
FrankfurtUnternehmensanleihen sind schon lange der Liebling aller Anleger, denen relativ sichere Staatsanleihen wie zum Beispiel aus Deutschland zu wenig Rendite bringen und denen Staatsbonds der Euro-Krisenländer zu riskant sind.
Dabei argumentieren die Firmenbond-Fans, dass die soliden Unternehmen aus den Euro-Kernländern trotz aller Krisenängste Gewinne erwirtschaften und sich Bilanzen besser analysieren und kalkulieren lassen als Staatshaushalte.
So weit so gut. Das Problem ist aber, dass die Papiere inzwischen schon zu beliebt sind. Die Folge: Die Kurse sind gestiegen und im Gegenzug die Renditen für viele Unternehmen aus den Euro-Kernländern auf historische Tiefs gesunken. Im Schnitt bringen auf Euro lautende Anleihen von Konzernen mit guter Bonität abseits der Euro-Krisenländer nur noch 1,9 Prozent Rendite.
Akbank AG: 2,05 Prozent Rendite, pro Quartal 51,25 Euro Zinsen.
1822direkt: 2,05 Prozent Rendite, pro Quartal 51,25 Euro Zinsen.
NIBC Direct: 2,10 Prozent Rendite, pro Quartal 52,50 Euro Zinsen.
DenizBank: 2,10 Prozent Rendite, pro Quartal 52,50 Euro Zinsen.
CosmosDirekt: 2,12 Prozent Rendite, pro Quartal 53,85 Euro Zinsen.
afk bank: 2,15 Prozent Rendite, pro Quartal 53,85 Euro Zinsen.
Ikano Bank: 2,25 Prozent Rendite, pro Quartal 56,25 Euro Zinsen.
GEFA BANK: 2,25 Prozent Rendite, pro Quartal 56,25 Euro Zinsen.
MoneYou: 2,35 Prozent Rendite, pro Quartal 58,75 Euro Zinsen.
Wüstenrot: 2,44 Prozent Rendite, pro Quartal 61 Euro Zinsen.
Quelle: FMH-Vergleichsrechner
Das ist ein voller Prozentpunkt weniger als noch im Januar. Dabei liegt die durchschnittliche Laufzeit bei fünf Jahren. Wer jetzt fünfjährige Anleihen von deutschen Blue Chips wie zum Beispiel Linde, Siemens, Deutscher Telekom, Eon, BMW, Volkswagen oder Daimler kauft, bekommt sogar nur zwischen 1,2 und 1,6 Prozent Rendite.
Die meisten Analysten und Investoren ficht das aber nicht an. Im Gegenteil: Die Analysten von zum Beispiel Goldman Sachs haben gerade Unternehmensanleihen erneut als die attraktivste Anlage im Bond-Universum bezeichnet. Und auch für den Vermögensverwalter Blackrock gehören Unternehmensanleihen weiter zu den attraktivsten Papieren.
Gerechtfertigt ist diese Einschätzung angesichts der niedrigen Renditen kaum. Die Verzinsung passt einfach nicht mit den sich verschlechternden Konjunkturaussichten in der Euro-Zone zusammen. Dazu kommt, dass die Unternehmen zwar in den vergangenen Jahren Schulden abgebaut haben und als besser gerüstet für eine Rezession gelten als vor drei Jahren.
Aber: Die Analysten von Morgan Stanley haben ausgerechnet, dass sich die Schuldenkennziffern von 60 Prozent aller europäischen Firmen in diesem Jahr zumindest wieder leicht verschlechtert haben.
Attraktiv sind die Anleihen höchstens im Vergleich zu dem guten halben Prozent Rendite, das es für zum Beispiel fünfjährige Bundesanleihen gibt. Aber auch hier ist Vorsicht angesagt. Schließlich sind die Renditen von Bundes- und bonitätsstarken Unternehmensanleihen eng korreliert. Das heißt: Wenn die Bund-Renditen steigen, wird das auch die Renditen der Anleihen von Unternehmen mit nach oben ziehen - und deren Kurse nach unten drücken.
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren: +88,8 Prozent (ohne Dividenden)
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.888 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +52,7 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.527 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +31,3 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.313 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +10,1 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1101 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +10,3 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.103 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +228 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 3.285 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +314 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 4.142 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +428 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 5.275 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +221 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 3.205 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +92 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.916 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +151 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 2.509 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +67 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.666 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +56 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.559 Euro
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.095,90 Euro*
*bei einem durchschnittlichen jährlichen Zinssatz von 0,92 Prozent (Spareckzins)
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.209 Euro*
*bei einem durchschnittlichen jährlichen Zinssatz von 1,92 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.266 Euro*
*bei einem durchschnittlichen jährlichen Zinssatz von 2,39 Prozent

Bei einer renommierten Wirtschaftszeitung sollte man annehmen, daß in der redaktion Kenntnisse über die Zinseszinsrechnung vorhanden sind. Beispiele aus dem Artikel:
Wenn in 10 Jahren aus 1000 Euro 1092 geworden sind, dann ist der durchschnittliche Zinssatz etwa 0,88%.
Oder:
Wenn in 10 Jahren aus 1000 Euro 1239 geworden sind,dann ist der durchschnittliche Zinssatz etwa 2,17%.
Ganz schöne Unterschiede?

Es stimmt einfach nicht,dass mit Staatsanleihen nichts zu verdienen ist,man kann zum Beispiel in Rentenfonds der Schwellenländer anlegen. Mit Basketsfonds aus Brasilien,Inden,Russland,China u.a. kam man in den letzten 5 jahren auf eine Durchschnittsrendite von 8%-10 % per anno !Man muss sich nur informieren,nachfragen und darf sich von seinen Bankberater nicht das ihm Nächstliegende aufschwatzen lassen.






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