
Gerade einmal fünf Monate nach der Ernennung zum besten Analysten für Facebook durch das Magazin „Forbes” ist der 24-jährige Kasache Erlan Abdikarimov seinen Job los. Hintergrund: Das Land in Zentralasien hatte neue Regeln erlassen, die Boutique-Investment-Firmen wie die des jungen Mannes zur Aufgabe zwangen.
Das Unternehmen mit dem Namen IFG Continent wurde 2012 aus dem Markt gedrängt, weil es nicht in der Lage war, die zum 1. Januar in Kraft getretenen neuen Vorschriften für Kapital und Handelsvolumen zu erfüllen. Es zählte zu jenen sieben Brokerfirmen, die 2012 schließen mussten. Damit mussten sich vergangenes Jahr mehr Firmen auflösen als in den beiden Jahren zuvor zusammengenommen, wie Daten der Zentralbank des Landes zeigen.
Facebook war lange verschwiegen, wenn es um die Geschäftszahlen ging. Das hat sich mit dem Börsengang im Mai 2012 geändert – nun muss das Unternehmen die Börsianer genau informieren. Die Dokumente offenbaren zudem einen Blick in die ersten Jahre des Sozialen Netzwerks. Die wichtigsten Erkenntnisse auf einen Blick.
In den ersten Jahren verlor Facebook zwar Geld – wie fast alle Startups. Doch schon 2009 erreichte das Unternehmen mit einem Gewinn von 229 Millionen Dollar die schwarzen Zahlen. 2010 erreichte das Plus 606 Millionen Dollar, 2011 eine Milliarde Dollar. Der Umsatz stieg auf 3,7 Milliarden Dollar. Das Geschäftsjahr 2012 ist noch nicht abgeschlossen. Im vierten Quartal machte Facebook 1,6 Milliarden Dollar Umsatz, schrieb aber einen Verlust von 64 Millionen Dollar – vor allem wegen hoher Kosten für Personal und Infrastruktur.
Facebook macht sein Geld vor allem mit Werbung. Zuletzt lag der Anteil bei knapp unter 90 Prozent. Der Rest resultiert daraus, dass Facebook an den Einnahmen aus Online-Spielen beteiligt wird. Mit Titel wie „Farmville“ oder „Cityville“ spielt hier Zynga eine wichtige Rolle.
Facebook hat ein beispielloses Wachstum hinter sich: Mehr als eine Milliarde Nutzer sind in dem Sozialen Netzwerk aktiv. Ende 2011 waren es noch 845 Millionen.
Gründer und Firmenchef Mark Zuckerberg hat Facebook auch nach dem Börsengang fest im Griff. Er hält Aktien der Klasse B, die zehn Stimmen haben, während Anleger beim Börsengang nur A-Klasse-Aktien mit einer Stimme bekommen haben.
Fast die ganze Welt ist blau: In beinahe allen Ländern ist Facebook das größte Soziale Netzwerk – nennenswerte Ausnahmen sind Russland und China, wo lokale Unternehmen dominieren.
Auch wenn StudiVZ lange vorne lag, ist Facebook in Deutschland inzwischen die unangefochtene Nummer 1. Nach jüngsten Schätzungen des IT-Analyse-Unternehmens Social Bakers hat Facebook hierzulande mehr als 25 Millionen aktive Mitglieder.
Facebook ist ein Daten-Riese: Das Soziale Netzwerk verarbeitet (nach Zahlen aus dem August) jeden Tag mehr als 500 Terabyte. Einen großen Teil machen die 300 Millionen Bilder aus, die die Nutzer hochladen.
Abdikarimov gehört zu den geschätzten 600 Personen, die bereits ihren Job verloren haben oder denen das noch bevorsteht. Das erklärte zumindest Orken Invest, eines der betroffenen Unternehmen. Die Anzahl der kasachischen Broker wird den Angaben zufolge von 44 zu Jahresbeginn 2012 auf jetzt nur noch etwa zehn Mitspieler reduziert.
„Die Bedingungen, die von der Zentralbank für den weiteren Geschäftsbetrieb auf dem Wertpapiermarkt aufgestellt wurden, waren nicht akzeptabel”, sagte Damir Seisebayev, ein Managing Director bei Orken. „Wir wurden zur Aufgabe unserer Lizenz gezwungen.”
407 Euro
899 Euro
968 Euro
989 Euro
1005 Euro
1014 Euro
1029 Euro
1034 Euro
1038 Euro
1049 Euro
1052 Euro
1069 Euro
1149 Euro
1167 Euro
1203 Euro
1242 Euro
1297 Euro
1299 Euro
1342 Euro
1452 Euro
1576 Euro
2882 Euro
Abdikarimov, eigentlich ein Bergbau-Spezialist, war im vergangenen Jahr nach eigenen Worten von Kunden um Rat gefragt worden - und zwar mit Blick auf den bevorstehenden Börsengang von Facebook. Nach Analysen zum Betreiber des sozialen Online-Netzwerkes kam er zu dem Schluss, dass das US-Unternehmen 24,62 Dollar pro Aktie wert ist. Das war der niedrigste Preis unter allen von Bloomberg News damals beobachteten Experten, die sich mit Facebook auseinandersetzten.

Die World Trade Association wird also mit WTO abgekürzt?
Wieso sprechen wir überhaupt über einnen Nutzfahrzeug-Importeur, der sich nach eigenen Angben mit WTA abkürzt?
Die World Trade Organization hingegen kürzt sich mit WTO ab und entspricht wohl vielmehr der Welthandelsorganisation. Beim Klugscheißen verk*en ist schon bitter...

bitte das nächste Mal besser recherchieren: man kann die Kürzel internationaler Organisationen nicht einfach "eindeutschen"! WHO heißt auch hierzulande "world health organisation", während die (genannte) Welthandelsorganisation "world trade association", also WTO heißt!






2 Kommentare
Alle Kommentare lesen