Börse Inside

_

„Wal von London“: Keine Strafe für JP-Morgan-Skandalhändler

Der Franzose Bruno Iksil von JP Morgan hatte sich in großem Stil verzockt. Seinen Arbeitgeber kostete das mehr als sechs Milliarden Dollar. Doch weil er mit den Ermittlern kooperierte, bleibt er wohl straffrei.

US-Großbank JP Morgan: Der Skandalhändler Iksil muss offenbar keine Strafe fürchten. Quelle: AFP
US-Großbank JP Morgan: Der Skandalhändler Iksil muss offenbar keine Strafe fürchten. Quelle: AFP

New YorkDer als „Wal von London“ bekanntgewordene Skandal-Händler der US-Bank JP Morgan muss einem Insider zufolge keine Strafe in den USA mehr fürchten. Eine andere mit der Situation vertraute Person sagte Reuters zudem, das größte Geldhaus der USA sei einer Einigung mit der amerikanischen Wertpapieraufsicht SEC nahe. Gegen die Bank wird wegen Mängeln bei der Risikokontrolle ermittelt. Der Skandal hatte JP Morgan in Verruf gebracht und satte 6,2 Milliarden Dollar gekostet.

Anzeige

Der Franzose Bruno Iksil hatte gigantische Derivate-Positionen angehäuft, die ihm seinen Spitznamen einbrachten. Die Investments gingen nicht auf und sorgten für die hohen Verluste. Der Händler wurde von der Bank, die danach auch ihre Risikokontrolle verbessern musste, gefeuert. Er kooperiere mit den Ermittlern, hieß es nun. Im Rahmen der Einigung mit den Behörden werde die Bank eine Strafe zahlen und Fehler einräumen. Die Details stünden aber noch aus. Bis zum Jahresende werde es wohl einen Abschluss geben.

Fehlspekulationen Die zehn prominentesten „Verzocker“ der Welt

Hedgefonds-Manager John Pauson wettet wieder auf Gold. Im laufenden Jahr verteuerte sich das Edelmetall um acht Prozent.

Bild: Reuters

Die Bank hat sich bereits mehrfach für den Skandal entschuldigt. Zuvor waren schon viele andere Geldhäuser in der Finanzkrise wegen riskanter Wetten am Kapitalmarkt in Verruf gekommen. Am Ende musste oft der Steuerzahler für Verluste aufkommen. Das war bei JP Morgan zumindest anders.

Die Bank verdient sehr gut, ohne die Sonderlasten aus dem Handelsskandal kletterte der Überschuss im zweiten Quartal 2013 um 31 Prozent auf 6,5 Milliarden Dollar.

Ratgeber Geldanlage

Die beste Strategie für das eigene Vermögen: Der Ratgeber von Handelsblatt Online erklärt Grundlagen, Chancen und Risiken von Investments in Aktien, Fonds, Anleihen, Zertifikaten und Zinskonten. Anleger erfahren, wie sie die passenden Produkte auswählen und unkalkulierbare Risiken vermeiden. Mehr…

  • Depot-Contest
  • ANZEIGE
Depot-Contest : Wer am meisten aus Geld macht

Wer am meisten aus Geld macht

Welcher Vermögensverwalter ist der beste? Finden Sie es heraus: Wir lassen 21 Profis beim DAB-Depot-Contest gegeneinander antreten.

ANZEIGE
  • Tagesgeld-Vergleich

    Top-Kondtionen für Tagesgeld, inklusive Gebühren, Einlagensicherung und Abgeltungsteuer.

  • Festgeld-Vergleich

    Der Rechner sucht die höchsten Zinsen für Festgeld für jede Laufzeit und Höhe des Anlagebetrages.

  • Girokonten-Rechner

    Kosten für das Konto ermitteln, inklusive Entgelte für Kreditkarten sowie Dispo- und Guthabenzinsen.

  • Rendite-Rechner

    Der Zins entspricht nicht immer der Rendite. Welche Erträge Anlagen tatsächlich bringen.

  • Ratenkredit-Vergleich

    Die besten Angebote für Ratenkredite vergleichen. Für verschiedenen Bonitätsstufen.

  • Ratgeber Geldanlage

    Die beste Strategie für Ihr Vermögen: Grundlagen, Chancen und Risiken verschiedener Investments.

  • Rendite-Risiko-Radar

    Die Renditen für Aktienindizes, Rohstoffe oder Rentenindizes nach Zeiträumen berechnen.

  • Sparbrief-Rechner

    Die interessantesten Offerten für Sparbriefe mit einer Laufzeit zwischen einem und zehn Jahren.

  • Depot

    Erstellen Sie ein virtuelles Depot, mit dem Sie Ihre Strategie testen und Kursentwicklungen verfolgen.

  • Alle Rechner und Tools

    Übersichtsseite aller Rechner, Vergleiche und Tools für Finanzen, Immobilien, Jobs und vieles mehr.

  • Weitere Tools anzeigen