
FrankfurtDeutsche Anlageberater fühlen sich einer Umfrage zufolge unzureichend über Finanzprodukte und rechtliche Rahmenbedingungen beim Investieren informiert. Rund 68 Prozent der befragten Berater stimmten zu, dass zusätzliche Fortbildungen zu neuen Produkten ihnen zu besseren Kundengesprächen verhelfen würden, wie die am Donnerstag veröffentlichten Ergebnisse einer Umfrage im Auftrag des Bundesverbandes Investment und Asset Management (BVI) zeigten. Rund 75 Prozent wünschen sich demnach zusätzliche Fortbildungen zu gesetzlichen Änderungen.
Viele Berater sehen der Umfrage zufolge die hohe Komplexität der Anlageprodukte als große Herausforderung in ihrem Berufsalltag. Die Vielzahl der Anlageprodukte ist den Beratern ebenfalls ein Dorn im Auge. Mit den Informationsmaterialien sind die Berater hingegen größtenteils zufrieden.
An der Umfrage haben 504 unabhängige Finanzberater und Anlageberater aus Banken teilgenommen.
Bei einer langfristigen Finanzplanung ist die Inflation ein wesentlicher Faktor. „100 Euro sind in 20 Jahren bei einer angenommenen jährlichen Inflationsrate von zwei Prozent nur noch 67 Euro wert“, rechnet Finanzexperte Siebold vor.
„Steigt die Inflationsrate auf drei Prozent, sind es nur noch rund 55 Euro.“ Nach 30 Jahren seien 100 Euro bei zwei Prozent Teuerung nur 55 Euro und bei drei Prozent nur rund 41 Euro wert, so der Experte. Einen Inflationsschutz bieten nach Expertenansicht Sachwerte wie Aktien oder Immobilien.
Die Deutschen scheuen das Risiko, doch das kann bei der Altersvorsorge unangenehme Folgen haben. „Viele Deutsche fühlen sich mit Bar- und Festgeld sowie mit sicheren Rentenpapieren wohl“, sagt Finanzplaner Christian Siebold.
„Aber wirklich riskant ist es, langfristig nicht auch chancenorientierte Investments beizumischen, damit die Rendite stimmt“, meint der Fachmann. Experten empfehlen Aktien, Anleihen und Fonds als chancenorientierte Anlagen. Auch alternative Investments wie Private Equity (außerbörsliche Beteiligungen), Rohstoffe oder Hedge-Fonds können ein Baustein des langfristig orientierten Altersvorsorgeportfolios sein.
Wer sich für ein Produkt entscheidet, sollte sich die Details genau anschauen. Private Rentenversicherungen bieten Flexibilität, die Einzahlungen lassen sich anpassen.
Wird aber beispielsweise die Riester-Rente nicht hoch genug bespart, zahlt der Staat auch nicht die volle Förderung. Grundsätzlich sollten Verbraucher unabhängigen Rat einholen und dafür auch Geld investieren.

Aus der Sicht eines unabhängigen Anlageberaters würde ich sagen, dass wir eher schlecht informiert werden, was genau z.B. alles protokollert werden soll, wie die konkrete Ausgestaltung der gesetzlichen Vorgaben ist.
Auf fachlicher Seite gibt es dagegen keine Einschränkungen. Dies sehe ich eher im Bereich der Banken, die sich mit vielen häufig unsinnigen Produkten rumschlagen müssen, die zwischen Vorstand und Kreativabteiligung "erfunden" werden.






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