
FRANKFURT. Das weltweit in Bargeld, Aktien, Fonds oder anderen Wertpapieren angelegte Vermögen ist im vergangenen Jahr wieder deutlich gestiegen. Insgesamt nahmen die privaten Depot-Vermögen global um 11,5 Prozent auf 111,5 Billionen Dollar zu. Damit konnten Investoren ihre Verluste aus dem katastrophalen Börsenjahr 2008 im Schnitt nahezu ausgleichen. Dies ergibt eine Studie der Beratungsfirma Boston Consulting Group (BCG), die einmal im Jahr die weltweiten Finanzvermögen analysiert. Als Gründe für die Zunahme des Privatvermögens nennt BCG die gesehene Erholung der Börsenkurse 2009 und höhere Spareinlagen.
Von normalen Verhältnissen ist die Branche der Vermögensverwalter laut BCG dennoch weit entfernt, da das Vertrauen der Anleger noch immer angeschlagen ist und die Vermögensverwalter 2009 weniger verdient haben als im Jahr zuvor.
Europa bleibt die reichste Region der Welt mit einem Vermögen von 37,1 Billionen Dollar. Der Wert liegt bereits wieder leicht höher als 2007. Auf Rang zwei folgt Nordamerika mit 35,1 Billionen Dollar vor Japan mit 14,9 Billionen Dollar. Die höchsten Wachstumsraten im Depot verzeichnete allerdings das restliche Asien mit 22 Prozent, wo die Vermögen damit fast doppelt so stark zulegten wie der weltweite Durchschnitt. Ebenfalls überdurchschnittlich wuchsen die Vermögen in Amerika außerhalb der USA und Kanada.
In diesen so genannten Emerging Markets erwartet BCG-Geschäftsführer Ludger Kübel-Sorger "vor dem Hintergrund eines starken wirtschaftlichen Wachstums" auch in den kommenden fünf Jahren das höchste Wachstum. "Wir erwarten, dass die Vermögenswerte in der Region Asien-Pazifik doppelt so schnell steigen wie im Rest der Welt. Ihr Anteil an den globalen Vermögenswerten wird sich auf 20 Prozent im Jahr 2014 ausweiten", sagt er. Das entspräche nahezu einer Versechsfachung des privaten Vermögens. Global rechnet BCG damit, dass die Vermögen um moderate sechs Prozent im Jahr wachsen.
Auch die Zahl der Millionäre stieg 2009. Weltweit zählte BCG 11,2 Millionen Millionärs-Haushalte, das sind 14 Prozent mehr als 2008. Die meisten Millionäre gibt es in den USA mit 4,7 Millionen vor Japan mit 1,2 Millionen, China mit 670 000, Großbritannien mit 485 000 und Deutschland mit 430 000. Die größte Millionärsdichte gibt es in Singapur, wo mehr als jeder Zehnte Einwohner ein Millionen-Vermögen angehäuft hat.
Auch der DiW hat kapiert, das es so nicht weitergeht.
http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/wirtschaftsforscher-wollen-reiche-schroepfen;2435575
Das Reiche wirklich "geschröpft" werden, ist allerdings Stimmungsvokabular.
Gib mir die Welt plus 5%:
http://www.relfe.com/plus_5_german.html
Was sind Millionäre? Nach der hier zugrundeliegenden Definition geht es um Geldanlagen in bargeld, Wertpapieren, Aktien und Fonds in Höhe von 1 Million Dollar, also 833.000 €.
Die Ermittlung muss m. E. bei grober Durchsicht einen Fehler haben oder Zahlen sind falsch in der Presse zitiert:
Von diesen "Millionären" soll es in Deutschland 430.000 geben??? Dann hätten diese zusammen 358,2 Milliarden €. Dies entspräche einem Anteil von ganzen 1,15 % der gesamten europäischen Geldvermögen (die 30.100 Milliarden bzw. 30,1 billionen € betragen sollen).
Das klingt kaum glaubhaft! Wo sollte denn das ganze Vermögen liegen? Doch bei den Kleinsparern oder etwa in anderen Ländern??? Und gibt es denn Statitiken über Vermögen Deutscher Haushalte in der Schweiz etc.???
Die publizierten Zahlen haben entweder Fehler, oder die Vermögen sind insgesamt viel "gerechter" verteilt, als man bisher glaubte.
Ein weiterer Schwachpunkt ist die fehlende Verbindung der Zahlenwerke mit anderem Vermögen (z.b. immobilien, sonstiges Produktivvermögen wie GmbH-Anteilen etc.). Woher wissen die Analysten denn, in welchem Umfang das Geldvermögen nur kurz "geparkt" ist wg. immobilienveräußerungen o.ä. Wie erfolgen Zuordnungen zu Unternehmen (Produktivvermögen) oder zu Haushalten?
Diese "Geldzahlen" mögen Aussagekraft für die Entwicklung von Märkten, Zinsen etc. haben, sind aber nicht geeignet, die soziale Veteilung der Vermögen darzustellen.





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