Börse Inside

Diskussion: Kommentare zu: Mensch gegen Maschine

Karikatur eines Community-Trolls

Liebe Leserinnen und Leser,

kennen Sie Trolle? Das sind Unholde, die nichts Gutes im Schilde führen. Internet-Trolle gibt es auch. Das sind solche, die „Beiträge verfassen und sich darin auf die Provokation anderer Gesprächsteilnehmer beschränken“, heißt es in den einschlägigen Definitionen. Solche Provokationen würgen eine Diskussion ab. Internet-Trolle sind also Menschen, die wir in unserer Handelsblatt-Online-Community nicht brauchen. Was wir gut finden, sind Kommentatoren. Gerne solche, die auf den Punkt kommen - von uns aus kurz und schmerzhaft.
Am meisten freuen wir uns, wenn Sie zu Ihrer Meinung mit Ihrem Namen stehen. Wir möchten wissen, mit wem wir diskutieren, und Sie haben ein Recht zu wissen, mit wem Sie sich auseinandersetzen. Wir glauben, dass es zu einem fairen Umgang miteinander im Netz gehört, sich offen gegenüberzutreten.

Ihre Handelsblatt-Online-Redaktion
Bitte bleiben Sie fair und halten Sie sich an unsere Community Richtlinien sowie unsere Netiquette.
  • 07.08.2012, 17:43 Uhrlichtderaufrechten

    Tja, wir werden in Wirklichkeit von einer künstliche Intelligenz gelenkt, deren Dogma , das Zinsgeld
    Menschen versklavt und bei Reset durch Kapitalentzung
    und Hortung von Geld die Realwirtschaft zerstört sowie
    Kriege auslöst. Zusammen mit der Belohnung durch Boni für besonders verwerflich handelnde ist klar, wir leben in der
    real existierenden Hölle und der Teufel ist eine Maschiene.

  • 07.08.2012, 17:56 UhrAndreas

    Ich finde es toll, daß es diese Marktverwerfungen gibt. Wenn die Maschinen "in Panik" Aktien auf den Markt werfen, gibt es doch für Privataktionäre die Möglichkeit, gute Aktien zum Schnäppchenpreis zu kaufen. Wo ist da das Problem?

    • 08.08.2012, 08:30 Uhropsat

      Sehe ich auch so. Der Privatanleger hat zwar keine wirklichen Informationen oder Insiderwissen - aber er hat was anderes: Zeit.
      Er muß nicht verkaufen weil Risiken oder Portofolio nicht mehr passen, Sicherheiten nicht mehr reichen, irgendein Quartals- oder sonstiger Termin ansteht usw. usw.

  • 07.08.2012, 18:46 UhrStaemmeoderVorzuege

    Ich war früher selbst auf dem Parkett dabei und habe vor ein paar Jahren als Designated Sponsor gearbeitet - es ist kein Vergleich und ich kann Herrn Müller nur zustimmen! Der Mensch folgt Regeln und kann diese auslegen - ein Maschine folgt nur dem, was jemand ihr eingegeben hat und kennt keine Vernunft! Der arme Privatanleger - es geht ihm dabei wie Charlie Chaplin - er gerät in ein Räderwerk... unbarmherzig und unkontrollierbar!

  • 07.08.2012, 19:50 UhrBietchekoopen

    Ich traue einer gut konzipierten Software deutlich mehr zu, als einem Menschen.

    Überall in der Wirtschaft gibt es seit mehr als einem Jahrzehnt vollautomatische Produktionssystem, Dispositionssysteme, Prognosesysteme usw.

    Schön finde ich an diesem Artikel, daß endlich sachlich und offen über die Börse berichtet wird. Die Software richtet sich in erster Linie an Fakten und Algorithmen aus.

    Die mediale Börsenberichterstattung, nach dem Motto: Händler in China meinen, der Reis wird teurer! Deshalb hat die EON-Aktie einen auf den Sack gekriegt" liefert eine nichtssagende Show als Begleitmusik zum Computerprogramm ab. Gleiches gilt für Analysten.

    Markttechnik ist für mich maßgeblich. Dies natürlich nur, wenn nicht gerade ein Krieg ausbricht.

