Für alles weitere seien Sachwerte die Lösung, der Ausweg aus dem Dilemma, der Balsam für die verunsicherte Anlegerseele: Gold oder Aktien, alles, was entweder den Wert erhält oder die Wirtschaft wieder in Gang bringt. „Was nützt es uns, unser Geld auf der Bank zu parken?“, fragt Müller. Dort verliere es nur an Wert.

„Wenn sich jemand, der viel Geld verdient, eine Yacht kauft, sollten wir uns nicht aufregen“, sagt der Börsenguru. Die Yacht müsse schließlich gebaut werden, Arbeitsplätze würden entstehen und am Ende fließe das Geld wieder in die Wirtschaft zurück. Das funktioniere sogar, „ohne dass Staaten noch weiter Schulden aufnehmen muss“. Dirk Müller weiß, was seine Zuhörer hören wollen.

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171 Kommentare

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  • 11.02.2013, 11:02 Uhr

    Was ist der Job eines Börsenhändlers? (Kunden)Aufträge abzuwickeln und eine Auswahl von Werten hin- und herzuhandeln.

    Und das befähigt diesen Mann als Experte durch die Medien zu geistern? Zugegeben er ist sicherlich sowas wieder der Einäugige unter den Blinden, aber im Prinzip hatte er doch nur das Glück, dass er einen Platz direkt unter der Daxtafel hatte und so etwas aus der Versenkung aufgetaucht ist.

    Also, wenn Du mal nicht weiter weisst, sei einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort...

  • 11.02.2013, 11:09 Uhr

    Dirk Müller ist als Mr. Dax berühmt geworden weil er an Tagen mit hohen Kursverlusten ein besonders betrübtes Gesicht gezogen hat, nicht weil er geniale Erkenntnisse verbreitet hat.

    Dass der € ein Preis der Wiedervereinigung war, ist nicht gerade neu. Das diese Währung Deutschlands Problem ist, merkt man seit 2 - 3 Jahren sehr deutlich.

    Die "Sparanstrengungen" der südeuropäischen Länder wirken ähnlich einer Währungsabwertung. Im Falle der Währungsabwertung fallen die Löhne und Kosten im internationalen Vergleich, allerdings wird das durch die Arbeitnehmer nicht so empfunden. Eine direkte Kürzung der Zuwendungen, oder Löhne wird dagegen intensiv empfunden. Insofern ist die Währungsabwertung lediglich eine sanftere Methode der Einkommensabsenkung.

    Wenn die Währungsunion noch ein paar Jahre funktionieren soll, müssen die Südländer eben solange sparen bis das System wieder im Gleichgewicht ist. Oder, die Zentralbank schöpft soviel Geld, dass die Südländer nominal kontant bleiben und die Nordländer entsprechend inflationieren.

    Das realistischste Szenario scheint, dass man bis auf weiteres am € festhält, die EZB reichlich Geld schöpft, die Inflation nicht recht anspringen möchte, bis eine Vertrauenskrise zu einem recht kurzfristigen, intensiven Währungs- und Geldwertverfall führt. Das könnte dann spekulativ das Aus für € und vermutlich auch die EU bedeuten.

    Ein reales Wachstum wird von vielen Seiten beschworen. Andererseits handelt man ziemlich genau gegensätzlich. Extrem teure politische Ideen wie soziale Umverteilung, Extremsteuern, "Klimawandel", "Energiewenden", REACH, Nachtflugverbote überkompensieren den technischen Produktivitätsfortschritt. Ein gesundes, reales Wachstum ist derzeit nur in wenigen Staaten Osteuropas zu sehen.

    Vandale

  • 11.02.2013, 11:11 Uhr

    Er war halt als der Pressefotograf damals (lang ist´s her) ein Motiv suchte zur richtigen Zeit am richtigen Ort auf dem Parkett, usw. usw. usw. - das heißt nicht das er mehr Sachverstand als der Rest hätte! Nur vielleicht mehr Glück.
    Er sagt sicher nichts falsches über die Eurokrise, jedoch auch nichts neues was die Profis nicht schon lange wissen. Das der Dax und ESX50 auf diesem Niveau völlig überbewertet sind weiß doch jeder hier.

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