Börse Inside

Bester Facebook-Analyst verliert seinen Job

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Kein Stellenangebot auf dem Tisch

Als Facebook dann am 17. Mai zu 38 Dollar an den Markt kam, rief Abdikarimov zum Verkauf der Titel. Und er sollte Recht behalten. Die Aktien verbilligten sich in den kommenden Wochen immer weiter und kosteten am 4. September nur noch 17,55 Dollar.

Seine guten Facebook-Prognosen konnten ihn aber nicht vor dem Job-Verlust bewahren. „Es war traurig, weil ich ein paar Projekte aufgeben musste, die ich gestartet hatte. Kleinere Firmen sind offener als einige große Unternehmen, wenn es um innovative Ideen geht.”

Die kasachischen Aufsichtsbehörden hatten ihre Maßnahmen damit begründet, dass sie den Markt des Landes stärken wollen, bevor Kasachstan der Welthandelsorganisation (WTO) beitrete. Denn der Beitritt könne zu einem starken Zufluss von Kapital führen. Kasachstan verfügt immerhin über drei Prozent der weltweiten Ölvorkommen. Zudem ist das Land der größte Uran-Lieferant. Der Beitritt zur WTO soll bis Jahresende erfolgen.

Studie Facebook macht viele Nutzer unglücklich

Warum das so ist, dafür haben die Forscher eine plausible Erklärung.

Kasachstan mit seinen über 16 Millionen Einwohnern ist zudem dabei, Privatisierungen in einem bislang nicht beobachteten Ausmaß voranzutreiben. Das Programm wird die Nachfrage nach Finanzdienstleistungen antreiben und für die wenigen übrig gebliebenen Broker große Mengen an Gebühren generieren, sagt Orkan-Manager Seisebayev.

JSC Halyk Finance, die Tochtergesellschaft der Halyk Savings Bank, dem nach der Bilanzsumme zweitgrößten kasachischen Geldhaus, begrüßte die Veränderungen, die viele der kleineren Wettbewerber aus der Welt geschafft hat. „Die neuen Anforderungen werden es der Aufsicht ermöglichen, sich auf eine kleinere Anzahl von Anbietern zu kontrieren”, erklärte Vorstandschef Yerkebulan Tulibergenov.

Die wichtigsten Fragen zum Börsenjahr 2013

  • Kann ich mit sicheren Anlagen die Inflationsrate schlagen?

    Nein. Und das dürfte vorerst auch so bleiben, weil Zentralbanken und Regierungen die Zinsen unten halten. Nur so können sie vermeiden, dass Staaten von den Schulden erdrückt werden. Wer die Inflation schlagen will, muss begrenzt Risiken eingehen. Mit Aktien zum Beispiel.

  • Soll ich mein Eigenheim jetzt sanieren

    Wann, wenn nicht jetzt? Zehnjähriges Baugeld gibt’s für 2,5 Prozent, von der staatlichen KfW für eine neue Heizung oder ein gedämmtes Dach sogar ab einem Prozent. Auch der Einsatz von Erspartem lohnt: Auf der Bank bringt es kaum Zinsen, und Investitionen für Dämmung und Heizung schützen gut vor Inflation. Die wird stark von Öl-, Gas- und Strompreisen getrieben. Und: Maßnahmen, die Erhalt und Modernisierung dienen, steigern den Wiederverkaufswert.

  • Fällt der Garantiezins meiner Lebensversicherung

    Am Garantiezins aus alten Verträgen kann die Finanzaufsicht nur im Notfall rütteln. Wer neu abschließt, bekommt 1,75 Prozent auf Beiträge garantiert, nach Abzug von Provision und Kosten. Der Garantiezins orientiert sich an der Rendite von AAA-Anleihen im Schnitt der vergangenen zehn Jahre (zuletzt 3,7 Prozent). 60 Prozent davon können sich Versicherer als Garantiezins noch leisten – etwa 2,2 Prozent. Noch bleibt Luft.

  • Ist es Zeit, Schwarzgeld zu legalisieren?

    Das Schweizer Bankgeheimnis ist praktisch erledigt, weitere Steuer- CDs können durchaus noch in die Hände der Finanzbehörden geraten. Und: Per Selbstanzeige kommen Steuerhinterzieher relativ milde davon. Das muss aber nicht so bleiben. Nebenbei: Was passiert, wenn Bürger ihre Steuern nicht zahlen, lässt sich in Griechenland besichtigen.

  • Soll ich mein Vermögen zu Lebzeiten schon verschenken?

    Jedes Elternteil darf jedem Kind alle zehn Jahre bis zu 400.000 Euro steuerfrei schenken. Schön fürs Kind: Es bekommt das Elternhaus schon zu deren Lebzeiten und spart Steuern. Wer seine Villa nur steueroptimiert übertragen, aber selbst noch bewohnen will, sollte vorsichtshalber ein Nießbrauchsrecht eintragen lassen. Mit Kindern kann man sich zer- streiten, Verschenktes aber nur bei „grobem Undank“ zurückfordern. Die Hürden dafür aber sind hoch.

  • Ist mein Geld auf der Bank sicher?

    Käme eine deutsche Bank oder Sparkasse in Schieflage, müssten zunächst die Einlagensicherungs-systeme der Geldhäuser die Sparer entschädigen. Doch klar ist: Bei Pleite einer sehr großen Bank oder einer Kettenreaktion wären die Töpfe schnell leer. Unabhängig davon garantiert daher seit Ende 2010 das Gesetz pro Kopf und Bank 100.000 Euro; wer mehr hat, sollte das Geld also auf mehrere Banken verteilen.