    • 08.08.2012, 14:20 UhrIstdochklar

      Ich als Informatiker traue Software gar nichts zu! :-)
      Bisher keine Software gesehen, die mehr kann als ein Mensch kann. Bzgl. Börsentrading heisst das: ausser Schnelligkeit beim Traden und verqueren Algorithmen ist da nichts. Eine Welle erkennt ein Mensch genauso gut oder besser. Aktien kaufen bei Rise, Verkaufen nach einem Zenit ist trivial. Long gehen bei Rise, Short bei Fall auch, nur bei Short geht man schneller raus. Aber so richtig interessant wird es bei Kreislaufgeschäften mit Aktien, Optionen und Devisen. Diese Formeln sind Geschäftsgeheimnisse der 9-stelligen Art.

  • 07.08.2012, 20:15 Uhrpensionskonto

    Eine "Normalisierung" der deutschen Börse wäre relativ einfach: ab 1% Schwankung nach oben oder unten wird der Future Handel ausgesetzt. Dann heißt es Kauf und Verkauf Tickets schreiben wie früher. Aber solange der Schwanz mit dem Hund wedelt und anglo-amerikanische Investementbanken das Sagen haben passiert hier gar nix.
    "Transaktionssteuer" ist doch nur eine Nebelkerze für die ganz Unbedarften. Die großen Buben sitzen in London, New York etc. und denen kann keiner!!!

  • 07.08.2012, 22:29 Uhrkit_fisto

    "SPD-Politiker kritisiert "Hexenjagd" auf Drygalla" - Jetzt trauen sich die Biedermänner aus ihrer Deckung, nachdem der Zünder der Brandstifter nicht funzte! Feigland Deutschland.

    Der Führer proklamierte auch: "Ich traue einer gut konzipierten Software deutlich mehr zu, als einem Menschen."

  • 07.08.2012, 23:12 UhrKronecker

    Aufklärung tut not: Der Prozess der Kursfeststellung ist technisch gesehen eine Messung, ist aber überhaupt nicht vergleichbar mit einer üblichen Messung, z. B. dem bekannten Zählerstandablesen. Nur da messen wir die Eigenschaften, hier den Stromverbrauch, egal wie wir dabei vorgehen, ob analog, digital, etc. Im Falle der Kursfeststellung bestimmt die Messmethode den Preis des Wertpapiers (ob Market-Maker oder Software ist egal). Und Mess-Methoden gibt es viele, dazu gehören auch Manipulationen. Einzig eine exakte Vorschrift, wie zum Beispiel der Libor für alle zu messen sei, kann uns hier retten. Aber, wer überwacht den Vorgang bis ins Innerste der City? Bleibt zum Schluß die Frage, wenn wir gar nicht eine ursächliche Eigenschaft des Wertpapiers messen, wozu brauchen wir dann Wertpapiere? Welche Form von Realität besitzen sie? Sicher nicht die übliche, sondern nur eine temporäre, solange die Kursfeststellung läuft. Deswegen trägt HFH sogar zur Stabiltität von Finanzmärkten bei, weil er zusätzliche Realität (er)schafft - auch wenn's dem gesunden Menschenverstand widerspricht, ist aber so.

  • 07.08.2012, 23:13 Uhreasyway

    Oh Gott, jetzt werden wir wieder menschlich und reden sachlich und offen, wollen zurück zu den Wurzeln, denn Handwerk hat goldenen Boden.
    Offen gesagt, blufft man entweder richtig oder gar nicht. Ein neutraler Beobachter wie ich käme da glatt auf den Gedanken, hier sei ein Verlierertreff.

    Denn alle die Zocker haben eine Chartanalysesoftware für 3000 Euro auf ihrem Rechner laufen, setzen stop-loss- oder outbreak-orders und sehen im Picosekundenhandel einen Vorsprung schwinden, den sie nie hatten.

    Wertanlagen sind sentimentales Getue. An der Börse setzt kein Mensch auf unterbewertete Titel, dafür müßten breite Wirtschaftsanalysen verfaßt oder durchgearbeitet werden, Marktchancen, das Managemant durchleuchtet und die Struktur der AG. Das macht keiner. Also, faßt Euch.

    "Computer verdrängen Fondsmanager: Softwaregesteuerte Anlagemodelle finden immer mehr Zuspruch, vor allem bei institutionellen Adressen. Viele der darauf spezialisierten Anbieter haben das verwaltete Vermögen in nur zwei Jahren verdoppelt." Quelle: HB

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