  • Droht ein Aktiencrash?

    Eher nicht. Aktien sind, gemessen an der global schwachen Konjunktur und der Euro-Krise, zwar schon recht weit gelaufen. Und Aktienkurse zieht es nach unten, wenn die Wirtschaft darbt. Aber Investoren suchen Rendite. Sichere Staatsanleihen bringen zu wenig. Aktien solide geführter Konzerne mit guten Dividenden rentieren höher als Anleihen der Unternehmen. Wer Geld übrig hat, steckt einen Teil in solide Aktien.

  • Soll ich in Währungen außerhalb des Euro investieren?

    Die goldene Regel heißt: Setze nie alles auf eine Karte. Das gilt auch für Währungen. Problem: Die Fluchtwährungen, allen voran der Schweizer Franken, sind schon sehr teuer. Ein paar norwegische, schwedische oder kanadische Staatsanleihen aber können Sie Ihrem Depot ruhig beimischen.

  • Wie sichere ich meine Kinder ab?

    Indem Sie sicherstellen, dass sie etwas bekommen, wenn Ihnen etwas zustößt: Unerlässlich ist eine Risikolebensversicherung, für etwa 30 Euro monatlich gibt es im Todesfall 250 000 Euro. Dazu regelmäßig eine feste Summe ansparen, am besten in Aktien für ein Kinderdepot. Vorsichtige schließen noch eine Kinder-Invaliditätsversicherung ab, die greift weiter als eine Unfallpolice.

  • Soll ich jetzt Schulden machen?

    Kredite sind billig, Konsum kurbelt die Wirtschaft an. Ist Ihr Job sicher, kaufen Sie sich was Schönes, viel Zinsen gibt es sowieso nicht. Bei Immobilien gilt: Auch Niedrigzins-Kredite müssen verlängert und zurückgezahlt werden. In zehn Jahren können die Zinsen viel höher sein. Wer zu wenig tilgt, ist bis zur Rente nicht schuldenfrei. Baukredite also nur so hoch ansetzen, dass Sie die Rückzahlung in einem vernünftigen Zeitraum stemmen können.

  • Soll ich meine Immobilie verkaufen?

    Die Preise sind hoch, eigentlich ein guter Zeitpunkt. Aber die Euro-Krise ist nicht gelöst, Sachwerte bleiben gefragt. Wer verkaufen will, braucht vor allem aber einen Plan, wie er das Geld anlegt. Wer es nur auf dem Sparbuch parken möchte, sollte seine vermietete Wohnung behalten. Das gilt erst recht für das Eigenheim – so man sich wohl darin fühlt.

  • Soll ich Gold kaufen?

    Im Zweifel ja. Wer Gold als Währung betrachtet, kann Papier immer in Edelmetall tauschen, egal, zu welchem Preis. So gesehen ist Gold das einzige Tauschmittel, das Inflation und Währungsreform überlebt hat. Wer davor Angst hat, kauft Gold – als Versicherung.

  • Gibt es sicheres Tagesgeld für mehr als zwei Prozent Zins?

    Kaum. Solange die EZB Banken Geld für 0,75 Prozent gibt, müssen nur kapitalschwache Institute für zwei bis drei Prozent Geld sammeln. Oft greift dann nur die ausländische Einlagensicherung. Bei Pleiten wird es mühsam, an sein Geld zu kommen.

  • Soll ich in Oldtimer, Kunst, Uhren oder Wein investieren?

    Klar doch, wenn Sie Spaß daran haben – und etwas davon verstehen. Die Angst vor Inflation treibt die Preise von Sachwerten, auch von schönen, nutzlosen, wie Cézanne und Mercedes SL. Aber Vorsicht: Laien werden von Experten übervorteilt. Lassen Sie sich unabhängig beraten, auch wenn das erst mal Geld kostet.

Ohne ein neues Stellenangebot auf dem Tisch muss sich Abdikarimov nach eigenen Worten Gedanken über seine berufliche Karriere machen. „Ich habe noch immer keinen Job”, sagte er. „Die Maßnahmen der Regulierer haben viele Marktteilnehmer dazu gezwungen, aufzugeben - inklusive meiner eigenen Firma.”

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Anmerkung: In einer früheren Version war die Welthandelsorganisation fälschlicherweise mit "WHO" abgekürzt worden, richtig ist: "WTO".

  • 23.01.2013, 10:38 Uhrhobbyanalyse

    bitte das nächste Mal besser recherchieren: man kann die Kürzel internationaler Organisationen nicht einfach "eindeutschen"! WHO heißt auch hierzulande "world health organisation", während die (genannte) Welthandelsorganisation "world trade association", also WTO heißt!

  • 23.01.2013, 10:58 Uhrhobbyanalysenanalyst

    Die World Trade Association wird also mit WTO abgekürzt?
    Wieso sprechen wir überhaupt über einnen Nutzfahrzeug-Importeur, der sich nach eigenen Angben mit WTA abkürzt?
    Die World Trade Organization hingegen kürzt sich mit WTO ab und entspricht wohl vielmehr der Welthandelsorganisation. Beim Klugscheißen verk*en ist schon bitter...

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